M5-Chip: Apple überspringt M6 und konzentriert sich auf KI

Apples M5-Chip liefert Benchmark-Rekorde, während der Konzern die M6-Serie überspringt und sich auf KI-Prozessoren konzentriert.

Apples neuer M5-Chip liefert atemberaubende Benchmark-Ergebnisse und zwingt den Konzern zu einer radikalen Strategieänderung.

Die neuesten Leistungstests der MacBook-Pro-Modelle mit M5-Prozessor zeigen beeindruckende Werte: In Geekbench 6 erreicht der Chip zwischen 4.200 und 4.220 Punkte im Single-Core-Test. Das bedeutet einen Sprung von 10 bis 18 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration M4, die bei rund 3.700 Punkten lag.

Besonders deutlich wird der Abstand zu Intels Prozessoren. Ein 2020er iMac mit Intel i7 schafft gerade einmal 1.650 Punkte – der M5 ist mehr als doppelt so schnell. Gegenüber älteren Mac-Pro-Systemen mit Intel Xeon (etwa 1.250 Punkte) liegt der neue Chip sogar 3,4-fach vorn.

Superkerne und KI-Beschleuniger

Die enorme Leistungssteigerung verdankt sich mehreren Neuerungen: Apple verbaut erstmals sogenannte „Super Cores“, spezialisierte neuronale Beschleuniger und Raytracing in dritter Generation. Während die Varianten M5 Pro und Max bereits seit März 2026 erhältlich sind, erwarten Experten den M5 Ultra noch in diesem Jahr – für High-End-Geräte wie das Mac Studio.

Apple überspringt M6 – Fokus auf KI

Doch der Konzern denkt bereits weiter – und zwar radikal. Branchenkreisen zufolge wird Apple die Pro-, Max- und Ultra-Varianten des M6 komplett auslassen. Stattdessen soll nur eine Basisversion des M6 Ende 2026 im 14-Zoll-MacBook Pro debütieren. Die gesamte Entwicklungsarbeit konzentriert sich auf die KI-zentrierte M7-Familie.

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Der Zeitplan ist ambitioniert: Die M7-Architektur startet in der ersten Jahreshälfte 2027, Pro- und Max-Varianten folgen in der zweiten Jahreshälfte. Ein M7 Ultra ist für 2028 geplant und soll bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher unterstützen. Noch weiter in die Zukunft blickt der M8-Chip mit dem Codenamen „Soko“ – er wird auf einem 1,4-Nanometer-Verfahren basieren und ebenfalls 2028 erwartet.

Die Folge: Zwischen M5 Pro/Max und ihren M7-Nachfolgern liegen schätzungsweise nur 20 Monate.

macOS Golden Gate: Schluss mit Intel

Parallel zur Hardware-Offensive zieht Apple auch bei der Software die Reißleine. Die öffentliche Beta von macOS 27 mit dem Namen „Golden Gate“ ist seit dem 13. Juli 2026 verfügbar. Das Betriebssystem läuft ausschließlich auf Apple Silicon (M1 bis M5) und dem neuen MacBook Neo – Intel-Macs werden nicht mehr unterstützt.

Zu den Neuerungen zählen „Liquid Glass“-Design-Elemente mit einem Transparenz-Regler für die Bedienoberfläche. Die größten Verbesserungen betreffen die neue Spotlight-Suche, die dank überarbeiteter Indexierung deutlich schneller arbeitet, sowie KI-Funktionen für Siri auf Basis von Apples Foundation Models.

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Die gesamte Mac-Familie im Überblick

Apples Hardware-Portfolio deckt mittlerweile alle Preisklassen ab:

  • MacBook Air M5: Ab 1.099 Euro (512 GB SSD, Wi-Fi 7, Bluetooth 6)
  • MacBook Neo: Einstiegsmodell ab 599 Euro mit A18 Pro und 8 GB RAM
  • Mac mini: Mit M5 und M5 Pro erhältlich
  • Mac Studio: Noch mit M4 Max und M3 Ultra

Für professionelle Anwender bieten sich die neuen M5-Pro-Konfigurationen besonders an: Sie liefern deutliche Single-Core-Verbesserungen gegenüber früheren Workstation-Klassen – und das zu einem Preis, der die Konkurrenz alt aussehen lässt.