Das LXQt-Projekt hat am 5. November 2026 die Veröffentlichung von LXQt 2.5.0 bekannt gegeben. Die neue Ausgabe der ressourcenschonenden Desktop-Umgebung setzt nun mindestens Qt in Version 6.10.0 voraus und markiert einen bedeutenden Entwicklungsschritt bei der Trennung von historischen Altlasten.
Mit der Entfernung der Komponente menu-cache entfällt die letzte verbliebene Abhängigkeit zum Vorgängerprojekt LXDE. Die Verwaltung der Desktop-Menüs wird künftig vollständig von der Bibliothek LibFM-Qt übernommen.
Neuerungen bei Dateiverwaltung und Terminal
Der integrierte Dateimanager PCManFM-Qt erhält mit dem Update mehrere funktionale Anpassungen. Eine inkrementelle Suchfunktion steht nun optional zur Verfügung, bleibt standardmäßig jedoch deaktiviert.
Nutzer können laufende Suchvorgänge über die Statusleiste abbrechen, ohne dass bereits gefundene Treffer verloren gehen. Das Projekt begründete die Einschränkung der inkrementellen Suche darauf, dass ein allgemeiner Einsatz mehr Rechenleistung ohne praktischen Nutzen beanspruche.
Zudem lässt sich das Caching von Hintergrundbildern in den Desktop-Einstellungen abschalten, um die Anzeige in Originalqualität zu ermöglichen. Ein seltener Fehler mit Geistereinträgen im Verzeichnisbaum wurde behoben und die Kopfzeile der Detailansicht fixiert.
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Umfangreiche Neuerungen gibt es auch bei QTerminal und der zugrundeliegenden Bibliothek QTermWidget. Die Terminal-Umgebung bietet neue Modi für Hintergrundbilder, eine optionale visuelle Glocke sowie eine Bereichsauswahl per Shift-Klick. Anwender können das jeweils aktive Subterminal maximieren und zusätzliche Optionen für OSC-8-Links nutzen.
Bei Prozessfehlern erfolgt eine Warnung inklusive der Möglichkeit, den Terminal-Verlauf abzuspeichern. Ist ein Fenster minimiert, sorgt eine stille Benachrichtigung für Hinweise bei gestoppter Ausgabe. Ergänzend wurden Verbesserungen an der D-Bus-Schnittstelle vorgenommen.
Anpassungen der Leiste und Ausblick auf Fehlerbehebung
Im LXQt-Panel berücksichtigt das Netzwerk-Überwachungsmodul nun die vorgegebene Symbolgröße, zudem lassen sich Systemsymbole priorisieren. Das Plugin für benutzerdefinierte Befehle verfügt über eine einstellbare Mindestbreite, während der Tooltip für die Hintergrundbeleuchtung nun den aktuellen Helligkeitswert darstellt.
Weiterhin wurden die D-Bus-Task-Befehle im Zusammenspiel mit sich automatisch ausblendenden Panels überarbeitet und die Schließen-Schaltfläche als Standardaktion in Plugin-Dialogen festgelegt.
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Eine Korrektur betrifft zudem das Auslesen von Helligkeitswerten auf Systemen mit AMD-Grafikprozessoren. Im Audio-Mischpult pavucontrol-qt wurde darüber hinaus eine Auswahl für Bluetooth-Codecs direkt in die Benutzeroberfläche integriert.
Neben den funktionellen Erweiterungen muss das LXQt-Projekt kurzfristig auf externe Änderungen reagieren. Durch die Veröffentlichung von libkscreen 6.8 wurde die Unterstützung für das X11-Fenstersystem entfernt, was die Monitor-Einstellungen von LXQt unter X11 beeinträchtigt.
Die Entwickler planen eine Fehlerbehebung über direkte X11-Funktionen und kündigten hierfür ein separates Wartungs-Release an. Für reguläre Anwender von Distributionen wie Lubuntu wird die Integration von LXQt 2.5.0 für die Version 27.04 in rund fünf Monaten erwartet.

