Die Document Foundation (TDF) hat am 25. August 2026 deutliche Kritik an der Benutzeroberfläche von Microsoft 365 geäußert. Das als „Ribbon“ bekannte Menüband, das den Standard in Microsofts Bürosoftware darstellt, sei laut der Organisation primär für eine mittlere Gruppe fortgeschrittener Anwender konzipiert. Sowohl Einsteiger als auch professionelle Nutzer würden durch dieses starre Designkonzept jedoch benachteiligt.
Mangelnde Ergonomie durch starre Designvorgaben
Bereits in Stellungnahmen vom 24. August 2026 bemängelte die Document Foundation, dass das Microsoft Office Ribbon nicht für alle Anwendertypen ergonomisch sinnvoll gestaltet sei. Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Umstand, dass Microsoft seine Nutzer zur Verwendung einer einzigen, fest vorgegebenen Benutzeroberfläche zwinge. Nach Ansicht der TDF-Experten behindert dieser Mangel an Flexibilität die individuelle Produktivität.
Im Gegensatz dazu verfolge die Open-Source-Alternative LibreOffice einen Ansatz, der auf Wahlfreiheit setzt. Ziel sei es, dem Nutzer die Entscheidung darüber zu überlassen, wie die Werkzeuge angeordnet sind, anstatt eine universelle Lösung für alle Anwendungsszenarien vorauszusetzen. Die Stiftung betonte, dass ergonomische Software den verschiedenen Arbeitsweisen der Menschen Rechnung tragen müsse, anstatt diese in ein festes Schema zu pressen.
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LibreOffice 26.8 setzt auf Modernisierung ohne Zwang
Zeitgleich mit der Kritik verwies die Document Foundation auf die Aktualisierungen in der Software-Version LibreOffice 26.8. Diese bringt laut Angaben vom 24. und 25. August 2026 eine verbesserte „Tabbed“-Oberfläche mit sich. Diese Oberfläche orientiert sich funktional am Ribbon-Concepts und bietet eine moderne, registerkartenbasierte Navigation.
Wichtig ist den Entwicklern dabei jedoch die Abgrenzung zur Konkurrenz: Trotz der Einführung und Verbesserung moderner Ansichten werden traditionelle Bedienkonzepte nicht vernachlässigt.
Die Document Foundation stellte klar, dass es keine Pläne für eine Einstellung (Deprecation) älterer UI-Optionen gebe. Bestehende Arbeitsabläufe langjähriger Nutzer sollen durch die Neuerungen nicht gestört werden, während gleichzeitig moderne Alternativen für neue Nutzergruppen bereitstehen.
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Vielfalt an Benutzeroberflächen als Kernstrategie
Die Strategie von LibreOffice sieht vor, eine breite Palette an UI-Optionen anzubieten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Anfängern bis hin zu Profis gerecht zu werden. Neben der klassischen, traditionellen Menüleiste stehen den Anwendern in der aktuellen Version verschiedene Varianten zur Verfügung:
- Tabbed und Tabbed Compact: Eine moderne Registerkarten-Ansicht in einer Standard- sowie einer platzsparenden Version.
- Groupedbar: Eine Anordnung, bei der Funktionen in thematischen Gruppen zusammengefasst werden.
- Sidebar: Eine seitliche Leiste, die besonders auf Breitbildmonitoren eine effiziente Platznutzung ermöglicht.
- Single Toolbar: Eine minimalistische Ansicht mit nur einer Symbolleiste für einfache Aufgaben oder kleine Bildschirme.
Durch dieses Angebot an unterschiedlichen Oberflächen will die Document Foundation sicherstellen, dass die Software für alle Nutzergruppen zugänglich und ergonomisch bleibt. Die Kritik an Microsoft verdeutlicht den wettbewerblichen Fokus der TDF auf Individualisierung und Nutzerkontrolle in der digitalen Produktivitätslandschaft.

