M4 Max: Apples Chip ist 28% schneller – aber nur für Profis

Der Apple M4 Max überzeugt in Benchmarks und Profi-Anwendungen, bleibt aber für Durchschnittsnutzer oft überdimensioniert.

Seit Ende 2024 zeigen Tests und Benchmarks, dass der Chip vor allem bei anspruchsvollen Aufgaben wie Rendering, KI-Entwicklung und Videobearbeitung seine Stärken ausspielt. Für den Durchschnittsnutzer bleibt das Upgrade dagegen oft übertrieben.

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Benchmark-Siege mit klaren Abständen

Die technischen Tests sprechen eine deutliche Sprache: Der M4 Max ist zwischen 20 und 28 Prozent schneller als sein Vorgänger, der M3 Max. Besonders eindrucksvoll fällt der Vergleich im Cinebench 2024 GPU-Test aus. Hier erreicht der M4 Max einen Wert von 16.409 Punkten – und lässt damit sowohl den M4 Pro (9.282 Punkte) als auch den M3 Max (12.977 Punkte) deutlich hinter sich.

Auch bei der Mehrkernleistung zeigt sich der Fortschritt. Interessantes Detail: Der M4 Pro mit 14 CPU-Kernen übertrifft den 16-Kern-M3 Max in Mehrkernaufgaben sogar um rund fünf Prozent. Im Geekbench 6 Metal-Test legt der Standard-M4-Chip um 22 Prozent gegenüber dem M3 zu und erreicht 58.059 Punkte.

Wo der Chip zur Profi-Waffe wird

Die eigentliche Stärke des M4 Max zeigt sich erst in spezifischen Arbeitsumgebungen. In der KI-Entwicklung etwa: Beim Feintuning lokaler großer Sprachmodelle (Llama 3-70B) verarbeitet der Chip 14,3 Tokens pro Sekunde – ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem M3 Max.

In der Architektur und im Ingenieurwesen liefert der M4 Max bei BIM-Renderings mit Archicad 27 stabile 28 Bilder pro Sekunde. Das ist exakt das Doppelte der Vorleistung. Auch Videoproduzenten profitieren: Für HDR-Mastering in DaVinci Resolve schafft der Chip 16 OpenFX-Layer. Beim 4K-Export in Premiere Pro benötigt er nur 1 Minute und 18 Sekunden – der M3 Max braucht 1:30 Minuten, der M4 Pro sogar 2:13 Minuten.

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Softwareentwickler sehen ebenfalls Vorteile: Xcode-Kompilierungen sind mit 217 Sekunden erledigt, der M3 Pro benötigt dafür 263 Sekunden.

Doch die Rechnung hat einen Haken: Unter Volllast hält der Akku des 14-Zoll-Modells nur rund 5 Stunden und 17 Minuten. Zum Vergleich: Der Standard-M4-Chip kommt bei moderater Nutzung auf über 12 Stunden.

Preise und Marktposition im Juni 2026

Die Preislandschaft der M4-Serie zeigt deutliche Unterschiede. Das 16-Zoll-MacBook Pro mit M4 Max startet bei rund 6.200 Euro. Spezielle Konfigurationen – etwa das 14-Zoll-Modell mit 128 GB RAM und 8 TB SSD – wurden auf internationalen Märkten für umgerechnet etwa 6.700 Euro gesichtet.

Günstigere Modelle sind aktuell im Preis gefallen. Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M4 Pro (14-Core-CPU, 20-Core-GPU, 24 GB RAM) kostet rund 1.950 Euro – ein Rabatt von 13 Prozent. Das Basismodell mit M4-Chip liegt bei etwa 1.490 Euro.

Im Desktop-Bereich startet das Mac Studio mit M4 Max bei rund 1.860 Euro. Ein Vergleich zum M3 Ultra zeigt: Der M4 Max ist bei Single-Core-Aufgaben etwa 20 Prozent schneller, der ältere Ultra-Chip liegt bei Mehrkernoperationen aber noch rund zehn Prozent vorn und bietet die doppelte Grafikleistung. DRAM-Engpässe begrenzen die Mac-Studio-Konfigurationen derzeit auf maximal 96 GB RAM. Die nächste Hardware-Generation wird für Oktober 2026 erwartet.

Blick nach vorn: M5 setzt andere Schwerpunkte

Tests aus dem Jahr 2025 deuten bereits auf die nächste Chip-Generation hin. Der M5 setzt offenbar verstärkt auf die Neural Processing Unit (NPU). Während die CPU-Leistung nur um 8 bis 16 Prozent zulegt, haben sich die SSD-Geschwindigkeiten auf über 7.000 MB/s nahezu verdoppelt. Besonders bei NPU-lastigen Aufgaben wie Transkription und KI-gestützter Hochskalierung zeigt der M5 deutliche Verbesserungen gegenüber der M4-Serie.