M5 Ultra: Apples neuer Mac-Chip mit 36 Kernen startet im Oktober

Starke Nachfrage nach KI-fähigen Macs führt zu Engpässen. Neues macOS 27 Golden Gate setzt auf Siri AI und lokale Verarbeitung.

CEO Tim Cook bestätigte auf der WWDC 2026 erhebliche Lieferverzögerungen für Mac Studio und Mac Mini – ausgelöst durch einen unerwarteten Ansturm auf KI-fähige Hardware.

M5 Ultra: Technische Daten und Architektur

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Der kommende Mac Studio mit dem M5 Ultra-Chip soll die Messlatte für Desktop-Leistung neu setzen. Branchenkreisen zufolge setzt Apple auf TSMCs fortschrittlichen N3P-Fertigungsprozess und eine neuartige SoIC-mH-Packaging-Technologie. Diese horizontale Architektur nutzt Hybrid-Bonding für bessere Wärmeableitung und höhere Packungsdichte – CPU, GPU und Neural Processing Unit lassen sich dadurch unabhängig skalieren.

Die Spezifikationen können sich sehen lassen: 36 CPU-Kerne und bis zu 84 GPU-Kerne – ein deutlicher Sprung gegenüber den 32 CPU- und 80 GPU-Kernen des Vorgängers M4 Max. Bis zu 512 Gigabyte einheitlicher Arbeitsspeicher mit einer Bandbreite von über 1.000 GB/s sind geplant. Besonders für KI-Anwendungen entscheidend: Die dedizierten neuronalen Beschleuniger sollen Matrix-Multiplikationen viermal schneller ausführen als bisher.

Lieferengpässe verschieben den Launch

Eigentlich war eine Vorstellung zur Jahresmitte 2026 erwartet worden. Doch die globale DRAM-Knappheit – eine Folge der massiven Investitionen in KI-Infrastruktur – zwingt Apple zu einer Verschiebung. Analysten rechnen nun mit Oktober 2026 als wahrscheinlichem Veröffentlichungsfenster.

Die Folgen der Lieferkettenprobleme sind bereits sichtbar: Im März strich Apple die 512-GB-RAM-Option für aktuelle Modelle und passte die Preise an. Cook bestätigte, dass diese Engpässe weiterhin die Verfügbarkeit belasten.

macOS 27 Golden Gate: KI im Zentrum

Parallel zur Hardware-Offensive stellte Apple am 8. Juni macOS 27 Golden Gate vor – das erste Betriebssystem, das ausschließlich Apple Silicon unterstützt und damit endgültig den Schlussstrich unter Intel-Macs zieht.

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Herzstück ist die neue Siri AI, die auf Foundation Models basiert, die in Zusammenarbeit mit Google entwickelt wurden. Die multimodale Architektur beherrscht Bildgenerierung und Bildschirmerkennung – verarbeitet sowohl auf dem Gerät als auch über Private Cloud Compute Server. Für Entwickler zeigte Apple auf der WWDC, wie sogenannte „agentic loops“ – der Kreislauf aus Prompting, Tool-Nutzung und Ergebnisauswertung – lokal auf dem Mac laufen.

Die Hardware-Anforderungen steigen: Während ältere M1-Geräte die Standard-Siri-AI ausführen können, benötigen die leistungsstärksten On-Device-Modelle künftig mindestens 12 GB RAM. Google hat parallel die AI Edge Gallery für macOS veröffentlicht, die Modelle wie Gemma 4 12B vollständig offline auf Apple Silicon laufen lässt.

Zeitplan und regionale Einschränkungen

Die Entwickler-Beta von macOS 27 startet sofort, eine öffentliche Beta folgt im Juli 2026. Die finale Version wird für September oder Oktober erwartet. Die neuen Siri-AI-Funktionen rollen jedoch schrittweise aus: Die erste Beta erscheint ausschließlich auf Englisch. Apple kündigte zudem an, dass die Funktionen zunächst nicht in der EU und China verfügbar sein werden – aufgrund der dortigen Regulierungslandschaft.