M5 Pro: 31 Prozent schneller als M3 Max – erste Benchmarks

Apple verschiebt neue Macs und Heimgeräte auf Herbst 2026. Grund sind massive Lieferengpässe bei Speicherchips.

Der iPhone-Konzern lässt die WWDC ohne Hardware-Neuheiten verstreichen – Schuld sind Lieferengpässe bei Speicherchips.

Apple hat die Einführung seiner nächsten Generation von Macs und Heim-Elektronik auf den Herbst 2026 verschoben. Die diesjährige Worldwide Developers Conference (WWDC) blieb ohne entsprechende Hardware-Ankündigungen. Betroffen sind die erwarteten Updates für Mac mini, Mac Studio, Apple TV und HomePod, die nun erst in den letzten Monaten des Jahres erscheinen sollen.

Globale Chip-Krise trifft Apple mit voller Wucht

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Hauptgrund für die Verzögerung ist eine massive weltweite Knappheit bei DRAM- und NAND-Flash-Speicher. Der explosionsartig gestiegene Bedarf an KI-Infrastruktur hat die Lieferketten für Hochleistungsspeicher überlastet. Analysten von KB Securities berichten, dass sich der Markt für KI-Agenten rasant von der Cloud auf Endgeräte wie Smartphones und PCs verlagert – die Folge: Viele Kunden erhalten nur noch 50 Prozent ihrer bestellten Ware.

Doch nicht nur die Speicherchips selbst fehlen. Auch die Vorlaufzeiten für kritische Substrate haben sich drastisch verlängert: von anderthalb Monaten auf inzwischen sechs Monate. Beobachter von Morgan Stanley sprechen von einer strukturellen Verknappung am Speichermarkt. Die Preise für Speicherbausteine haben sich innerhalb eines Jahres versechsfacht.

Während Apple und andere Hardware-Hersteller unter den Bedingungen leiden, kassieren die Chip-Produzenten kräftig ab. Samsung meldete für das zweite Quartal einen operativen Gewinn von umgerechnet rund 90 Billionen Won. SK Hynix verbuchte 69 Billionen Won.

M5 Pro: Erste Benchmarks versprechen deutlichen Leistungssprung

Trotz der Verzögerungen sickern bereits technische Daten zum kommenden M5 Pro-Chip durch. Benchmark-Ergebnisse aus Mitte Juni 2026 deuten auf einen erheblichen Leistungssprung hin. Der M5 Pro erreichte im Geekbench 6-Multicore-Test 26.427 Punkte – das sind 31 Prozent mehr als der M3 Max. Im Singlecore-Test erzielte der Chip 4.258 Punkte.

Der M5 Pro soll über eine 18-Kern-CPU verfügen und eine Speicherbandbreite von 307 GB/s bieten. Interessant: Während der M3 Max noch zwei Media Engines nutzte, wird der M5 Pro voraussichtlich nur eine einzige Media Engine mitbringen. Für anspruchsvolle Profi-Workloads arbeitet Apple offenbar an einer M5 Ultra-Variante mit 36 CPU-Kernen und einer Speicherbandbreite von 1.000 GB/s.

Neuer Zeitplan: Was wann kommt

Die verschobene Produkteinführung ist nun für Oktober oder November 2026 vorgesehen. Sie umfasst mehrere zentrale Kategorien:

Mac mini: Das Basismodell soll mit einer 10-Kern-CPU und -GPU, 16 GB RAM und einer 512 GB SSD kommen. Die M5 Pro-Version wird voraussichtlich 24 GB RAM und 1 TB Speicher bieten.

Mac Studio: Das Update für Apples Profi-Desktop bleibt ebenfalls bis zum Herbst auf Eis.

Heim-Hardware: Auch überarbeitete Versionen von Apple TV und HomePod wurden auf den späten Herbst 2026 verschoben.

Höhere Preise erwartet

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Marktbeobachter rechnen mit einem Preisanstieg von umgerechnet rund 90 Euro über die gesamte neue Mac-mini-Reihe hinweg. Das Einstiegsmodell dürfte damit bei etwa 720 Euro starten.

Parallel dazu steht mit macOS 27, intern unter dem Codenamen „Golden Gate“ entwickelt, ein System-Update an, das voraussichtlich den endgültigen Schlussstrich unter die Intel-Ära bei Macs ziehen wird. Die neue Betriebssystemversion soll offiziell keinen Intel-basierten Mac mehr unterstützen.

Die aktuellen Lieferengpässe zeigen bereits jetzt Auswirkungen auf den Markt. In Japan haben sich die Lieferzeiten für M4-basierte Mac-mini-Modelle, die zunehmend als kostengünstige KI-Server zweckentfremdet werden, auf vier Wochen bis fünf Monate ausgedehnt.