Der Logitech G309 Lightspeed ist der neue Preisbrecher im europischen Gaming-Markt. Ab sofort ist die Mittelklasse-Maus für rund 60 Prozent unter dem ursprünglichen Preis erhältlich – ein strategischer Schachzug, der die Budget-Sparte für kabellose Mäuse neu ordnen könnte.
Koordinierter Preissturz bei großen Händlern
Seit heute, dem 6. Februar 2026, haben große Einzelhändler in Deutschland und Großbritannien die Preise für die kabellose Gaming-Maus massiv gesenkt. Bei Amazon UK ist das Modell für nur noch 33 Pfund zu haben. In Deutschland zeigen Daten der Preisvergleichsplattform Idealo Preise ab 31,99 Euro an. Das ist ein drastischer Fall gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von 89,99 Euro bei Markteinführung Mitte 2024.
Auch der Elektronikriese MediaMarkt hat die Maus in seine aktuellen Aktionswochen aufgenommen, die am 2. Februar starteten. Die Kampagne läuft bis zum 28. Februar, doch die Lagerbestände könnten knapp werden. Die synchronisierten Rabatte in mehreren europäischen Ländern deuten auf eine koordinierte Aktion zur Bestandsreduzierung hin.
Technik-Flaggschiff zum Discount-Preis
Was bekommt der Gamer für rund 32 Euro? Erstaunlich viel. Der im Juli 2024 veröffentlichte G309 sollte eigentlich die Lücke zwischen der Einsteiger-Maus G305 und dem Profi-Modell G Pro X Superlight schließen. Zum neuen Preis wird er selbst zum Einsteiger-König.
Das Gerät verfügt über Logitechs Top-Sensor Hero 25K mit 25.600 DPI und die hauseigene Lightspeed-Funktechnologie für minimale Latenz. Einziger Wermutstropfen: Statt eines Akkus benötigt die Maus eine AA-Batterie, die für etwa 300 Stunden Spielbetrieb reicht. Mit dem optionalen PowerPlay-Ladesystem entfällt die Batterie, das Gewicht sinkt von 86 auf 68 Gramm.
„Bei 90 Euro hatte der G309 starke Konkurrenz von aufladbaren Modellen“, analysiert ein Branchenbeobachter. „Unter 40 Euro hingegen macht er der Konkurrenz von Razer oder SteelSeries das Leben schwer.“ Fachmedien wie RTINGS lobten stets die Verarbeitung und Sensorleistung. Der Batteriebetrieb fällt nun kaum noch ins Gewicht.
Strategisches Manöver mit Marktwirkung
Die Tiefstpreise sind mehr als eine saisonale Aktion. Sie deuten auf eine strategische Neuausrichtung von Logitech im Jahr 2026 hin. Durch die aggressive Preissenkung eines Modells aus der Mittelklasse setzt der Hersteller die Konkurrenz unter Druck. Gleichzeitig lenkt er die Kundschaft von älteren Modellen wie dem langjährigen „Budget-König“ G305 auf die neuere Technologie und das PowerPlay-Ökosystem um.
Die Timing-Frage ist brisant: Handelt es sich um eine Räumungsaktion nach den Feiertagen? Oder bereitet Logitech die Bühne für neue Hardware-Ankündigungen später im Jahr, für die Regalplatz geschaffen werden muss? Die Nachfrage in Foren und sozialen Medien ist bereits sprunghaft angestiegen. Gamer feiern die Möglichkeit, einen High-End-Sensor für unter 35 Euro zu ergattern.
Neue Maßstäbe für den Budget-Markt
Dieser Preissturz setzt einen neuen Benchmark für das, was Verbraucher 2026 von kabellosen Gaming-Peripheriegeräten erwarten können. Technologien, die früher Top-Modellen vorbehalten waren, sickern immer schneller in die Einsteigerklasse durch.
Bleibt der G309 dauerhaft in dieser Preisregion, könnte das eine Marktbereinigung erzwingen. Andere Hersteller müssten nachziehen. Für europäische Verbraucher bietet sich derzeit eine seltene Gelegenheit: Enthusiasten-Hardware zum Schnäppchenpreis – solange der Vorrat reicht. Die Entwicklung in den kommenden Wochen wird zeigen, ob hier ein neuer Standard gesetzt oder nur eine temporäre Anomalie geschaffen wurde.





