Link to Windows: PC-Fernsperre übers Internet ab 29. Juni

Microsoft erweitert Link to Windows um eine internetbasierte PC-Sperre und optimiert den Windows 11 Datei-Explorer.

Microsoft hat seine Link to Windows-App für Android um eine wichtige Sicherheitsfunktion erweitert. Seit dem 29. Juni 2026 können Nutzer ihren PC direkt vom Smartphone aus sperren. Das Besondere: Anders als viele bestehende Funktionen der Synchronisations-App arbeitet die neue Option übers Internet – nicht über eine lokale Bluetooth-Verbindung. Voraussetzung ist lediglich, dass beide Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind.

So funktioniert die Fernsperre

Wer die neue Funktion nutzen möchte, muss in den Systemeinstellungen die Remote-PC-Steuerung aktivieren. Danach erscheint die Option zum Sperren direkt in der mobilen App. Die Anwendung selbst bleibt weiterhin kostenlos im Google Play Store verfügbar.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein Zufall: Microsoft hat im Juni 2026 gleich mehrere Neuerungen für sein Ökosystem vorgestellt. Dazu gehört auch ein überarbeitetes Interface für Microsoft 365 Copilot, das mit einem klareren Layout und speziellen Bereichen für Chat und Zusammenarbeit aufwartet.

Windows 11: Datei-Explorer wird schneller

Parallel zur App-Erweiterung hat Microsoft ein wichtiges Update für Windows 11 veröffentlicht. Das Vorschau-Update KB5095093 vom 29. Juni 2026 adressiert vor allem langjährige Performance-Probleme im Datei-Explorer.

Die technischen Änderungen im Überblick:

  • Schnellere Suche: Der Explorer überspringt bei Suchvorgängen künftig doppelte Datei- und Ordnerprüfungen. Das senkt CPU- und RAM-Auslastung und liefert Ergebnisse schneller aus.
  • Modernisierte Oberfläche: Das Eigenschaften-Fenster wurde auf das WinUI 3-Framework umgestellt. Auch das Einbinden von ISO-Dateien geht nun flotter vonstatten.
  • Taskbar-Experimente: Microsoft testet derzeit zwei Methoden, die Taskleiste zu verkleinern – für kleinere Symbole und mehr Kontrolle über das Layout.
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Neue Barrierefreiheit und Sprachsteuerung

Die experimentelle Windows 11 Build 29617.1000 bringt zudem ein neues Bildschirmfarb-Tool in den Barrierefreiheitseinstellungen. Sechs Voreinstellungen und ein Intensitätsregler sollen Nutzern mit Sehbeeinträchtigungen helfen. Die Sprachsteuerung Voice Access wurde um Portugiesisch und Koreanisch erweitert.

Sicherheits-Updates für Hardware und Unternehmen

Ende Juni 2026 gab es auch kritische Updates für die Hardwaresicherheit. Große Hersteller wie Dell, HP, Lenovo, ASUS und Acer veröffentlichten Anleitungen zur Aktualisierung der Secure Boot 2023-Zertifikate. Der Grund: Microsofts Zertifikate aus dem Jahr 2011 sind abgelaufen.

Für Unternehmen hält das Microsoft Intune-Update vom Juni 2026 automatisierte App-Updates und verbesserte Rechteverwaltung bereit. Administratoren können nun Genehmigungsanfragen von Nicht-Primärnutzern verwalten und systemweite Netzwerkkonfigurationen vornehmen.

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Microsofts Kurskorrektur bei KI

Doch nicht alle Neuerungen bleiben bestehen. Am 25. Juni 2026 zog Microsoft eine geplante KI-Funktion für den Edge-Browser zurück. Die KI-gestützte Verlaufssuche fiel der Kritik von Nutzern zum Opfer, die Bedenken wegen Datenmüll und Datenschutz äußerten. Der Schritt reiht sich in eine breitere Initiative ein, überflüssige KI-Integrationen im Windows-Umfeld zu reduzieren.