LPDDR6: CXMT schließt zu Samsung auf – 12.800 Mbps erreicht

CXMT fertigt LPDDR6 für Xiaomi, steigert den DRAM-Umsatzanteil auf 10 Prozent und meldet im ersten Halbjahr 2026 deutlich höhere Gewinne.

Der chinesische Speicherhersteller CXMT (ChangXin Memory Technologies) hat die Massenproduktion von LPDDR6-Speicherchips aufgenommen. Nach eigenen Angaben erreicht das Unternehmen damit Übertragungsraten von bis zu 12.800 Mbps und schließt technologisch zu führenden Herstellern wie Samsung und Micron auf. CXMT-Chef Zhao Lun erklärte, das Unternehmen verfüge nun über die Fähigkeit, mit führenden internationalen Herstellern gleichzuziehen.

Erstes Produkt steckt in Xiaomis Falt-Flaggschiff

Als erstes kommerzielles Produkt bringt CXMT ein 16GB-Paket im Xiaomi 18 Fold auf den Markt – laut Hersteller die weltweit erste kommerzielle Nutzung von LPDDR6 in einem Flaggschiff-Smartphone.

Das Xiaomi 18 Fold kommt in der Version mit 16GB Arbeitsspeicher und 1TB Speicherplatz in China in den Verkauf. Auch das Xiaomi Pad 9 ProMax wird als weiteres Erstgerät mit dem neuen CXMT-Speicher genannt.

Technisch basiert das Paket auf 16Gb-Einzel-Dies, ist JEDEC-konform und nutzt ein 1295-Ball-FBGA-Gehäuse. Die maximale Übertragungsrate liegt bei 12.800 Mbps, im Zusammenspiel mit dem verbauten Xiaomi-SoC läuft der Speicher jedoch mit 10.667 Mbps.

Laut CXMT bietet LPDDR6 gegenüber LPDDR5X (10.667 Mbps) eine um 60 Prozent höhere Bandbreite bei 20 Prozent geringerem Stromverbrauch. Zu den weiteren technischen Merkmalen zählen native 24-Bit-I/O mit zwei 12-Bit-Subkanälen, eine Dual-Rail-Spannungs- und Frequenzskalierung sowie On-Die-Fehlerkorrektur und Schutzmechanismen gegen sogenannte Row-Hammer-Angriffe.

Weiterhin Rückstand bei Prozesstechnik und Ausbeute

Trotz des technologischen Sprungs bestehen laut Branchenangaben weiterhin Unterschiede zu den Marktführern. CXMT fertigt im 15-16nm-Prozess, während Samsung und SK hynix bereits in der 10nm-Klasse produzieren – ein Rückstand von rund drei Jahren.

Auch bei der Ausbeute zeigt sich eine Lücke: Samsung und SK hynix erzielen demnach rund 2.000 Dies pro 300mm-Wafer, CXMT kommt auf 700 bis 800. Im direkten Wettbewerbsvergleich erreicht Samsungs LPDDR6 bis zu 14,4 Gbps, SK hynix fertigt seinen 1c-LPDDR6 (16Gb) bereits seit März 2026 mit einem Geschwindigkeitsplus von 33 Prozent gegenüber LPDDR5X und Raten ab 10,7 Gbps. Während CXMT bei LPDDR5X noch rund zwei Jahre hinter den Marktführern lag, erfolgt der LPDDR6-Start nun nahezu zeitgleich.

Wachsender Marktanteil und volle Auslastung

Laut Counterpoint Research erreichte CXMT im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 10 Prozent am weltweiten DRAM-Umsatz, nach 8 Prozent im ersten Quartal und 4 Prozent ein Jahr zuvor.

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CXMT hat die LPDDR6-Massenproduktion aufgenommen und liegt bei der Übertragungsrate mit Samsung und Micron auf Augenhöhe — bei 10 Prozent DRAM-Umsatzanteil und einer Auslastung von rund 95 Prozent. Wer seine Speicherbeschaffung für 2026 nicht neu bewertet, verliert den Preis- und Mengenvorteil an Wettbewerber, die bereits umstellen. Der kostenlose Report liefert die Lieferanten-Vergleichsmatrix und die Sourcing-Strategie für LPDDR6-Kapazität. Sourcing-Report jetzt anfordern

TrendForce beziffert den Anteil im zweiten Quartal 2026 auf 9,5 Prozent (Q1 2026: 7,6 Prozent) und sieht CXMT damit auf Rang vier hinter Samsung (39,4 Prozent), SK hynix (24,9 Prozent) und Micron (23,3 Prozent).

Bis Ende 2026 sollen drei 300mm-DRAM-Fabs mit je rund 100.000 Wafern pro Monat laufen, insgesamt also rund 300.000 Wafer monatlich. Die HBM-Produktion soll bis Ende 2026 rund 50.000 Wafer pro Monat erreichen.

Zwei neue Fabs in Shanghai und Hefei könnten den Gesamtoutput auf bis zu 600.000 Wafer monatlich steigern. Die bestehende Kapazität ist bis 2027 bereits ausgebucht, die Auslastung liegt bei rund 95 Prozent.

Apple prüft CXMT-Chips, offene Fragen zu US-Exportregeln

Nach Berichten des Wall Street Journal und der Financial Times testet Apple CXMT-Chips für iPhone, MacBook und iPad. Eine mögliche Belieferung würde jedoch eine Genehmigung des Weißen Hauses erfordern, da US-Exportregeln greifen. Der geschätzte Speicherbedarf Apples in China liegt bei rund 600 Millionen GB, ausgehend von rund 50 Millionen Geräten mit je 12GB.

CXMT selbst zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit globalen Top-Kunden und bezeichnet seine Produkte als wettbewerbsfähig bei Leistung, Qualität und Lieferzuverlässigkeit. Zu den bestehenden Kunden zählen unter anderem Alibaba Cloud, ByteDance, Tencent und Xiaomi.

Kräftiger Umsatz- und Gewinnsprung

Die Finanzzahlen für das erste Halbjahr 2026 unterstreichen den Aufschwung: CXMT erzielte einen Umsatz von 150,3 Milliarden Yuan (rund 22,4 Milliarden US-Dollar), ein Plus von 873,64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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US-Exportregeln machen chinesische Speicherlieferungen genehmigungspflichtig — selbst Apple braucht für CXMT-Chips eine Freigabe des Weißen Hauses. Wer heute einseitig auf einen Lieferanten setzt, trägt das volle Ausfallrisiko. Der kostenlose Report zeigt Ihnen die Compliance-Checkliste für US-Exportregeln und wie Sie Ihr DRAM-Portfolio gegen regulatorische Brüche absichern. Compliance-Checkliste jetzt sichern

Der Nettogewinn lag bei rund 77,6 Milliarden Yuan, nachdem im Vorjahreshalbjahr noch ein Verlust von rund 2,3 Milliarden Yuan verzeichnet wurde. Die Bruttomarge erreichte 84,84 Prozent, der operative Cashflow stieg auf 131,156 Milliarden Yuan (+2985,64 Prozent).

Die Sachanlagen beliefen sich auf 181,563 Milliarden Yuan, die Abschreibungen auf 14,51 Milliarden Yuan. Im zweiten Quartal 2026 verdoppelte sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorquartal auf 52,843 Milliarden Yuan. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird laut CXMT eine anhaltende globale DRAM-Angebotsknappheit erwartet.