Hersteller bringen gleich mehrere Innovationen auf den Markt.
CPS erweitert Angebot für KI-Workstations
Der japanische Hersteller CPS steigt noch im Juli in den Markt für KI-Workstation-Kühlungen ein. Am 24. Juli 2026 erscheint eine neue Produktlinie mit den Modellen TR620M X, TS700D und den LR-Serien-Flüssigkühlern. Die Preise liegen zwischen umgerechnet rund 65 Euro für Einstiegsmodelle und etwa 330 Euro für das Spitzenmodell LR480S. Die Kühler unterstützen sowohl Intel- als auch AMD-Sockel.
Bereits eine Woche früher, am 17. Juli, bringt CPS die DA-V2-Serie auf den Markt. Diese Einsteiger-Wasserkühler verfügen über adressierbare RGB-Beleuchtung und ein vereinfachtes Ein-Kabel-Design. Die 240-mm- und 360-mm-Varianten kosten etwa 57 Euro beziehungsweise 69 Euro. Auffällig: Immer mehr Kühler integrieren hochauflösende LCD-Bildschirme und spezielle Beleuchtung – ein klares Signal, dass Hersteller gezielt Entwickler und Kreativschaffende ansprechen wollen.
Lüfterlose Kühlung für mobile KI-Geräte
Einen radikal anderen Weg gehen Lenovo und das US-Startup Frore Systems. Ihre Partnerschaft, die Ende Mai 2026 bekannt gegeben wurde, zielt auf den Einbau des AirJet Mini G2-Chips ab. Dieser arbeitet komplett ohne bewegliche Teile und misst gerade einmal 27 mal 41,5 mal 2,65 Millimeter.
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Trotz seiner Winzigkeit kann der AirJet Mini G2 bis zu 7,5 Watt Abwärme abführen – bei einer Geräuschkulisse von nur 21 Dezibel. Das entspricht etwa dem Flüstern in einer Bibliothek. Die Technologie soll dünnere Gehäuse ermöglichen und verhindern, dass die Rechenleistung bei längerer KI-Nutzung durch Überhitzung gedrosselt wird. Ein Problem, das viele aktuelle Hochleistungs-Notebooks plagt.
AMD Ryzen AI Halo: Leistung um den Preis hoher Abwärme
Der Treiber für diese Kühlinnovationen ist die neue Generation lokaler KI-Hardware. Das AMD Ryzen AI Halo System kommt am 10. Juli 2026 in den Handel – zu einem Preis von umgerechnet rund 3.700 Euro. Der Mini-Workstation nutzt den Ryzen AI Max+ 395 Prozessor mit 16 Zen-5-Kernen und 128 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Die Maschine ist dafür ausgelegt, große Sprachmodelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern lokal auszuführen – ohne Cloud-Anbindung. In Tests liefert das Halo-System zwar vergleichbare Ergebnisse wie die Konkurrenz, etwa das NVIDIA DGX Spark. Doch der Stromverbrauch ist deutlich höher: 196 Watt unter Volllast stehen 109 Watt beim Wettbewerber gegenüber. Das erklärt, warum eine leistungsfähige Kühlung hier nicht optional, sondern existenziell ist.
Der AirJet Mini G2 arbeitet ohne bewegliche Teile und verhindert Drosselung durch Überhitzung – ideal für leise Arbeitsumgebungen. Erfahren Sie im Report, wie Sie ihn in Ihre Workstation integrieren. AirJet-Guide jetzt sichern
GMKtec drängt in den Markt
Auch andere Hersteller wittern ihre Chance. Der chinesische Anbieter GMKtec hat am heutigen Mittwoch seine EVO-X3 AI Workstation weltweit auf den Markt gebracht. Auch sie setzt auf den Ryzen AI Max+ 395 und unterstützt bis zu 128 Gigabyte integrierten Speicher. Das Gerät zeigt: Der Trend zu kompakten, aber extrem leistungsfähigen KI-Computern ist ungebrochen. Und mit ihm die Nachfrage nach Kühllösungen, die mit dieser Leistungsdichte Schritt halten können.

