Die Open-Source-Welt rückt näher an die Apple-Hardware der Spitzenklasse heran. Entwickler haben grundlegende Treiber für die M3 Pro, M3 Max und M3 Ultra eingereicht.
Am 10. Juli 2024 reichten Entwickler die ersten Device-Tree-Patches für den Linux-Kernel ein, um die Hardware-Unterstützung für Apples M3 Pro, M3 Max und M3 Ultra Systems-on-a-Chip zu ermöglichen. Die Einreichung markiert einen bedeutenden Schritt, um das Open-Source-Betriebssystem mit der neuesten Generation von Apple-Silizium kompatibel zu machen.
Hardware-Unterstützung für High-End-M3-Varianten
Die Patch-Serie, verfasst vom Asahi-Linux-Mitwirkenden Janne Grunau, führt die Unterstützung für wesentliche Komponenten ein, darunter die CPU, den Interrupt-Controller, Energiezustände und den Watchdog-Timer. Die Einreichung umfasst auch die serielle Kommunikation, Pin-Controller, I2C und den Boot-Framebuffer für die M3 Pro-, Max- und Ultra-Modelle.
Diese Entwicklung bringt die höherwertigen M3-Varianten auf das gleiche funktionale Niveau wie den Basis-M3-Chipsatz, der bereits im Linux 7.2-rc1-Kernel enthalten war. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese neu eingereichten Patches in die Hauptversion Linux v7.3 integriert werden könnten. Während die Patches es dem Kernel ermöglichen, die Hardware zu erkennen und mit ihr zu interagieren, erfordern komplexe Funktionen wie Grafikbeschleunigung und proprietäre drahtlose Konnektivität oft zusätzliche Entwicklungszyklen.
Erste Fortschritte bei der Apple-M4-Unterstützung
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Der Fortschritt bei der M3-Unterstützung folgt auf die Veröffentlichung der ersten Device-Tree-Patches für den Apple-M4-Chipsatz am 9. Juli 2024. Die Mitwirkende Yureka Lilian veröffentlichte den ersten Code für den M4, der durch die technische Bezeichnung t8132 identifiziert wird.
Die derzeitige Unterstützung für den M4 befindet sich noch in den frühesten Stadien und konzentriert sich auf die minimalen Anforderungen zum Booten des Systems. Kritische Funktionen wie die GPU, WLAN, Bluetooth und NVMe-Speicher sind noch nicht funktionsfähig. Entwickler haben darauf hingewiesen, dass das Symmetric Multiprocessing (SMP) derzeit instabil ist und weitere Änderungen am m1n1-Bootloader erforderlich sind, um die Systemstabilität zu verbessern.
Sicherheitsupdates und Wachstum des Arm64-Ökosystems
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Die Ausweitung der Apple-Silizium-Kompatibilität fällt mit kritischen Sicherheitswartungsarbeiten für den Linux-Kernel zusammen. Am 9. Juli 2024 schlossen die Maintainer zwei Schwachstellen mit hohem Schweregrad. Dazu gehörten CVE-2026-53359, ein KVM-Escape-Fehler, und CVE-2026-43499, der eine Privilegienausweitungsschwachstelle behob. Darüber hinaus wurde ein Fix für CVE-2026-46215 veröffentlicht, einen Use-After-Free-Fehler in DRM-Render-Nodes, der lokalen Benutzern Root-Zugriff ermöglichen könnte.
Das breitere Arm64-Ökosystem hat in den letzten Monaten eine verstärkte Aktivität verzeichnet. Im Juni 2024 verschob Canonical Arm64-Pakete in sein Hauptarchiv und führte Live-Kernel-Patching für die Architektur in Ubuntu 26.04 ein. Im gleichen Zeitraum begann der Razer Blade 18 den Ubuntu-Zertifizierungsprozess. Das Laptop, ausgestattet mit einem Intel Core Ultra 9 290HX Plus und einer GeForce RTX 5090, wurde auf Ubuntu 26.04 mit Linux 7.0 getestet, um native Hardware-Unterstützung für leistungsstarke Linux-Konfigurationen sicherzustellen.

