Gleich mehrere Anbieter haben Updates veröffentlicht, die sowohl die Software-Seite als auch die Hardware verbessern – mit einem überraschenden Fokus auf das Wohlbefinden der Vortragenden.
PowerToys 0.100: 20 Jahre und schlanker denn je
Microsoft feierte am 11. Juni das 20-jährige Jubiläum seiner PowerToys-Suite mit einem umfangreichen Update. Version 0.100 bringt eine komplett überarbeitete Shortcut-Übersicht mit. Per Tastenkombination (Win+Shift+#) öffnet sich eine kontextsensitive Seitenleiste, die alle verfügbaren Tastenkürzel des aktiven Programms anzeigt. Gerade für komplexe Anwendungen wie PowerPoint ein echter Gewinn.
Wer täglich mit Microsoft-Anwendungen arbeitet, kann durch die richtige Steuerung wertvolle Zeit gewinnen. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt die effizientesten Shortcuts für Word, Excel und PowerPoint, mit denen Sie deutlich schneller ans Ziel kommen. Die besten Office-Tastenkombinationen im kostenlosen PDF sichern
Die ebenfalls überarbeitete Befehlspalette bietet nun eine Erweiterungsgalerie für neue Funktionen und unterstützt Multi-Monitor-Docking-Konfigurationen. Technisch setzt die Suite nun auf .NET 10 – das Ergebnis: eine um 15 Prozent kleinere Installationsdatei und spürbar schnellere Startzeiten. Auch das PowerDisplay-Tool wurde optimiert und erkennt Monitore nun zuverlässiger.
Logitech Spotlight 2: Atemübungen gegen Lampenfieber
Pünktlich zum gleichen Datum brachte Logitech den Spotlight 2 auf den Markt – einen Präsentations-Remote für rund 120 Euro. Das Gerät arbeitet plattformübergreifend mit PowerPoint, Google Slides und Keynote.
Die Besonderheit: Der Remote integriert geführte Atemübungen. Über sanfte Vibrationen hilft das Gerät Vortragenden, vor oder während einer Rede zur Ruhe zu kommen. „Lampenfieber ist eines der größten Hindernisse für gute Präsentationen“, dürfte sich Logitech gedacht haben. Neben dieser Wohlfühl-Funktion bietet der Spotlight 2 druckempfindliche Steuerungen, digitale Hervorhebungen wie „Squarelight“, Vergrößerungsfunktionen und On-Screen-Anmerkungen. Die Reichweite beträgt rund 30 Meter, die Akkulaufzeit bis zu drei Monate – und nach nur einer Minute Ladezeit hält das Gerät drei Stunden durch.
Schneller arbeiten mit Ebenen und Offline-Modus
Für alle, die komplexe Folienstapel verwalten, gibt es gute Nachrichten von Drittanbietern. Das PPT Productivity Add-in bietet nun Ein-Klick-Funktionen für Ebenen: Mit Ctrl+Shift+[ wandern Objekte nach hinten, mit Ctrl+Shift+] nach vorne. Klingt banal, spart aber im Alltag enorm Zeit.
Neben praktischen Add-ins helfen vor allem professionelle Design-Vorlagen dabei, die Erstellung komplexer Folien massiv zu beschleunigen. Nutzen Sie diese 14 kostenlosen Business-Vorlagen für Zeitstrahlen, Agenden und Mindmaps, um Ihr nächstes Meeting ohne Designkenntnisse zum Erfolg zu machen. 14 professionelle PowerPoint-Vorlagen jetzt gratis herunterladen
Canva wiederum reagierte am 12. Juni auf ein häufiges Problem: instabile Internetverbindungen. Der neue Offline-Modus erlaubt es, Präsentationsprojekte bis zu 14 Tage ohne Netz zu bearbeiten. Änderungen werden lokal zwischengespeichert und synchronisieren sich automatisch, sobald die Verbindung wieder steht. Einzige Einschränkung: Komplexe Animationen und komplett neue Projekte erfordern weiterhin Online-Zugriff.
KI und immersive Zusammenarbeit
Am 13. Juni kündigte Microsoft eine grundlegende Überarbeitung der Copilot-Integration in Microsoft 365 an. Die visuellen KI-Funktionen von Microsoft Designer fließen nun direkt in Word und PowerPoint ein. Neue Modelle wie MAI-Image-2.5 ermöglichen schnellere kreative Workflows – ohne dass Markenrichtlinien und Governance-Standards vernachlässigt werden.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Unternehmensumgebungen wider. In einem Amsterdamer Innovationszentrum nutzen Cyviz und Microsoft die Immersive Suite mit PowerPoint als zentralem Werkzeug für die Echtzeit-Zusammenarbeit zwischen technischen Teams und Kunden aus der Energie- und Finanzbranche. Mehrere Stakeholder können gleichzeitig mit Daten und Präsentationsmaterialien interagieren – Entscheidungen fallen so deutlich schneller.
Lokale KI-Assistenten für den Desktop
Einen anderen Ansatz verfolgt Moonshot AI mit „Kimi Work“, gestartet am 12. Juni. Der Desktop-Agent für macOS und Windows nutzt einen „Agentenschwarm“ von bis zu 300 Unter-Agenten, um komplexe Aufgaben zu bewältigen. Das Tool steuert den Browser und führt lokale Dateien aus – ein Schritt hin zu leistungsstarken, lokal laufenden KI-Assistenten für professionelle Arbeitsabläufe.

