LUCI Desktop: Memories.ai startet KI-Assistent mit lokaler Datenspeicherung

Memories.ai bringt LUCI Desktop heraus, während Good Systems Goodmeet als lokale Meeting-KI testet. Beide Anwendungen verarbeiten Daten mit Fokus auf Datenschutz.

Das Softwareunternehmen Memories.ai hat mit LUCI Desktop eine neue Anwendung vorgestellt, die als lokale Kontext-Ebene für KI-Agenten fungiert. Wie aus einem Medienbericht vom 23. September 2026 hervorgeht, zeichnet die Software Bildschirmaktivitäten vollständig auf dem Endgerät auf und wandelt diese in verwertbare Informationen für digitale Assistenten um. Der Fokus liegt dabei auf einer strikten On-Device-Verarbeitung, um die Privatsphäre der Nutzer zu wahren.

Lokale Aufzeichnung und technologische Umsetzung

LUCI Desktop ist über eine dedizierte Webseite kostenlos verfügbar und ermöglicht die Anbindung an KI-Agenten über ein lokales Model Context Protocol (MCP), ohne dass ein externer API-Zugang erforderlich ist.

Ein technisches Merkmal der Anwendung ist die Nutzung von On-Device-KI-Beschleunigern anstelle der Hauptprozessor-Einheit (CPU). Dies erlaube laut Unternehmensangaben eine kontinuierliche Aufzeichnung bei minimaler Belastung der Batterielaufzeit.

Die Verarbeitung der Daten erfolgt vollständig lokal. Dazu gehört auch die Transkription von Meetings sowie die Indexierung und verschlüsselte Speicherung der Informationen. Der Zugriff auf diese Daten bleibt ausschließlich den eigenen Agenten des Nutzers vorbehalten.

Um sensible Informationen zu schützen, schließt die Software Passwort-Manager und Banking-Programme standardmäßig von der Erfassung aus. Zudem werden Passwörter innerhalb der Aufzeichnungen automatisch redigiert.

Gründer Shawn Shen betonte, dass die Realisierung einer einhundertprozentig lokalen Verarbeitung den schwierigsten Teil der Entwicklungsarbeit dargestellt habe. Das Projekt sei in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hardware-Partnern umgesetzt worden.

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Good Systems ergänzt Portfolio um Goodmeet-Beta

Parallel zu den Entwicklungen bei Memories.ai gibt es Neuerungen bei Good Systems, dem Mutterkonzern von Goodnotes. Wie am 23. September 2026 berichtet wurde, startet das Unternehmen nach einer internen Umstrukturierung die Beta-Phase von Goodmeet. Dabei handelt es sich um ein KI-basiertes Werkzeug für Meeting-Notizen, das Transkriptionen und Zusammenfassungen ebenfalls lokal durchführt.

Goodmeet ist kompatibel mit gängigen Plattformen wie Zoom, Google Meet und Microsoft Teams, kann aber auch für Präsenzgespräche genutzt werden. Die aktuelle Beta-Version ist kostenlos und unterstützt derzeit die englische Sprache.

Die technische Basis bilden Macs mit Apple-Silicon-Prozessoren der M- und A-Serie. Eine Unterstützung für Intel-basierte Macs oder Windows-Systeme besteht momentan nicht, eine Erweiterung auf Desktop-, Laptop- und Mobilgeräte ist jedoch geplant.

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Sicherheitsarchitektur und Konzernstruktur

Die Sicherheitsstrategie von Goodmeet basiert auf einer Kombination aus lokaler Verarbeitung auf dem Mac und der Nutzung von Confidential Computing für Cloud-basierte Aufgaben. Beim Teilen oder Synchronisieren von Daten greift eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Product Manager Gabriel Jourdan erklärte dazu, dass die Verschlüsselung so konzipiert sei, dass selbst die eigenen Ingenieure keinen Einblick in die Notizen der Nutzer hätten.

Gründer Steven Chan differenzierte die Einsatzgebiete der Konzernprodukte dahingehend, dass Goodnotes für die schriftlichen Aufzeichnungen der Menschen gedacht sei, während Goodmeet die gesprochenen Inhalte verarbeite. Mit dem Konzernumbau bündelt Good Systems nun beide Anwendungen unter einem gemeinsamen Dach, um die Synergien im Bereich der digitalen Produktivität zu nutzen.