Der Markt für kabellose Gaming-Mäuse erlebt 2026 einen Innovationsschub. Während Logitech mit einem neuartigen Haptik-System die Spitze angreift, überschwemmen günstige High-Performance-Modelle aus Asien den Massenmarkt. Die Trends: immer leichter, schneller und für jeden Geldbeutel.
Haptische Schalter: Logitechs Revolution für E-Sportler
Logitech könnte mit seiner neuen PRO X2 SUPERSTRIKE die Technologie von Gaming-Mäusen neu definieren. Der Clou: Das Modell ersetzt mechanische Schalter durch ein Haptic Inductive Trigger System. Dies soll die Klick-Latenz um bis zu 30 Millisekunden reduzieren und ermöglicht es, den Druckpunkt und das haptische Feedback individuell anzupassen. Logitech spricht von der größten Neuerung seit Jahren. Ab dem 11. Februar 2026 ist die Maus für 180 Euro erhältlich.
Trotz der innovativen Technik im Inneren bleibt die SUPERSTRIKE mit 61 Gramm ein Leichtgewicht. Der neue HERO 2-Sensor erreicht bis zu 44.000 DPI, die drahtlose LIGHTSPEED-Verbindung unterstützt eine Polling-Rate von 8.000 Hz. Bis zu 90 Stunden Akkulaufzeit runden das Paket für ambitionierte Wettkampfspieler ab.
Globaler Kampf um jeden Preisbereich
Während Logitech die Premium-Klasse bedient, zielen andere Hersteller mit günstigen Modellen auf den Massenmarkt. Das zeigt die VXE Dragonfly R1S. Die 55-Gramm-Maus des ATK-Gear-Subrands kostet nur 19 Euro, bietet aber eine Tri-Mode-Verbindung und bis zu 150 Stunden Akkulaufzeit. Sie macht High-End-Features im Budget-Segment verfügbar.
Auch in Asien ist viel Bewegung: In China brachte Rapoo am 18. Januar das High-End-Modell VT3s Max Master Edition für umgerechnet 72 Euro auf den Markt. In Indien lancierte EvoFox gleich vier neue kabellose Mäuse, darunter das Einstiegsmodell Shadow X Pro für umgerechnet etwa 12 Euro. Die Botschaft ist klar: Solide Gaming-Performance muss nicht teuer sein.
Leichtbau mit High-Tech-Materialien
Das Rennen um das geringste Gewicht geht in eine neue Phase. Statt einfach Gehäuse zu durchlöchern, setzen Hersteller wie Corsair auf High-Tech-Materialien. Die auf der CES vorgestellten SABRE v2 PRO-Modelle wiegen 55 bzw. 56 Gramm – konstruiert aus Carbonfiber bzw. Magnesium. Diese Leichtbauweise bei hoher Stabilität ist für schnelle Shooter-Spiele entscheidend. Auch diese Mäuse unterstützen 8.000 Hz Polling und bieten bis zu 120 Stunden Akkulaufzeit.
Analyse: Der Markt spaltet sich
Die ersten Launchs des Jahres zeigen eine klare Strategie. Logitech verlagert mit den haptischen Schaltern das Innovationsfeld vom Sensor zum eigentlichen Klick-Mechanismus. Diese Fokussierung auf Latenz und individuelles Gefühl könnte Wettbewerber zwingen, nachzuziehen.
Gleichzeitig wird das „Ultra-Leichtbau-Rennen“ ausgefeilter. Die Integration von Premium-Materialien macht Mäuse unter 60 Gramm alltagstauglich. Die wahre Dynamik entfaltet sich jedoch im Mittel- und Niedrigpreissegment. Hersteller wie VXE oder EvoFox bieten Features, die vor kurzem noch der Oberklasse vorbehalten waren, zu Bruchteilen des Preises an. Die Folge: Die Latte für eine „gute“ Gaming-Maus liegt für alle Spieler höher.
Ausblick: Antworten der Konkurrenz erwartet
Logitechs Vorstoß wird 2026 sicherlich Reaktionen von Mitbewerbern wie Razer oder SteelSeries provozieren. Entweder entwickeln diese eigene Schalter-Technologien oder sie kontern mit noch höheren Polling-Raten oder extremeren Gewichtsreduktionen.
Die Flut an leistungsstarken Mäusen unter 100, teils sogar unter 50 Euro, wird zunehmen. Das zwingt etablierte Marken, ihre Premium-Angebote noch stärker zu differenzieren – durch exklusive Software, besondere Materialien oder Ergonomie. Eines ist sicher: Was diese frühen Modelle 2026 vorführen – 8K Polling, Gewichte unter 60 Gramm, fortschrittliche Konnektivität – wird zum neuen Standard im gesamten Markt werden.





