Der Grund: Ein komplexes Zusammenspiel aus Chip-Knappheit, Modell-Streichungen und einem bevorstehenden Führungswechsel beim iPhone-Konzern.
Rekord-Rabatte bei Amazon & Co.
Nur knapp zwei Monate nach dem Verkaufsstart am 11. März 2026 gehen große Händler wie Amazon und B&H mit aggressiven Preisnachlässen in die Offensive. Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Max, 36 Gigabyte RAM und 2 Terabyte SSD ist aktuell für rund 3.050 Euro zu haben – ein Abschlag von knapp 280 Euro gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung.
Viele Umsteiger verschenken das volle Potenzial ihres neuen Apple-Computers, weil sie die wichtigsten Grundeinstellungen übersehen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Mac von Tag 1 an optimal konfigurieren und nutzen. Gratis Mac-Starterpaket jetzt herunterladen
Auch das 16-Zoll-Modell gibt es günstiger: Rund 3.420 Euro verlangen die Händler, etwa 185 Euro unter dem offiziellen Preis. Branchenbeobachter sprechen von „historischen Tiefstständen“ für ein so frisches Apple-Produkt.
Doch Vorsicht: Das aktuelle Gehäusedesign stammt noch aus dem Jahr 2021. Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einer umfassenden Neugestaltung für Ende 2026 oder Anfang 2027 – mit OLED-Displays, 2-Nanometer-M6-Chips und einer „Dynamic Island“ fürs Notebook.
Die Technik: Was der M5 Max kann
Der M5 Max, offiziell Anfang März 2026 vorgestellt, setzt weiterhin auf TSMCs fortschrittliches 3-Nanometer-Verfahren. Die Architektur umfasst 18 Kerne – sechs Effizienz- und zwölf Leistungskerne. Die Grafikleistung liegt je nach Konfiguration bei 32 oder 40 Kernen und erreicht bis zu 16,6 Teraflops.
Die neuen MacBook Pro Modelle bieten:
– LPDDR5X-9600 Arbeitsspeicher mit bis zu 128 GB und 614,4 GB/s Bandbreite
– 16-Kern Neural Engine mit über 38 Billionen Operationen pro Sekunde für KI-Aufgaben
– Modernste Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 6 und Thunderbolt 5
Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 24 Stunden an.
Wer die enorme Rechenleistung seines Macs effizient nutzen möchte, sollte die passenden Tastenkombinationen kennen. Ein Apple-Experte hat die 19 wichtigsten Shortcuts zusammengestellt, mit denen Sie im Arbeitsalltag sofort spürbar Zeit sparen. Kostenlosen Shortcut-Report für den Mac sichern
Lieferengpässe und Modell-Streichungen
Die Markteinführung der M5-Serie fällt in eine phase globaler Chip-Knappheit. Der Preis für DDR5-Speicherchips stieg im ersten Quartal 2026 von rund 72 auf über 119 Dollar. Hinzu kommt ein gemeldeter Angriff auf eine SABIC-Anlage in Saudi-Arabien, der die Preise für Leiterplatten im April um 40 Prozent in die Höhe trieb.
Apple ha bereits reagiert: Der Mac mini startet nun bei 740 Euro statt 555 Euro – die 256-GB-Version wurde gestrichen. Auch das 14-Zoll-MacBook Pro verteuerte sich von 1.480 auf 1.570 Euro, nachdem die 512-GB-Option entfiel.
Besonders einschneidend: 2026 markiert das Ende des Mac Pro nach zwei Jahrzehnten. Zudem reduzierte Apple die maximale RAM-Bestückung des Mac Studio von 512 auf 256 GB. CEO Tim Cook hat Lieferengpässe für Mac Studio und Mac Mini eingeräumt, die noch Monate andauern dürften.
Trotz dieser Probleme wuchs der PC-Markt im ersten Quartal um 3,2 Prozent auf 64,8 Millionen ausgelieferte Geräte.
Apples strategischer Wandel
Während die Mac-Sparte durch schwieriges Fahrwasser navigiert, verändert sich auch der Konzern selbst. Im zweiten Fiskalquartal 2026 meldete Apple einen Umsatz von 111,2 Milliarden Dollar – ein Plus von 17 Prozent. Treiber war vor allem das iPhone 17 mit 57 Milliarden Dollar Umsatz.
Im September 2026 steht ein Führungswechsel an: John Ternus soll Tim Cook als CEO ablösen.
Auch bei Wearables zeichnet sich eine Neuausrichtung ab. Das Interesse am Vision Pro Headset ließ nach einem M5-Update im Oktober 2025 spürbar nach. Statt im Massenmarkt findet das Gerät nun Nischen in der Medizin – etwa bei Katarakt-Operationen, wo Ärzte 3D-Mikroskop-Feeds einblenden. Analysten erwarten, dass die Ausgaben für AR/VR im Unternehmensbereich 2026 um 20 Prozent auf rund 12 Milliarden Dollar steigen.
Was Käufer jetzt wissen sollten
Für professionelle Anwender, die sofort auf die volle Leistung des M5 Max angewiesen sind, bieten die aktuellen Rabatte einen attraktiven Einstieg. Wer jedoch nicht unter Zeitdruck steht, könnte auf das für 2027 erwartete „Ultra“-Redesign warten – mit 2-Nanometer-Chips und grundlegend neuer Technik.
Derweil arbeitet Apple weiter an Software-Optimierungen: Anfang Mai erschien das Firmware-Update 8B40 für die AirPods Pro 3, das Geräuschunterdrückung und Verbindungsstabilität verbessert. Beim iPhone 17 berichten Nutzer von Problemen beim Neustart nach vollständiger Entladung – ein Workaround mit zehn bis 15 Minuten MagSafe-Laden hilft.
Bis zur nächsten großen Mac-Revolution bleibt der M5 Max eine Hochleistungsbrücke für alle, die jetzt maximale Rechenleistung brauchen.

