M5 Mac mini: Lieferengpässe vor WWDC-Enthüllung

Der M4 Mac mini ist kaum noch erhältlich, während Apple die Vorbereitungen für das leistungsstärkere M5-Modell abschließt.

Apples kompakter Desktop wird zunehmend zur Mangelware.

RAM-Krise bremst Apple aus

Die Basisversion des M4 Mac mini für 549 Euro ist auf Apples offizieller Website als „nicht verfügbar“ gelistet. Auch Konfigurationen mit 64 Gigabyte Arbeitsspeicher sind vielerorts vergriffen. Die Lieferzeiten für individuelle Konfigurationen liegen zwischen fünf und zwölf Wochen. Händler wie Amazon und MediaMarkt melden ähnlich niedrige Bestände.

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Hauptgrund ist eine branchenweite Knappheit bei Arbeitsspeicher-Chips. Der Boom generativer KI-Tools wie OpenClaw treibt die Nachfrage nach leistungsstarken RAM-Modulen in die Höhe. Nutzer greifen vermehrt zu höherwertigen Speicherkonfigurationen, die sich aktuell nur schwer in ausreichender Stückzahl produzieren lassen.

Auf Gebrauchtplattformen wie eBay erzielen gebrauchte Modelle inzwischen Preise, die mehrere hundert Euro über dem ursprünglichen Neupreis liegen – ein klares Zeichen für die akute Knappheit.

M5-Chip: Deutliche Leistungssprünge erwartet

Durchgesickerte Spezifikationen deuten auf einen massiven Leistungssprung hin. Der Standard-M5-Chip soll bei der Mehrkern-CPU-Leistung um 14 bis 22 Prozent zulegen. Noch deutlicher fällt der erwartete Sprung bei der Grafikleistung aus: Hier werden bis zu 45 Prozent mehr Performance prognostiziert.

Das Gehäuse bleibt mit 12,7 mal 12,7 Zentimetern unverändert. Im Inneren werkelt jedoch eine völlig neue Architektur. Den größten Fortschritt verspricht die Neural Engine: Sie soll 3,5-mal schneller arbeiten als ihr Vorgänger – speziell optimiert für KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät.

Der M5 Pro setzt noch einen drauf: eine Dual-Die-Architektur mit bis zu 18 Kernen. Thunderbolt 5, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 sollen die Konnektivität auf den neuesten Stand bringen. Der Arbeitsspeicher startet beim M5 bei 16 Gigabyte, der M5 Pro bietet bis zu 64 Gigabyte. Die Preise sollen bei 649 Euro für das Einstiegsmodell beginnen, die Pro-Version könnte bei rund 1.299 Euro starten.

MacBook Neo: Erfolgsgeschichte mit Lieferproblemen

Erst im März 2026 brachte Apple das MacBook Neo für 549 Euro auf den Markt. Mit A18 Pro-Chip, recyceltem Titan und modularem Gehäuse ist es als günstiger Einstieg in das Apple-Ökosystem konzipiert. CEO Tim Cook bezeichnete die Verkaufsstartwoche als die erfolgreichste Phase für Neukundengewinnung in der Unternehmensgeschichte.

Doch auch das MacBook Neo leidet unter den Lieferengpässen. Aktuell ist das Gerät voraussichtlich bis Mitte Mai ausverkauft. Das Gerät steht für eine Strategie unter dem designierten Nachfolger John Ternus, der am 1. September 2026 den CEO-Posten übernimmt. Ternus setzt offenbar auf schmalere Margen, um durch günstigere Hardware eine breitere Nutzerbasis aufzubauen.

macOS 26: Das Ende der Intel-Ära

Mit macOS 26, Codenamen Tahoe, endet eine Ära: Es wird die letzte Version sein, die Intel-basierte Macs unterstützt – darunter das 2019er Mac Pro und der 27-Zoll-iMac von 2020. Der Nachfolger macOS 27 läuft dann ausschließlich auf Apple Silicon und den A-Series-Chips des MacBook Neo.

Intel-Systeme erhalten noch mehrere Jahre Sicherheitsupdates. Die Übersetzungsschicht Rosetta 2, die Intel-Apps auf modernen Chips lauffähig macht, soll jedoch in macOS 27 oder 28 entfallen. Ab September 2026 verschärft Apple zudem die Sicherheitsstandards: TLS 1.2 und die vollständige App Transport Security werden dann Pflicht.

Ausblick: WWDC als Wendepunkt

Die Branche blickt gespannt auf die WWDC im Juni 2026. Dort wird Apple voraussichtlich die M5-Serie offiziell vorstellen und Details zur KI-Integration liefern. Bis dahin müssen sich Interessenten für den Mac mini gedulden.

Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Neuvorstellungen geplant: ein überarbeitetes M6 MacBook Pro mit möglichem OLED-Display und schlankerem Gehäuse, eine neue Apple TV 4K mit A18-Chip sowie das iPhone Fold im September. All dies geschieht vor dem Hintergrund des anstehenden Führungswechsels – John Ternus übernimmt das Steuer und leitet eine neue Ära bei Apple ein.