Die Bürosoftware LibreOffice 26.2 steht im Zentrum vieler IT-Arbeitsplätze, die auf quelloffene Alternativen setzen. Die Hauptversion von The Document Foundation bietet funktionale Erweiterungen, Leistungsverbesserungen sowie eine optimierte Kompatibilität mit Microsoft-Office-Formaten.
Für stabile Produktivumgebungen empfiehlt die Organisation weiterhin den Einsatz von LibreOffice 26.2, wenngleich der offizielle Support für diesen Versionszweig am 30. November 2026 endet.
Sicherheitsupdates für Tabellenkalkulation und Datenverknüpfungen
Am 5. Oktober 2026 veröffentlichte The Document Foundation Sicherheitsupdates, die sechs Schwachstellen in Calc im Zusammenhang mit Verknüpfungen zu externen Datenquellen beheben. Die schwerwiegendste Lücke, geführt unter CVE-2026-63277, ermöglicht bei der Öffnung einer manipulierten Tabelle das Ausführen von beliebigem Schadcode. Das Common Vulnerability Scoring System stuft dieses Risiko mit einem CVSS-4.0-Wert von 8,5 als hoch ein.
Fünf weitere Schwachstellen bewegen sich in einem Bewertungsbereich von 6,7 bis 6,8 nach CVSS 4.0. Diese betreffen unerlaubtes Schreiben von Dateien, lokale Dateilecks sowie Server-Side Request Forgery (SSRF).
Behoben wurden die Sicherheitsprobleme in den Versionen 26.2.5 und 26.8.0. Betroffen innerhalb der Reihe waren die Ausgaben 26.2.0 bis 26.2.4; Version 26.8.0 enthielt die Korrektur bereits bei ihrer Veröffentlichung.
Ältere, nicht mehr unterstützte Versionen erhalten keine Sicherheitsaktualisierungen mehr. Wie die NVD am 5. Oktober 2026 festhielt, war für keine der sechs Schwachstellen eine aktive Ausnutzung bestätigt worden.
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Dokumentation und Funktionsumfang der Kernanwendungen
Für Anwender stehen überarbeitete Handbücher für Calc und Writer bereit. Die Anleitungen lassen sich im Programm über das Menü „Hilfe > Benutzerhandbücher“ oder über das Portal books.libreoffice.org in den Formaten PDF, ODT sowie als Webversion abrufen.
Das Handbuch zu Calc behandelt zentrale Themen wie Tabellenstrukturen, mathematische Formeln und Diagramme sowie den Import von CSV-, XML- und JSON-Dateien. Das Benutzerhandbuch für Writer deckt Bereiche wie Formatierung, Dokumentvorlagen, Änderungsverfolgung, Bibliografien und das Erstellen von PDF-Formularen ab.
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Interoperabilität und Empfehlungen für den Umstieg
Im betrieblichen Alltag bildet die Interoperabilität mit proprietären Programmen ein zentrales Kriterium. In der Suite entsprechen Writer, Calc und Impress den Microsoft-Pendants Word, Excel und PowerPoint. Standardmäßig speichert LibreOffice Dokumente in den offenen Formaten ODT, ODS und ODP ab. Die Software kann Dateien in den Microsoft-Formaten DOCX, XLSX und PPTX öffnen, bearbeiten und exportieren.
Dennoch können komplexe Layouts, spezielle Formatierungen und VBA-Makros Inkompatibilitäten aufweisen oder visuell abweichen, weshalb eine Überprüfung der Dokumente nach dem Import und Export ratsam bleibt.
IT-Experten empfehlen für den Umstieg von Microsoft Office eine strukturierte Vorgehensweise: Neben technischen Kompatibilitätstests und Nutzertrainings sollten Organisationen einen klaren Migrationsplan definieren, die Einführung vorzugsweise schrittweise auf Abteilungsebene vornehmen sowie Supportkapazitäten und einen Rückfallplan bereithalten.

