Der Konzern setzt beim M5-Chip erstmals auf eine hochmoderne Verbindungstechnik aus dem Server-Bereich. Gleichzeitig stellt das Unternehmen seine Prozessor-Roadmap grundlegend um – mit weitreichenden Folgen für künftige MacBook- und iPad-Modelle.
M5 Pro: Technik aus der Zukunft
Technische Analysen des M5 Pro-Chips (Codename APL1X15) aus einem 14-Zoll MacBook Pro zeigen: Apple hat die TSMC SoIC-X Face-to-Face-Hybrid-Bonding-Technologie implementiert. Das berichten die Experten von TechInsights Ende Juni 2026. Es ist das erste Mal, dass diese Fertigungstechnik in einem Consumer-Produkt zum Einsatz kommt.
Die Architektur setzt auf CPU- und GPU-Chiplets auf einem Silizium-Interposer. Durch das sogenannte „bumpless Hybrid Bonding“ erhöht Apple die Verbindungsdichte und senkt gleichzeitig die Verlustleistung. Der Schritt ist notwendig, weil traditionelle Skalierungseffekte bei Halbleitern zunehmend an ihre Grenzen stoßen.
Neuer Zeitplan: Apple überspringt M6 Pro und M6 Max
Branchenkreisen zufolge plant Apple eine grundlegende Neuordnung seiner Chip-Generationen. Der Konzern soll die M6 Pro- und M6 Max-Varianten komplett auslassen. Stattdessen ist für Ende 2026 ein Standard-M6-Chip vorgesehen – mit rund 200 GB/s Bandbreite, einer 12-Kern-GPU und einer verbesserten Neural Engine.
Die M7-Chip-Familie soll dann in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen. Erwartet werden ein überarbeitetes 14-Zoll MacBook Pro und aktualisierte iPad Pro-Modelle. Bloomberg zufolge könnten diese Geräte erstmals eine Vapor-Chamber-Kühlung nutzen, um die höhere Wärmeentwicklung in den Griff zu bekommen. Die Speicherbandbreite des M7 soll bis zu 56 Prozent über der M5-Serie liegen.
Mac Studio: M5 kommt im Herbst, M7 Ultra für 2028
Für den High-End-Desktop-Bereich ist ein M5 Mac Studio für Herbst 2026 vorgesehen. Eine M5 Ultra-Variante mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen könnte noch Ende des Jahres folgen. Der große Sprung ist jedoch für 2028 geplant: Dann soll der M7 Ultra mit über 500 TOPS Neural Engine-Leistung erscheinen – und erstmals Thunderbolt 6 sowie Wi-Fi 7 unterstützen.
Mobiler Vorstoß: A20 Pro als erster 2nm-Chip
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Im Smartphone-Segment hat Apple mit dem M4-Chip bereits eine neue Messlatte gelegt. Das iPad Air M4 ist eigenen Angaben zufolge 30 Prozent schneller als sein M3-Vorgänger und verfügt über 12 GB RAM.
Der nächste große Schritt steht mit dem A20 Pro bevor. Er soll Apples erster 2nm-Prozessor von TSMC werden und im iPhone 18 Pro zum Einsatz kommen. Erwartet werden ein eigener C2-5G-Chip und eine Neural Engine mit über 35 TOPS. Bereits im März 2026 hatte Apple mit dem iPhone 17e ein neues Einstiegsmodell mit A19-Chip und 48-Megapixel-Kamera vorgestellt.
OLED MacBook Pro mit 5G in der Pipeline
Für das Profi-Notebook-Segment zeichnet sich eine weitere Neuerung ab: Ein OLED MacBook Pro mit optionalem 5G-Modem befindet sich Berichten zufolge in Entwicklung. Die Markteinführung wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Angetrieben werden soll es von M5 Pro- und M5 Max-Chips.
Software-Offensive: Creator Studio startet
Am 1. Juli 2026 brachte Apple einen neuen Creator Studio-Abonnementdienst an den Start. Das Bundle umfasst Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro. Integriert sind mehrere KI-Funktionen: automatische Untertitelung, Edit-Erkennung und KI-gestützte Bildgenerierung. Logic Pro wurde zudem um Chord ID und Producer Project-Funktionen erweitert.
Preise und Verfügbarkeit
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Im Handel zeichnen sich erste Preissenkungen ab. Das 13-Zoll MacBook Air M5 mit 1 TB Speicher ist seit dem 30. Juni 2026 auf Amazon für 1.149 Euro deutlich reduziert. Auch Zubehör wie das Satechi USB4 NVME SSD-Gehäuse für das Mac Mini M4 wird aktuell vergünstigt angeboten.
Parallel zu diesen technologischen Entwicklungen führt Apple offenbar Gespräche mit der US-Regierung über Importregelungen. Der Konzern bemüht sich um Genehmigungen für die Einfuhr von in China gefertigten RAM-Bausteinen – ein wichtiger Schritt, um die Lieferkette für die kommenden Hardware-Neuheiten zu sichern.

