Die ersten Tests der M5-Serie sind da – und sie zeigen einen klaren Fokus auf künstliche Intelligenz und blitzschnelle Datendurchsätze. Während das Gehäuse der neuen MacBook-Pro-Modelle dem Design von Ende 2021 treu bleibt, hat sich unter der Haube einiges getan. Die M5 Pro und M5 Max Chips markieren einen deutlichen Sprung gegenüber der M4-Generation, insbesondere bei Speicherbandbreite und SSD-Geschwindigkeit.
Neue Modellhierarchie: Vom Neo bis zum Ultra
Apple hat sein MacBook-Portfolio im Frühjahr 2026 grundlegend neu strukturiert. Vom günstigen Einstiegsmodell „Neo“ bis zur High-End-Pro-Serie spannt sich ein weiter Bogen – und ein „Ultra“-Modell soll im kommenden Jahr folgen. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, eine breitere Käuferschicht anzusprechen: vom preisbewussten Studenten bis zum Kreativprofi, der Spitzenleistungen bei KI und Grafik benötigt.
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M5-Architektur: Mehr Kerne, mehr Tempo
Die technischen Reviews heben die M5 Pro und M5 Max als Hauptprofiteure der jüngsten Apple-Silicon-Entwicklung hervor. Der M5 Pro kommt nun mit einem 15-Kern-CPU, drei Kerne mehr als der M4 Pro. Benchmark-Tests zeigen: Der Standard-M5 ist rund 20 Prozent schneller als sein Vorgänger. Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse bei spezialisierten Aufgaben. Im Xcode-Kompilierungstest benötigt der M5 Pro nur 104 Sekunden – der M4 Pro brauchte 134 Sekunden.
Noch deutlicher fällt der Sprung bei den Speichergeschwindigkeiten aus. Die SSD des M5 Pro erreicht 11.500 MB/s beim Lesen und Schreiben – mehr als doppelt so schnell wie die 5.000 MB/s des M4 Pro. Die einheitliche Speicherbandbreite steigt auf 307 GB/s in der Pro-Stufe.
KI-Leistung als Trumpf
Künstliche Intelligenz steht im Zentrum der M5-Strategie. Bei Bildgenerierung mit Diffusion Bee erledigt der M5 Pro die Aufgabe in 8,9 Sekunden – fast doppelt so schnell wie der M4 Pro mit 18,13 Sekunden. Das MacBook Air M5, das ebenfalls am 28. April 2026 bei Testern eintraf, soll bei KI-Aufgaben sogar bis zu viermal schneller sein als das M4 und 9,5-mal schneller als das ursprüngliche M1. Möglich macht das eine um 28 Prozent gesteigerte Speicherbandbreite, die beim Air nun bei 153 GB/s liegt.
Die Konnektivitäts-Upgrades bleiben den höheren Chips vorbehalten. M5 Pro und M5 Max enthalten einen neuen N1-Chip, der Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thunderbolt 5 unterstützt. Die Basis-M5-Modelle – einschließlich des Standard-14-Zoll-MacBook Pro und des MacBook Air – kommen ohne diesen Chip und müssen mit älteren Funkstandards und Thunderbolt 4 auskommen.
Preise: Vom Schnäppchen bis zum Luxus
Die Preisspanne des 2026er-Lineups ist so breit wie nie zuvor. Das neue MacBook Neo mit A18 Pro-Chip startet bei 599 US-Dollar (rund 699 Euro in Europa). Mit 8 GB RAM und 256 GB SSD ist es für einfache Büroarbeit und Studenten gedacht. Die Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden bei Videowiedergabe ist beeindruckend – fehlende Tastaturbeleuchtung und Haptic Touch sind die Kompromisse.
Das MacBook Air M5 beginnt jetzt serienmäßig mit 16 GB RAM und 512 GB SSD für 1.099 US-Dollar. In den USA haben große Händler bereits Rabatte gewährt: Amazon und Best Buy senkten den Preis des 13-Zoll-M5 Air am 27. April auf 949,99 US-Dollar – ein 14-Prozent-Rabatt kurz nach dem Release.
