Apples M5-Chipsatz bleibt in Spitzenkategorien führend, doch der Druck durch Intel und Nvidia wächst.
In den Tagen vor der WWDC-Keynote am 8. Juni zeichnet sich ein gemischtes Bild für Apples Profi-Notebooks ab. Während frische Benchmarks die Rechenpower der M5-Serie unterstreichen, senken Händler die Preise – und die Konkurrenz aus dem Windows-Lager holt auf.
Chrome-Erfolge auf M5-Basis
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Google meldete am 4. Juni neue Bestwerte für den Chrome-Browser auf dem M5 MacBook Pro mit macOS 26.0.1. Im Speedometer 3.1-Test erreichte der Browser 61 Punkte – ein Plus von fünf Prozent gegenüber der M4-Generation und 22 Prozent mehr als im August 2024.
Noch deutlicher fällt der Sprung im JetStream 3-Benchmark aus: 469 Punkte bedeuten einen Zuwachs von zehn Prozent seit Jahresbeginn. Die Verbesserungen gehen auf Optimierungen in Googles V8-JavaScript-Engine und der Blink-Rendering-Engine zurück, darunter spezielle Schriftanpassungen für Apple Advanced Typography. Laut Google haben die Effizienzgewinne den Nutzern insgesamt Millionen von Stunden Wartezeit erspart.
Lokale KI-Verarbeitung als Trumpf
Tests des 16-Zoll-MacBook Pro mit dem M5 Max-Chip, die am 8. Juni veröffentlicht wurden, heben die Stärken bei lokalen KI-Aufgaben hervor. Die Top-Konfiguration bietet eine 18-Kern-CPU (sechs Super-Cores, zwölf Performance-Cores) und eine 40-Kern-GPU. Mit bis zu 128 GB RAM und einer Speicherbandbreite von 614 GB/s gilt das System als erstes Notebook, das ein KI-Modell mit 122 Milliarden Parametern vollständig lokal ausführen kann.
Der M5 Max unterstützt zudem Thunderbolt 5 und Wi-Fi 7. Allerdings kritisieren einige Tester das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis – die Einstiegskosten variieren je nach Konfiguration erheblich.
Händler senken die Preise
Zum 8. Juni senkten Händler wie B&H und Amazon die Preise für verschiedene M5-Pro-Konfigurationen deutlich. Das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro, 48 GB RAM und 1 TB SSD kostet nun 2.299 Euro (statt 2.599 Euro). Die 16-Zoll-Variante mit 64 GB RAM ist für 2.999 Euro zu haben.
Bei Amazon fiel der Preis für das 14-Zoll M5 Pro mit 15-Kern-CPU und 2 TB Speicher auf 2.449 Euro – unter dem 180-Tage-Durchschnitt. Diese Marktbewegungen fallen mit Branchenberichten von Omdia zusammen, wonach Apple bereits im September 2026 ein „MacBook Ultra“ auf den Markt bringen könnte. Dieses neue Top-Modell soll ein Hybrid-OLED-Display oberhalb der aktuellen Pro-Reihe erhalten.
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Wettbewerb wird schärfer
Die M5-Serie sieht sich zunehmendem Druck durch neue Windows-Geräte ausgesetzt. Tests des Dell XPS 14 von 2026, die am 7. Juni veröffentlicht wurden, zeigen die Stärken von Intels „Panther Lake“ Core-Ultra-Chips. Das Dell-Modell bietet eine verbesserte Akkulaufzeit – über 26 Stunden im IPS-Test –, liegt aber in der reinen Rechenleistung noch hinter dem M5 MacBook Pro.
Zudem stellte Nvidia auf der Computex 2026 den RTX Spark-Chip vor. Der Prozessor kombiniert eine 20-Kern-Arm-CPU mit einer Blackwell-GPU (6.144 CUDA-Kerne). Entwickelt für lokale KI-Agenten, soll der RTX Spark in Geräten von Dell, HP und Lenovo zum Einsatz kommen – zu Einstiegspreisen, die deutlich über denen herkömmlicher Profi-Notebooks liegen dürften.

