M5 Max im Audio-Test: Stem Splitter verarbeitet 2-GB-Projekt in 108 Sekunden

Tests bescheinigen Apples M5-Chips Vorteile bei Audioproduktion, KI-Aufgaben und Multi-Core-Leistung; der M5 Ultra erreicht 52.516 Punkte.

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Unabhängige Analysen und Benchmark-Berichte zur M5-Prozessorserie von Apple belegen deutliche Leistungs- und Integrationsfortschritte bei den High-End-Varianten M5 Max und M5 Ultra. Insbesondere bei rechenintensiven Aufgaben in der Audioproduktion sowie bei Arbeitslasten im Bereich der künstlichen Intelligenz weisen die neuen Chips erhebliche Geschwindigkeitszuwächse gegenüber früheren Generationen auf.

Audio-Benchmarks und Workloads im Studio-Einsatz

Der Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra, der seit dem 21.09.2026 ausgeliefert wird, kommt mit vorinstalliertem macOS 27 „Golden Gate“. Johny Srouji, Chief Hardware Officer bei Apple, bezeichnete die Plattform als ultimativen Desktop für On-Device-KI.

Das Standardmodell des M5 Max verfügt über 18 CPU-Kerne – aufgeteilt in 6 Super- und 12 Performance-Kerne –, 32 GPU-Kerne sowie 36GB Unified Memory, während im Testgerät Konfigurationen mit 128GB geprüft wurden.

In praxisnahen Audio-Benchmarks mit Logic Pro erzielte der M5 Max 604 Stereo-Tracks bei automatischer Zuteilung der Processing-Threads und 660 Tracks unter maximaler Auslastung aller 18 Kerne. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 6 Prozent gegenüber dem M4 Max im MacBook Pro mit 16 Kernen, der 572 beziehungsweise 622 Tracks erreichte.

Deutlich ausgeprägter fiel der Unterschied bei KI-gestützten Audiofunktionen aus: Im Test mit dem Stem Splitter bei einem 2GB großen 96kHz-Projekt von Peter Gabriels Stück „Us“ benötigte der M5 Max lediglich 108 Sekunden.

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Der M4 Max benötigte für dieselbe Aufgabe 232 Sekunden und arbeitete damit um den Faktor 2,16 langsamer. Ein M3 Ultra lag bei 177 Sekunden (Faktor 1,65) und der M4 Pro im Mac mini bei 390 Sekunden.

Höchstleistung und Cluster-Skalierung beim M5 Ultra

Für maximale Rechenleistung sorgt der M5 Ultra, der im HPL-Benchmark unter Beteiligung aller sechs CPU-Cluster eine Rechenleistung von 1,52 TFlops erreichte. Dies übertrifft den Wert der größten Panther-Lake-CPU von Intel um mehr als das Fünffache.

Die Leistungsaufnahme der M5-Ultra-CPU-Kerne stieg dabei laut Messungen des Apple-Werkzeugs Powermetrics in bestimmten Berechnungsintervallen auf bis zu 212 W, während die GPU bei der KI-Inferenz in der Prefill-Phase knapp 135 W verbrauchte.

In der Classroom-Szene von Blender bewältigten die CPU-Kerne des M5 Ultra das Rendering in 66,5 Sekunden, die GPU benötigte 5 Sekunden. Der CPU-Teil agiert damit auf dem Niveau eines AMD Epyc 9375F mit 4 Kernen weniger und 320 W TDP.

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Zum Vergleich: Ein AMD Threadripper Pro 9995WX mit 96 Kernen und 350 W TDP schloss die Szene in 30 Sekunden ab, schlägt jedoch als Einzelkomponente mit 11.000 Euro zu Buche. Im Packprogramm 7zip erzielte der M5 Ultra 373.985 MIPS beim Komprimieren und 272.887 MIPS beim Entpacken, wobei der AMD Threadripper 9970X mit 32 Kernen und 350 W TDP beim Entpacken rund 10 Prozent schneller blieb.

Auch bei der Ausführung großer KI-Modelle zeigt sich die Skalierbarkeit: Das Modell Muse Spark Open von Meta mit 816 Milliarden Parametern läuft über Apples MLX-Framework auf einem Verbund aus zwei Mac Studios mit M5 Ultra und je 512GB Unified Memory über Thunderbolt 5 bei insgesamt 1TB Gesamtspeicher.

In Tests von Apple mit vier Mac Studios wurden über 36 Token pro Sekunde erzielt. Der Preis für einen M5 Ultra mit 512GB dürfte vorausschlich über 100.000 Yuan liegen.

Benchmark-Werte und technische Spezifikationen

Im plattformübergreifenden Multi-Core-Ranking erreicht der M5 Ultra 52.516 Punkte und führt das Feld vor dem M3 Ultra (39.059), dem M5 Max (35.119), dem M5 Pro (33.593) und dem M4 Max (29.047) an.

Dahinter folgen der M2 Ultra (28.789), der M4 Pro (24.894), der M3 Max (24.649) und der M1 Ultra (23.328). Im Geekbench 7 erzielte der M5 Max 29.430 Punkte im Multi-Core- und 4.338 im Single-Core-Test, während der M5 Pro auf 28.586 beziehungsweise 4.306 Punkte kam.

Der M5 Max bietet bis zu 18 CPU-Kerne, bis zu 40 GPU-Kerne und maximal 128GB Speicher. Der M5 Pro stellt bis zu 18 CPU-Kerne, bis zu 20 GPU-Kerne, bis zu 64GB Arbeitsspeicher und eine Bandbreite von 307GB/s bereit.

Die M5-Serie wird im Verfahren TSMC N3P in dritter 3nm-Generation mit SoIC-3D-Chip-Stapelung gefertigt. Laut Analyst Ming-Chi Kuo startete die Massenproduktion von M5 Pro und M5 Max im zweiten Halbjahr 2025, gefolgt vom M5 Ultra im Jahr 2026.