LibreOffice rüstet sich mit einer überarbeiteten Oberfläche und besserer Microsoft-Kompatibilität für den Unternehmenseinsatz. Das zeigt ein aktuelles Update der Entwickler.
Die kostenlose Office-Alternative stellt im Februar ihre wichtigste Version des Jahres vor. Ein Blogpost vom 5. Januar gibt Einblick in die finalen Verbesserungen der „2026 Edition“ (Version 26.2). Der Fokus liegt klar auf einer intuitiveren Bedienung und nahtloser Zusammenarbeit mit Microsoft-Formaten – ein strategischer Schachzug im Wettbewerb mit kostenpflichtigen Lösungen wie Microsoft 365.
Intuitive Bedienung im Fokus
Die Entwickler von The Document Foundation verfeinern die Benutzeroberfläche systematisch. Ein zentrales Element ist der „NotebookBar“, eine moderne Registerkarten-Leiste nach Vorbild des Microsoft-Ribbons. Die neue Version soll ihn perfektionieren und an verschiedene Arbeitsweisen anpassen – ob klassische Menüleiste oder moderne Tabs.
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Konkret verbessert wurde unter anderem die Handhabung von Aufzählungspunkten im Präsentationsmodul Impress. Solche Details sind entscheidend, um Umsteigern von anderen Office-Paketen den Wechsel zu erleichtern. Die Optimierungen stammen ursprünglich aus der Web-Version Collabora Online, sind nun aber vollständig in die Desktop-Software integriert. Das sorgt für ein einheitliches Erlebnis.
Angriff auf den Business-Markt
LibreOffice will ernsthafter Konkurrent für Unternehmen werden. Ein symbolträchtiger Schritt: Die Entwickler haben das „Community“-Label von der Hauptversion entfernt. Dieses Etikett hatte oft den Eindruck erweckt, es handele sich um weniger stabile Software für den Heimbedarf. Nun heißt das Produkt schlicht „LibreOffice“ – ein klares Bekenntnis zur Professionalität.
Der technische Kern dieses Anspruchs ist eine Formatierungstreue von 97 Prozent für Microsoft Office-Dokumente. Besonders bei komplexen PowerPoint-Präsentationen (PPTX) soll die Darstellung nun nahezu perfekt übernommen werden. Diese Interoperabilität ist der Schlüssel, um Firmen zum Umstieg zu bewegen und Lizenzkosten zu sparen.
Mehr Sicherheit und Leistung unter der Haube
Ein Meilenstein im Code ist die Integration von „Rustmaker“. Dieses Werkzeug erleichtert Erweiterungen in der Programmiersprache Rust, die für ihre Speichersicherheit bekannt ist. Das verspricht mehr Stabilität und Schutz vor Sicherheitslücken.
Performance-Tests der Beta-Version zeigen zudem kürzere Ladezeiten und einen besseren Umgang mit großen Datenmengen in der Tabellenkalkulation Calc. Auch die Unterstützung für hochauflösende Displays und einen konsistenten Dark Mode über alle Betriebssysteme hinweg wurde verbessert. Selbst die Datenbank Base erhält Updates für die Mehrbenutzer-Nutzung – ein weiteres Indiz für den Enterprise-Anspruch.
Gute Ausgangslage in Zeiten von Abo-Müdigkeit
Das Timing für die neue Version könnte kaum besser sein. Die Skepsis gegenüber monatlichen Software-Abos wächst. LibreOffice setzt hier auf ein klares Alleinstellungsmerkmal: Privacy by Default. Die Software sammelt standardmäßig keine Nutzungsdaten (Telemetrie) – ein Argument, das besonders in europäischen Märkten und sicherheitsbewussten Branchen zieht.
Die größte Hürde bleibt die Gewohnheit der Nutzer. Kann LibreOffice mit seinem intuitiveren Design langjährige Microsoft-Office-Anwender überzeugen? Die verfeinerten Aufzählungen und adaptiven Werkzeugleisten sind gezielte Antworten auf diese Frage. Usability wird nun gleichberechtigt neben Funktionsumfang gestellt.
Countdown zum Februar-Release
Der Stabilitätsrelease ist für den 2. Februar 2026 geplant. Die Community befindet sich in der finalen Fehlerbereinigungsphase, ein Release Candidate steht kurz bevor. Die Roadmap für das restliche Jahr 2026 sieht bereits weitere Schritte vor, darunter KI-gestützte Bearbeitungshilfen und ein besserer Mobil-Support.
Die Ankündigungen vom 5. Januar machen Appetit auf mehr: eine Office-Suite, die nicht nur Freiheit und Privatsphäre respektiert, sondern auch ein geschliffenes, modernes Nutzererlebnis bietet. Der Kampf um den Desktop hat eine neue, spannende Runde erreicht.
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