Linux 7.3: USB4 und Thunderbolt kommen auf Apple Silicon

19 neue Kernel-Patches verbessern USB4 und Thunderbolt auf Apple-Rechnern, während Linux 7.3 weitere M3-Funktionen und Energiesparziele vorbereitet.

Die Integration von Linux auf Apples hauseigener Prozessorarchitektur erreicht einen neuen Meilenstein. Am 31. August 2026 wurden insgesamt 19 Patches in die Linux-Kernel-Mailingliste eingereicht, die den Support für USB4 und Thunderbolt auf Systemen mit M1-, M2- und M3-Chips maßgeblich erweitern.

Die vom Entwickler Sven Peter eingereichte Patch-Serie stammt aus der Arbeit des Asahi-Linux-Projekts, das sich auf die Portierung des Betriebssystems für Apple-Hardware spezialisiert hat.

Funktionale Fortschritte und technische Einschränkungen

Die neuen Patches zielen darauf ab, die Konnektivität der Apple-Rechner unter Linux zu verbessern. Trotz des Fortschritts weist die aktuelle Implementierung noch spezifische Einschränkungen auf. Den vorliegenden Informationen zufolge unterstützen die eingereichten Patches derzeit weder den Suspend-Modus noch das sogenannte Tunneling für PCIe- oder DisplayPort-Verbindungen über die USB4-Schnittstelle.

Dennoch stellt die Einreichung einen wichtigen Schritt für die Core-Infrastruktur dar, um die Thunderbolt-Funktionalität auf der ARM-basierten Plattform von Apple stabil in den Hauptzweig des Kernels zu überführen.

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Veröffentlichung von Linux 7.2 und Ausblick auf Version 7.3

Parallel zur Einreichung der USB4-Patches gab Linus Torvalds die finale Version von Linux 7.2 frei. Diese Kernel-Version enthält bereits eine initiale Unterstützung für den Apple M3-Chip. Mit der Veröffentlichung von Linux 7.2 wurde gleichzeitig das Zeitfenster für die Integration neuer Funktionen in den nachfolgenden Kernel 7.3 geöffnet.

Ein erster Release Candidate (7.3-rc1) liegt bereits vor und deutet den künftigen Funktionsumfang an. Dieser enthält neben dem Thunderbolt-Support für Apple Silicon auch eine initiale Unterstützung für die leistungsstärkeren Prozessorvarianten M3 Pro, M3 Max und M3 Ultra.

Zusätzliche Optimierungen betreffen das Energiemanagement: Durch Anpassungen am Apple PMGR (Power Manager) soll eine Ersparnis von 1W bei den Modellen M1 Pro, M1 Max und M1 Ultra erzielt werden können. Branchenexperten erwarten die finale Veröffentlichung von Linux 7.3 für den Zeitraum zwischen dem 18. und 25. Oktober 2026.

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Entwicklungsstand bei Asahi Linux für M3- und Folgemodelle

Das Asahi-Linux-Projekt, das die treibende Kraft hinter diesen Entwicklungen ist, gab Ende August Einblicke in den aktuellen Stand der Hardware-Unterstützung. In einem Blogbeitrag wurde bestätigt, dass der offizielle Release mit Support für M3-Macs unmittelbar bevorstehe.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem M3 Max. Für dieses Modell wurden neue Treiber für den Image Signal Processor (ISP) der Webcam sowie Korrekturen für die Mikrofon-Funktionalität und den ACE3-USB-Controller entwickelt.

Über die aktuelle M3-Generation hinaus befinden sich laut Projektangaben bereits Arbeiten für die Nachfolgemodelle M4 und M5 in der Entwicklung. Hierbei stehen die Entwickler jedoch vor technischen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit der NVMe-Firmware und Problemen bei der Implementierung von „Wait For Interrupt“ (WFI). Diese Hürden müssen überwunden werden, um eine ähnlich umfassende Hardware-Unterstützung wie bei den Vorgängergenerationen zu gewährleisten.