Logitech-Studie: 4,2 Milliarden Menschen haben wenig Kontrolle über Technik

Logitechs Befragung zeigt, dass viele Menschen Technik als Chance sehen, sich aber bei Systemausfällen belastet fühlen.

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Der Technologiekonzern Logitech hat die Ergebnisse seiner weltweiten Untersuchung mit dem Titel „Ctrl-Tomorrow“ vorgelegt. Die Erhebung, die von dem Beratungsunternehmen Burson von Mai bis Juni 2026 durchgeführt wurde, beleuchtet das Verhältnis der Menschen zu digitalen Werkzeugen und den Grad ihrer persönlichen Selbstbestimmung.

Wie aus einem Bericht auf logitech.com vom 06.10.2026 hervorgeht, nahmen an der Untersuchung in neun Ländern mehr als 9.400 Vertreter der Allgemeinbevölkerung sowie 1.350 IT-Entscheidungsträger teil. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei plus/minus 1,1 Prozent für die Allgemeinheit und bei plus/minus 2,7 Prozent für die Gruppe der IT-Verantwortlichen.

Hardware als zentraler Hebel für persönliche Souveränität

Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen den hohen Stellenwert, den Nutzer der Beherrschung von Technologie für ihren Alltag beimessen. Demnach gaben 77 Prozent der Befragten an, dass eine größere Kontrolle über Technik ihnen helfe, mehr aus dem Leben zu machen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, konkret 52 Prozent, gaben an, dank technischer Kontrolle bereits Ziele erreicht zu haben, die sie zuvor für unmöglich gehalten hatten.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die physische Ausstattung: Fast zwei von drei Befragten erklärten, sich im Umgang mit Hardware am stärksten in Kontrolle zu fühlen. Dieser Trend spiegelt sich auch im veränderten Nutzungsverhalten wider. Rund 42 Prozent der Teilnehmer nutzen heute physische Geräte stärker als noch vor fünf Jahren.

Hohe emotionale Belastung bei technischem Versagen

Gleichzeitig offenbart die Erhebung erhebliche emotionale Schattenseiten im digitalen Alltag. Das Gefühl, der Technik ausgeliefert zu sein, belastet viele Anwender nachhaltig. So berichteten 64 Prozent der Teilnehmer über Frust, Angst oder Ärger, wenn Systeme versagen. Bei 46 Prozent der Befragten löst das Scheitern von Technologien Gefühle wie Hilflosigkeit, Scham, Erschöpfung oder den Eindruck aus, im Vergleich zu anderen zurückzufallen.

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Trotz der Allgegenwart moderner Geräte befindet sich die Mehrheit der Nutzer in einer passiven Rolle. Lediglich 30 Prozent der Befragten attestieren sich selbst eine hohe Kontrolle über die genutzte Technik, und nur 10 Prozent gelten der Untersuchung zufolge als wirklich souverän. Den verbleibenden 70 Prozent, die über keine hohe Kontrolle verfügen, entsprechen auf globaler Ebene rechnerisch etwa 4,2 Milliarden Menschen.

Deutliche regionale Unterschiede beim Technologieoptimismus

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Weltweit betrachtet sehen 61 Prozent der Befragten Technik grundsätzlich als Instrument zur Förderung des eigenen Potenzials. Bei der regionalen Betrachtung zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede in der Einstellung der Bevölkerung.

Besonders optimistisch blicken Schwellen- und Wachstumsländer auf den technologischen Wandel: In China bewerten 80 Prozent und in Brasilien 78 Prozent der Befragten Technologie als Potenzialförderer. Deutlich verhaltener fällt die Stimmung in westlichen Industrienationen aus.

In Deutschland teilen 56 Prozent diese Einschätzung, knapp gefolgt von den USA mit 55 Prozent. In Frankreich liegt der Anteil derjenigen, die Technik als förderlich für das eigene Potenzial begreifen, mit 45 Prozent auf dem niedrigsten Wert unter den erfassten Märkten.