Die MacBook-Pro-Serie bleibt die erste Wahl für Leistungsorientierte. Das 14-Zoll-Modell mit Basis-M5 startet bei 1.699 Euro. Mit M5 Pro sind es 2.199 Euro, die M5-Max-Version beginnt bei 3.599 Euro. Wer auf ältere Hardware setzt, kann bei Micro Center ein MacBook Pro mit M4 Pro vom Spätherbst 2024 für 1.649,99 US-Dollar ergattern – ein deutlicher Rabatt auf den ursprünglichen Preis von 2.000 US-Dollar.
Die Display-Technologie unterscheidet die Modelle weiterhin klar. Die Pro-Modelle setzen auf 120Hz Mini-LED Liquid Retina XDR mit 1.000 Nits Dauerhelligkeit und 1.600 Nits Spitzen-HDR. Eine neue Nano-Textur-Option hilft Profis in hellen Umgebungen. Air und Neo müssen mit Standard-Liquid-Retina-Displays bei 60 Hz und 500 Nits auskommen.
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Der strategische Schritt zum MacBook Ultra
Brancheninsider und Marktanalysten berichten Ende April 2026 von Apples größtem Design-Update seit Jahren: dem „MacBook Ultra“. Diese neue Kategorie soll oberhalb des MacBook Pro angesiedelt sein – ähnlich der Strategie bei der Apple Watch und den erwarteten künftigen iPhone-Modellen.
Das MacBook Ultra könnte das Pro als Flaggschiff ablösen. Gerüchte nennen ein dünneres und leichteres Gehäuse, ein OLED-Touchdisplay – eine Premiere für MacBooks – und eine Dynamic-Island-Notch. Technisch sind ein C2-Cellular-Chip für 5G sowie die nächste Generation M6 Max oder M6 Ultra Prozessoren im Gespräch.
Ursprünglich für 2026 geplant, wird das Ultra nun für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet. Grund ist eine globale Knappheit an High-Bandwidth-Speicher und DRAM, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Server-Hardware noch verschärft wird. Wenn es kommt, soll das Ultra-Modell rund 20 Prozent teurer sein als die aktuellen MacBook-Pro-Modelle.
Markt und professionelle Resonanz
Die Fachwelt reagiert überwiegend positiv auf die M5-Serie. Allerdings weisen einige Tester darauf hin, dass der Sprung vom M4 für Nutzer ohne intensive lokale KI-Workflows eher iterativ wirkt. Das MacBook Pro M5 Max wird für seine Fähigkeit gelobt, große Sprachmodelle und generative KI-Tools lokal auszuführen – auch wenn cloudbasierte Lösungen weiterhin konkurrieren.
Gaming rückt zunehmend in den Fokus der Mac-Plattform. Mit Game Porting Toolkit 3 (GPTK 3) ermöglichen M5 und M4 eine neue Klasse von High-End-Spielen auf macOS. Benchmarks zeigen: Der M5 bietet bis zu 2,6-mal höhere Gaming-Geschwindigkeiten als der M1. Dieser technische Fortschritt folgt auf ein starkes Geschäftsjahr für Apples Gaming-Dienste, die im Geschäftsjahr 2025 52,5 Milliarden US-Dollar umsetzten. Große AAA-Titel wie Crimson Desert, das am 19. März 2026 erschien, starten nun zeitgleich auf dem Mac und anderen Plattformen.
Auch Nachhaltigkeit spielt bei Unternehmenskäufen eine Rolle. Das M5 MacBook Pro besteht zu 45 Prozent aus recycelten Materialien – im Einklang mit Apples Umweltzielen für die späten 2020er-Jahre.
Ausblick für Ende 2026 und 2027
Das Software-Ökosystem entwickelt sich parallel zur neuen Hardware. Am 27. April 2026 wurde die vierte Entwickler-Beta von macOS Tahoe 26.5 veröffentlicht, die RCS-verschlüsselte Nachrichten und neue Werbeintegrationen in Apple Maps bringt. Die finale Version wird in den kommenden Wochen erwartet.
Der nächste große Sprung steht mit der 2nm-Chip-Fertigung der M6-Serie bevor. Doch bis sich die DRAM-Lieferkette stabilisiert, bleiben M5 Pro und M5 Max die erste Wahl für High-End-Nutzer. Der erwartete Launch eines faltbaren „iPhone Ultra“ im September 2026 dürfte weitere Hinweise auf die „Ultra“-Marke und Designsprache geben, die 2027 auch bei den MacBooks Einzug halten wird.





