Eine neue Welle täuschend echter Fake-Shops erschleicht sich das Vertrauen von Kunden. Die Betrüger nutzen den guten Namen des Discounters Lidl, um mit gefälschten Onlineshops Geld und Daten zu erbeuten. Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer schlagen Alarm.
Die perfide Masche läuft über Social-Media-Werbung. Dort locken die Kriminellen mit unrealistisch günstigen Angeboten für hochwertige Werkzeuge oder Küchengeräte. Ein Klick führt auf eine Webseite, die dem echten Lidl-Onlineshop täuschend ähnlich sieht. Dort sollen Kunden unter Zeitdruck zum Kauf gedrängt werden.
Die Täuschung ist fast perfekt
Die Betrüger kopieren nicht nur Logo und Design, sondern bauen sogar Vertrauen durch scheinbar sichere Zahlungsmethoden auf. Ein besonders hinterhältiger Trick: die angebliche Nachnahme-Zahlung. Kunden bezahlen beim Paketboten, finden im Karton aber nur wertlosen Ramsch statt der bestellten Ware.
Wie erkennt man die Fälschung? Ein Blick in die Adresszeile des Browsers hilft. Statt der offiziellen Domain nutzen die Betrüger kryptische Adressen wie „lidlfinalverkauf.store“. Oft fehlt auch ein korrektes Impressum oder die angegebenen Firmendaten sind erfunden. Diese Shops verschwinden meist nach wenigen Wochen, um dann unter neuem Namen wieder aufzutauchen.
Phishing-Mails und gefälschte Shops sind aktuell die häufigste Ursache für Daten- und Geldverlust beim Online-Shopping. Ein kostenloses Anti‑Phishing‑Paket erklärt in vier klaren Schritten, wie Sie manipulierte Webseiten, betrügerische E‑Mails und Social‑Media‑Anzeigen sofort erkennen und sicher umgehen. Es enthält Checklisten für den Kontakt mit Bank und Zahlungsdienstleister, Muster‑Meldungen für Verbraucherschutzstellen und konkrete Sofortmaßnahmen, wenn Sie bereits Opfer wurden. Anti‑Phishing‑Paket jetzt kostenlos herunterladen
Phishing-Mails als zweite Front
Parallel zu den Fake-Shops kursieren gefälschte Lidl-E-Mails. Sie locken mit der Teilnahme an angeblichen Umfragen, die einen hochwertigen Preis wie eine Heißluftfritteuse versprechen. Zum „Abholen“ des Gewinns sollen nur die Versandkosten bezahlt werden – das eigentliche Ziel ist der Diebstahl von Kreditkartendaten.
Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor diesen Maschen. Lidl selbst hat auf seiner offiziellen Webseite eine Warnung veröffentlicht und distanziert sich klar von den betrügerischen Aktivitäten.
So schützen Sie sich vor Fake-Shops
Experten raten zu einer gesunden Skepsis und geben konkrete Tipps:
* Preis-Check: Ist das Angebot unrealistisch günstig? Dann Finger weg!
* Domain prüfen: Handelt es sich um die offizielle, einfache Lidl-Webadresse?
* Impressum lesen: Fehlt es oder wirkt es unseriös? Das ist ein Alarmzeichen.
* Sicher bezahlen: Nutzen Sie Zahlungsmethoden mit Käuferschutz. Reine Vorkasse ist riskant.
* Recherchieren: Geben Sie den Shop-Namen zusammen mit „Betrug“ in eine Suchmaschine ein.
Was tun, wenn es schon zu spät ist?
Wer bereits Opfer geworden ist, sollte schnell handeln. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister, um eine Rückbuchung zu versuchen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie alle Beweise wie Screenshots und Zahlungsbelege. Melden Sie den betrügerischen Shop auch bei Verbraucherschutzportalen wie der Watchlist Internet.





