M6-Chip: Apple startet neue Generation mit 2-Nanometer-Fertigung

Apple bringt den M6 im 2-Nanometer-Verfahren und neue Mac-Modelle. Upgrades für M4-Bestellungen sowie Lieferverzögerungen ergänzen den Start.

Am 25. August 2026 hat Apple den neuen M6-Prozessor angekündigt, der den Beginn einer neuen Chip-Generation markiert. Die im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte Hardware debütiert im ebenfalls neu vorgestellten Mac mini. Der Konzern verspricht durch die neue Architektur erhebliche Leistungssteigerungen, insbesondere bei Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) sowie bei der allgemeinen Rechenkraft.

Der M6-Chip: Leistungssprung durch 2-Nanometer-Fertigung

Der neue M6-Chip verfügt über eine 12-Core-CPU und eine 12-Core-GPU. Ergänzt wird die Architektur durch eine Dual 16-Core Neural Engine, die speziell auf KI-Workloads ausgelegt ist. Laut Herstellerangaben bietet der Chip eine Bandbreite von 170 GB/s und unterstützt einen Arbeitsspeicher von bis zu 32 GB RAM.

Im Vergleich zur ersten Chip-Generation (M1) soll der M6 die 2,4-fache Leistung erbringen. Gegenüber dem direkten Vorgängermodell wird die CPU-Geschwindigkeit um 40 Prozent gesteigert. Besonders deutlich fallen die Zuwächse im Bereich der künstlichen Intelligenz aus: Die KI-Leistung hat sich laut Apple vervierfacht, während die reine KI-Rechenleistung im Vergleich zum M5 um 30 Prozent gestiegen ist.

Mac mini und Mac Studio: Neue Hardware-Konfigurationen

Neben dem Basis-M6-Chip stellte Apple am 25. August 2026 auch leistungsstärkere Varianten vor. Der M5 Pro-Chip bietet bis zu 18 CPU-Kerne, 20 GPU-Kerne und unterstützt bis zu 64 GB RAM bei einer Bandbreite von 307 GB/s. Für das High-End-Segment wurde der M5 Ultra-Chip angekündigt, der ausschließlich im Mac Studio zum Einsatz kommt. Dieser erste „Quad-Die-Chip“ verfügt über bis zu 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne. Er unterstützt bis zu 512 GB RAM und erreicht eine Bandbreite von 1,2 TB/s.

Der neue Mac mini mit M6-Chip ist preislich höher positioniert als sein Vorgänger und startet bei 899 US-Dollar, während das M4-Modell zuvor ab 799 US-Dollar erhältlich war. Die Variante mit M5 Pro beginnt bei 1.699 US-Dollar.

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Technisch wurde das Gerät zudem mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gbit-Ethernet ausgestattet. Das äußere Design bleibt hingegen unverändert. Für den Mac Studio mit M5 Max wurde ein Einstiegspreis von 2.499 US-Dollar festgelegt, die Version mit M5 Ultra kostet ab 5.499 US-Dollar.

Lieferverzögerungen und kulante Hardware-Upgrades

Am 26. August 2026 wurde bekannt, dass Apple aufgrund von Komponentenengpässen bestehende Bestellungen für das ältere M4-Modell des Mac mini kostenlos auf die neuen Versionen mit M6 oder M5 Pro upgradet. In Einzelfällen führte dies bei Kunden zu Ersparnissen von bis zu 300 US-Dollar oder einer früheren Auslieferung.

Dennoch kommt es bei bestimmten Konfigurationen zu Wartezeiten: Während die allgemeine Auslieferung der neuen Modelle am 22. September beginnt, wird die 512-GB-Konfiguration des M5 Ultra voraussichtlich erst Ende Oktober verfügbar sein.

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Ausblick auf das Mac-Portfolio

Für den weiteren Verlauf des Jahres werden zusätzliche Aktualisierungen erwartet. Branchenbeobachter wie Mark Gurman von Bloomberg gehen davon aus, dass im Oktober ein 24-Zoll-iMac mit M6-Chip sowie ein 14-Zoll-Basismodell des MacBook Pro mit demselben Prozessor erscheinen könnten.

Zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 wird zudem mit der Einführung von High-End-Modellen des MacBook Pro gerechnet, die mit M5 Pro- oder M5 Max-Chips sowie OLED-Touchscreens und der „Dynamic Island“ ausgestattet sein sollen.

Ein Nachfolger in Form des M7-Chips wird für die erste Jahreshälfte 2027 prognostiziert, wobei Apple Berichten zufolge die Pro- und Max-Varianten der M6-Serie überspringen könnte.

Mehr zum Thema bei The Verge: „Apple’s new Mac Mini has fresh M6 and M5 Pro chip offerings — and higher prices“