Angesichts der neu entdeckten Spionagesoftware „ZeroDayRAT“ rückt Apples extremster Sicherheitsmodus für gefährdete Nutzer in den Fokus. Die mobile Sicherheitslandschaft wird derzeit von einer neuen, hochgefährlichen Spyware-Plattform erschüttert. Gleichzeitig zeigt ein aktueller FBI-Fall, wie effektiv Apples Abwehrmaßnahme sein kann.
ZeroDayRAT: Neue Spyware bedroht iPhones und Android-Geräte
Die Sicherheitsbranche warnt vor ZeroDayRAT, einer neu aufgetauchten Spionagesoftware, die sowohl iPhones als auch Android-Geräte kompromittieren kann. Die Plattform wird seit Anfang Februar 2026 in Kriminellenkreisen auf Plattformen wie Telegram angeboten und ermöglicht Angreifern die vollständige Fernsteuerung infizierter Geräte.
Laut Sicherheitsforschern kann die Spyware GPS-Standorte verfolgen, private Nachrichten mitlesen und sensible Daten stehlen. Sie soll auch gegen aktuelle Betriebssysteme wie iOS 26 wirksam sein. Die primäre Infektionsmethode sind Social-Engineering-Angriffe wie SMS-Phishing. Die Raffinesse der Plattform unterstreicht einen eskalierenden Wettlauf im Bereich mobiler Sicherheit.
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Lockdown Mode: Der extreme Schutzmodus für Hochrisiko-Nutzer
Als Reaktion auf solche Bedrohungen hat Apple bereits 2022 den Lockdown Mode eingeführt. Dieser optionale, aber extreme Sicherheitsmodus ist speziell für Nutzer konzipiert, die „ernsten, gezielten Bedrohungen“ ausgesetzt sind – etwa Journalisten, Aktivisten oder Regierungsmitarbeiter.
Der Modus schränkt die Gerätefunktionalität stark ein, um die Angriffsfläche für Spyware zu minimieren. Konkret blockiert er die meisten Nachrichtenanhänge, deaktiviert komplexe Webtechnologien und unterbindet eingehende Facetime-Anrufe von unbekannten Kontakten. Auch USB-Verbindungen sind bei gesperrtem Gerät blockiert.
So aktivieren Sie den Schutzmodus – und was er bedeutet
Die Aktivierung ist einfach, hat aber spürbare Konsequenzen für die Nutzung:
1. Öffnen Sie die Einstellungen.
2. Navigieren Sie zu Datenschutz & Sicherheit.
3. Tippen Sie unten auf Lockdown Mode.
4. Bestätigen Sie die Aktivierung mit Einschalten & Neustarten.
Nach dem Neustart ist der Modus aktiv – erkennbar an einem Banner im Safari-Browser. Wichtig: Er muss für jedes Apple-Gerät separat aktiviert werden, überträgt sich aber automatisch auf eine gekoppelte Apple Watch.
FBI scheitert an Apples Schutzschild: Praxistest bestanden
Die Wirksamkeit des Lockdown Mode ist nicht nur theoretisch. Im Januar 2026 scheiterte das US-Bundespolizeibüro FBI daran, Daten vom iPhone eines „Washington Post“-Reporters zu extrahieren – genau weil der Modus aktiviert war. Das Computer Analysis Response Team (CART) der Behörde konnte die Schutzmechanismen nicht umgehen.
Dieser Vorfall zeigt die Robustheit der Funktion, die Teil von Apples mehrschichtiger Sicherheitsstrategie ist. Erst kürzlich veröffentlichte das Unternehmen das dringende Update iOS 26.3, das 39 Sicherheitslücken schließt. Darunter war eine Zero-Day-Schwachstelle (CVE-2026-20700), die bereits aktiv ausgenutzt worden sein soll.
Spyware für alle: Warum der Schutz immer wichtiger wird
Die Verfügbarkeit von Spyware wie ZeroDayRAT auf dem freien Markt bedeutet eine Demokratisierung hoch entwickelter Cyberangriffswerkzeuge. Was früher Nationalstaaten vorbehalten war, steht nun einer breiteren Masse von Angreifern zur Verfügung.
Apple kündigte an, den Lockdown Mode kontinuierlich zu verbessern und lädt Sicherheitsforscher ein, über sein Bug-Bounty-Programm zur Weiterentwicklung beizutragen. Für die meisten Nutzer mag eine solche Bedrohung fern erscheinen. Für gefährdete Personen weltweit wird die Entscheidung für solche Schutzmaßnahmen jedoch zu einem immer relevanteren Aspekt ihrer digitalen Sicherheit.





