M6-Chip: Apple springt auf 2-Nanometer-Technologie mit 112 Kernen

Apple plant umfassendes MacBook-Pro-Update mit M6-Chip, OLED-Display und neuem Design. Höhere Preise für die Kunden werden erwartet.

Ab Herbst 2026 sollen neue Chips, OLED-Displays und ein überarbeitetes Design kommen – mit spürbaren Preiserhöhungen für die Kunden.

M6-Chip: Sprung auf 2-Nanometer-Technologie

Apples nächste Prozessorgeneration, der M6, wird voraussichtlich im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Gefertigt wird der Chip im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC – ein deutlicher Fortschritt gegenüber der aktuellen 3-Nanometer-Architektur. Die Leistungsdaten lesen sich beeindruckend: Die Standardversion soll 18 Kerne bieten, die Pro-Version bis zu 30 Kerne und das Max-Modell satte 56 Kerne. Eine Ultra-Variante mit bis zu 112 Kernen ist ebenfalls in Planung.

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Besonders die Neural Engine soll einen Sprung nach vorne machen. Branchenbeobachter rechnen mit einer Verdopplung der Rechenleistung für KI-Aufgaben, gemessen in Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS). Seit Einführung des M1 im Jahr 2020 hat Apple Silicon laut Analysten eine Leistungssteigerung von rund 97 Prozent erzielt – ein Erfolg, der dem Konzern in den USA inzwischen einen Unternehmensmarktanteil von fast 30 Prozent beschert hat.

MacBook Pro: 20-jähriges Jubiläum mit neuem Design

Zum 20. Geburtstag der MacBook-Pro-Reihe ist zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 eine grundlegende Überarbeitung des Gehäuses geplant. Insider sprechen von einem neuen Top-Modell mit dem Arbeitstitel MacBook Ultra. Die erwarteten Neuerungen im Überblick:

  • OLED-Displays statt Liquid Retina XDR – die Umstellung hatte sich aufgrund von Lieferkettenproblemen von 2025 auf 2026 verzögert
  • Touchscreen-Funktion – ein Novum für MacBooks, das die Bedienung grundlegend verändern würde
  • Dynamic Island – die bekannte iPhone-Funktion soll ins Webcam-Gehäuse der MacBooks wandern
  • Schlankeres Gehäuse mit verstärkten Scharnieren
  • Eigener 5G-Modem mit dem Codenamen C2

Eine Integration von Face ID sei dagegen noch in weiter Ferne, so Marktkenner.

Aktuelle Rabatte: Lockangebote vor der großen Welle?

Bereits im Frühjahr hatte Apple die MacBook-Pro-Reihe mit den Codenamen J714 und J716 leistungsmäßig aufgefrischt. Äußerlich blieb alles beim Alten. Jetzt locken Händler mit deutlichen Preisnachlässen auf die aktuelle Generation. Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Pro, 24 GB RAM und 1 TB SSD gab es zuletzt für umgerechnet rund 1.880 Euro – ein Nachlass von etwa 150 Euro. Die Einstiegskonfiguration mit M5-Chip, 16 GB RAM und 1 TB Speicher lag bei etwa 1.400 Euro, rund 185 Euro unter dem regulären Preis.

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Die Rabatte sind kein Zufall. Analysten erwarten für die M6-Modelle deutlich höhere Einstiegspreise – mehrere hundert Euro Aufschlag wegen OLED-Panels und 2-Nanometer-Chips sind wahrscheinlich.

MacBook Air und Software: Der lange Weg zur neuen Ära

Die M6-Architektur soll bis etwa März 2027 auch im MacBook Air Einzug halten. Das Design der Air-Reihe bleibt voraussichtlich unverändert, die Effizienzgewinne durch den 2-Nanometer-Prozess kommen aber auch hier den Nutzern zugute.

Parallel arbeitet Apple an einer touch-optimierten Benutzeroberfläche für künftige macOS-Versionen. Diese Software-Anpassung gilt als entscheidend für den Erfolg des MacBook Ultra und die breite Einführung von Touchscreens im Mac-Universum. Die ersten Anzeichen dieser Entwicklung dürften mit den macOS-Updates der Jahre 2026 und 2027 sichtbar werden.