Aktuelle Leitfäden demonstrieren, wie sich mit quelloffener Bürosoftware professionelle druckbare Dokumente, Arbeitsblätter und Vorlagen für den Bildungs- und Arbeitsalltag anfertigen lassen. Die frei verfügbaren Programmpakete bieten umfangreiche Werkzeuge für Layout, Gestaltung und Datenverwaltung, die eine kostenfreie Alternative zu proprietären Lösungen darstellen.
Gestaltung von Vorlagen und gezielter Druckschutz
Wie eine Anleitung zur Erstellung von Druckmaterialien mit Open Office hervorhebt, eignet sich die kostenlose Suite für Drucksachen wie Arbeitsblätter oder Einladungen. Nutzer können dabei auf integrierte Vorlagen, Gestaltungswerkzeuge sowie flexible Einstellungen für Schriftarten, Farben und Grafiken zurückgreifen, um individuelle Materialien zu entwerfen.
Für tabellarische Übersichten bietet die Tabellenkalkulation LibreOffice Calc spezifische Funktionen für den Druckprozess. Über die Formatierungseinstellungen für Zellen lässt sich im Reiter für den Zellschutz festlegen, dass markierte Zellen beim Drucken ausgeblendet werden. Auf dem Bildschirm bleiben Formeln, interne Notizen oder sensible Daten für die Bearbeitung sichtbar, während sie auf dem physischen Ausdruck nicht erscheinen.
Serienbriefe und Dokumentenverwaltung in OpenOffice.org
Das Programmpaket OpenOffice.org setzt sich aus der Textverarbeitung Writer, der Tabellenkalkulation Calc und dem Präsentationsprogramm Impress zusammen. In Writer lassen sich automatisierte Abläufe wie Serienbriefe umsetzen. Anwender können Datenbankfelder über den Menüpfad zum Einfügen von Feldbefehlen integrieren und anschließend den Serienbrief-Assistenten ausführen, bevor das Dokument gespeichert oder gedruckt wird.
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Für längere Publikationen stellt Writer zudem Kopf- und Fußzeilen bereit, die sich getrennt vom Haupttext bearbeiten lassen. Beim Einsatz unter SUSE Linux zeichnet sich die Textverarbeitung durch eine breite Formatunterstützung aus. Das Programm liest und bearbeitet Microsoft-Word-Dateien, wobei die erzeugten Writer-Dateien kleiner ausfallen als die Word-Pendants.
Zu den unterstützten Speicherformaten zählen unter anderem Word 97/2000/XP, Word 95, Word 6.0, RTF, StarWriter 5.0 sowie PDF und HTML. Für grafische Elemente werden Formate wie JPEG, GIF, PCX, TIFF und BMP unterstützt. Ergänzt wird der Funktionsumfang durch Tabellen mit Rechenfunktionen, aktualisierbare Diagramme sowie Text- und Fließrahmen für komplexere Seitenlayouts.
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Kompatibilität und vernetztes Arbeiten
Bei der Nutzung von LibreOffice als Desktop-Anwendung können Dokumente in den Formaten DOCX, XLSX und PPTX geöffnet und gespeichert werden. Nach Angaben von LibreOffice erfordern komplexe Formatierungen unter Umständen manuelle Nacharbeiten.
Auch bei Makros bestehen funktionale Unterschiede: VBA-Makros greifen auf andere Objekte und Methoden zu als LibreOffice-Makros, sodass der Programmcode gegebenenfalls überarbeitet werden muss. Bei Excel for the web werden VBA-Makros hingegen gar nicht ausgeführt.
Für die gemeinsam Bearbeitung im Webbrowser stehen neben Google Docs und Zoho Office auch ONLYOFFICE sowie CryptPad bereit. Für Organisationen, die eine eigene Infrastruktur bevorzugen, bieten sich selbst gehostete Lösungen über Nextcloud Office oder Collabora Online an.

