LibreOffice und WPS Office: Zwei Wege fürs Homeoffice

LibreOffice setzt mit Update 26.2 auf Offline-Leistung und Kompatibilität, während WPS Office eine KI-Partnerschaft mit Huawei für mobile Produktivität eingeht.

LibreOffice setzt auf Offline-Power, WPS Office auf KI und mobile Vernetzung. Die beiden größten Microsoft-Alternativen verfolgen 2026 komplett unterschiedliche Strategien für den Heimarbeitsplatz.

LibreOffice 26.2: Mehr Power und bessere Kompatibilität

Die Document Foundation hat diese Woche das erste große Update des Jahres veröffentlicht. LibreOffice 26.2 konzentriert sich auf Performance und eine noch bessere Zusammenarbeit mit anderen Office-Paketen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Tabellenkalkulation Calc. Sie unterstützt nun das Biff12-Format für die Zwischenablage. Das erlaubt es Nutzern, riesige Datensätze aus Excel einzufügen – ohne die früheren Größenbeschränkungen. Beim Speichern von XLSX-Dateien wählt die Software jetzt standardmäßig das Format „Excel 2010–365“.

Für Autoren und Webentwickler bringt das Update eine vollständige Markdown-Unterstützung zum Import und Export. Calc kann zudem JSON- und XML-Dateien einlesen und die Daten automatisch in ein Tabellenformat umwandeln. Die Datenbank-Komponente Base wurde zu einer „echten Mehrbenutzer“-Lösung ausgebaut. Lästige Sperrprobleme bei der gleichzeitigen Bearbeitung gehören damit der Vergangenheit an. Insgesamt reagiert die Suite schneller, verarbeitet große Dokumente flotter und rendert Grafiken verbessert. Der Texteditor Writer punktet mit einer intelligenteren Änderungsverfolgung und neuen Absatzausrichtungen.

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WPS Office: Strategie-Allianz mit Huawei für KI und Mobile

Während LibreOffice die Offline-Stärken ausbaut, setzt WPS Office voll auf mobile Ökosysteme und Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen hat kürzlich eine vertiefte strategische Partnerschaft mit Huawei bekanntgegeben. Ziel ist es, noch in diesem Jahr ein intelligenteres Office-Erlebnis auf HarmonyOS-6-Smartphones zu liefern.

Die Zusammenarbeit soll typische Herausforderungen mobiler und faltbarer Geräte lösen. Dazu gehören der Dual-Screen-Modus und das Erstellen von Präsentationen mit einem Fingertipp. Geplant sind KI-gestützte Funktionen wie der Ein-Klick-Transfer von Dokumenten und Bildern sowie das sofortige Öffnen großer PDF- oder Excel-Dateien auf dem Handy. Diese Strategie spielt die Stärken von WPS aus: eine konsistente Nutzererfahrung über Windows, macOS, Linux, iOS und Android hinweg. Für Heimarbeiter, die ständig zwischen Laptop, Tablet und Smartphone wechseln, sind die Cloud-Synchronisation und Mobile-First-Features ein starkes Argument. Die Kernanwendungen sind kostenlos, für KI-Assistenten und erweiterte PDF-Bearbeitung ist jedoch ein Premium-Abo nötig.

Philosophischer Grundsatzunterschied

Der Kernunterschied liegt in der Grundphilosophie. LibreOffice ist ein komplett freies und quelloffenes Projekt, das von einer globalen Community getrieben wird. Es bietet ohne Paywall oder Werbung einen umfassenden Satz an Anwendungen: von Writer und Calc über Impress und Draw bis zu Base und Math. Der Wert liegt in Nutzerfreiheit, Datenschutz und robuster Offline-Funktionalität. Dieser Ansatz gewinnt an Bedeutung, wie das Beispiel des österreichischen Bundesheers zeigt, das kürzlich aus Gründen der digitalen Souveränität zu LibreOffice gewechselt ist.

WPS Office von Kingsoft bietet dagegen eine moderne, benutzerfreundliche Oberfläche, die viele von Microsoft Office gewohnt sind. Es glänzt durch plattformübergreifende Kompatibilität und ist besonders auf Mobilgeräten beliebt. Die kostenlose Version ist funktional, kann aber Werbung enthalten. Ein Abonnement schaltet die volle Funktionspalette frei. Die Suite bündelt Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationstool und PDF-Funktionen in einer einzigen Anwendung.

Zwei Definitionen von Wert im Homeoffice

Für das moderne Homeoffice ist „Wert“ nicht allein eine Frage des Preises. LibreOffice 26.2 liefert einen enormen Wert durch seinen leistungsstarken, umfassenden und völlig kostenlosen Funktionsumfang. Die jüngsten Verbesserungen in Performance und Microsoft-Kompatibilität machen es zur ernsthaften Primärsuite für Nutzer, die mit komplexen Dokumenten arbeiten und volle Kontrolle über ihre Software und Daten fordern. Der Trend zur digitalen Souveränität in Teilen des europäischen öffentlichen Sektors unterstreicht die wachsende Attraktivität dieses quelloffenen, unabhängigen Modells.

WPS Office definiert seinen Wert hingegen durch Komfort, ein poliertes Nutzererlebnis und zukunftsweisende Features. Für Einzelpersonen und kleine Betriebe, die in einem Multi-Device-Workflow arbeiten, sind die nahtlose Cloud-Sync und die leistungsfähigen Mobile-Apps entscheidende Vorteile. Die Huawei-Partnerschaft zeigt, dass WPS auf die Zukunft der Produktivität setzt, in der Aufgaben automatisiert und von jedem Gerät aus zugänglich sind. Das Freemium-Modell ermöglicht den kostenlosen Zugang zu den Kernfunktionen – und ein Upgrade, wenn der Bedarf wächst.

Die Wege von LibreOffice und WPS Office zeigen zwei mögliche Zukünfte für Produktivitätssoftware. Die Wahl für Heimarbeiter im Jahr 2026 ist klar: Soll es die unübertroffene Freiheit, Power und Privatsphäre einer quelloffenen Top-Suite sein? Oder der polierte Komfort und die KI-gestützte Zukunft eines plattformübergreifenden Freemium-Dienstes?

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