Linux auf M4: Kernel-Patches ermöglichen NVMe-Unterstützung

Entwicklerin reicht Treiber-Patches für M4-NVMe ein. Parallel kämpft Apple mit Lieferengpässen beim M5 MacBook Air und thermischen Limits der M4-Pro-Chips.

Die Integration von Apples aktueller Prozessor-Architektur in die Open-Source-Welt schreitet voran. Mitte August reichte die Entwicklerin Yureka Lilian eine Serie von Patches für die Linux-Kernel-Mailingliste ein, die eine entscheidende Hürde für den Betrieb von Linux auf dem M4-SoC (t8132) nehmen. Die eingereichten Code-Änderungen zielen primär auf die Unterstützung des NVMe-Speichers über die ANS2-Schnittstelle ab.

Technische Details der Kernel-Integration

Die von Yureka Lilian am 11. und 14. August veröffentlichten Patches umfassen weniger als 100 Zeilen Code, haben jedoch eine wesentliche Bedeutung für die Hardware-Kompatibilität. Sie ergänzen die sogenannten dt-bindings und liefern die notwendige Treiberunterstützung für das ANS2-NVMe-System des M4-Chips.

Ein technisches Merkmal dieser Implementierung ist die Notwendigkeit einer separaten MMIO-Basis sowie eines zusätzlichen MMIO-Schreibvorgangs für die Verwaltung der Ein- und Ausgabewarteschlangen (IO-Queues).

Trotz dieser Fortschritte befindet sich die Unterstützung für die Apple-Silicon-Plattform in unterschiedlichen Stadien. Während der M4-Chip derzeit noch nicht im offiziellen Mainline-Kernel integriert ist, gilt selbst die Unterstützung für die Vorgängergeneration M3 noch nicht als vollständig bereit für Endnutzer.

Ein wichtiger Baustein für die Funktionalität der NVMe-Patches sind zudem frühere Firmware-Anpassungen. Der Entwickler Sven Peter verwies in diesem Zusammenhang auf notwendige Fixes, die die strengeren Anforderungen von macOS 15 adressieren und als Voraussetzung für die aktuelle Treiberarbeit gelten.

Marktbeobachtungen und Lieferengpässe bei der M5-Generation

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Parallel zur Software-Entwicklung für den M4 rückt bereits die nächste Chip-Generation, der Apple M5, in den Fokus des Marktes. Aktuelle Spezifikationen weisen für den Standard-M5-Chip eine Konfiguration mit einer 10-Core-CPU, einer 10-Core-GPU sowie einer 16-Core Neural Engine aus.

Erste Software-Hersteller haben ihre Produkte bereits angepasst; so veröffentlichte Avid Mitte August eine neue Version von Pro Tools (2026.4.1), die explizit Unterstützung für M5-Macs bietet und Stabilitätsprobleme beim Systemstart sowie bei der Anpassung der Puffergröße behebt.

Allerdings wird die Markteinführung von Hardware mit M5-Chips durch erhebliche Lieferengpässe überschattet. Insbesondere Modelle des MacBook Air mit dem M5-Prozessor weisen derzeit lange Wartezeiten auf.

Während Standardkonfigurationen im Apple Online Store Lieferzeiten von zwei bis drei Wochen zeigen, verzögert sich die Auslieferung von Modellen mit 32 GB RAM auf vier bis fünf Wochen. Als Hauptursache gilt eine allgemeine Knappheit bei RAM-Bausteinen, die laut Branchenberichten bis über das Jahr 2027 hinaus anhalten könnte.

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Im Juni hatte Apple zudem den Preis für das M5 MacBook Air bereits um 200 US-Dollar angehoben. Aktuelle Rabattaktionen von US-Händlern wie Amazon und B&H senken den Preis für das 13-Zoll-Modell mit 24 GB RAM und 1 TB Speicher jedoch zeitweise um 150 US-Dollar auf 1.649 US-Dollar.

Leistungsanalysen der M4-Familie im professionellen Einsatz

Umfangreiche Tests der M4-Modelle verdeutlichen das Leistungsspektrum, aber auch die thermischen Grenzen der Architektur. Das MacBook Pro mit M4 Max und 128 GB Arbeitsspeicher erreichte in aktuellen Messungen beim Export von 8K ProRes RAW eine Bildrate von 59,92 fps bei einer Leistungsaufnahme von 58,3 Watt. Die GPU-Leistung stieg im Vergleich zum Vorgänger um 14,2 Prozent, während die NPU eine Performance von 38 TOPS aufweist.

Herausforderungen zeigen sich jedoch bei den High-End-Konfigurationen. Ein Test des Mac Studio mit M4 Ultra (192 GB) offenbarte eine um 42 Prozent erhöhte Latenz im Dual-Die-Betrieb. Zudem wurde eine thermische Drosselung registriert, sobald die Spannungswandler (VRM) eine Temperatur von 94,2 Grad Celsius erreichten.

Auch beim MacBook Pro 16 Zoll mit M4 Pro wurde nach einer dreistündigen Dauerlast eine thermische Drosselung festgestellt, die zu einer Erhöhung der Frame-Zeiten um 4,6 Prozent führte.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeigt sich die Effizienz der neuen Chips deutlich: Das Open-Weight-Modell LFM2.5-VL-3B von Liquid AI erreicht auf einem M5 Max eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 228 Token pro Sekunde, was die Leistungsfähigkeit der Apple-Architektur für lokale KI-Anwendungen unterstreicht.