Apple plant einen radikalen Umbau seiner Chip-Strategie. Die leistungsstärkeren Varianten des M6-Prozessors fallen offenbar weg – stattdessen soll der M7 schneller kommen als gedacht.
Kupferino, Kalifornien – Der Technologiekonzern aus Cupertino stellt seine Prozessor-Roadmap auf den Kopf. Wie aus Industriekreisen bekannt wurde, wird Apple die Pro- und Max-Versionen des kommenden M6-Chips überspringen. Stattdessen treibt das Unternehmen die Entwicklung des M7-Prozessors voran. Grund dafür sind steigende Anforderungen an künstliche Intelligenz auf dem Gerät sowie komplexe Fertigungsprozesse.
18 Monate ohne Pro-Upgrade
Der Basis-M6-Chip soll noch Ende 2026 in einem 14-Zoll MacBook Pro (Modellnummer J804) erscheinen. Auf M6 Pro und M6 Max verzichtet Apple jedoch komplett. Für professionelle Anwender bedeutet das eine Durststrecke von rund 18 Monaten: Sie müssen bis Ende 2027 auf den M7 Pro und M7 Max warten.
Der Einstiegs-M6 setzt auf einen 2-Nanometer-Fertigungsprozess, bietet 200 GB/s Speicherbandbreite und bis zu 12 GPU-Kerne. Die M7-Serie soll dagegen 240 GB/s erreichen. Eine M7 Ultra-Variante ist für 2028 geplant.
Neues Design für MacBook Pro und iPad Pro
Wer neu auf einen Mac umsteigt oder sein System optimieren möchte, sollte die richtigen Einstellungen kennen. Ein gratis PDF-Starterpaket verrät die cleveren Tricks, mit denen Sie Ihren Apple-Computer von Tag 1 an optimal nutzen. So werden Sie in kürzester Zeit zum Mac-Profi – völlig kostenlos
Der Wechsel zum M7 fällt mit einer umfassenden Neugestaltung zusammen. Für die erste Jahreshälfte 2027 plant Apple ein überarbeitetes Einsteiger-MacBook Pro (Modell K104). Es soll schmalere Displayränder und eine Punch-Hole-Kamera erhalten – jedoch keinen Touchscreen.
Auch das iPad Pro bekommt im Frühjahr 2027 ein großes Update. Vier neue Modelle in 11 und 13 Zoll sind zu erwarten. Sie könnten eine Dampfkammerkühlung erhalten, um die Wärme der M7- oder High-End-M6-Chips besser abzuleiten. Die Preise dürften bei umgerechnet rund 1.100 Euro für das 11-Zoll-Modell und etwa 1.370 Euro für die 13-Zoll-Version starten.
MacBook Ultra: Luxusklasse mit älteren Chips
Parallel zur Standardlinie bringt Apple ein neues Spitzenmodell auf den Markt. Das „MacBook Ultra“ soll Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheinen – überraschenderweise mit M5 Pro und M5 Max statt der neueren Chips. Dafür lockt das Gerät mit einem Touchscreen, einem dünneren Gehäuse und einem Tandem-OLED-Display. Der Preis könnte zwischen 3.000 und 4.600 Euro liegen.
iPhone 18: A20-Chip und mehr Arbeitsspeicher
Im Frühjahr 2027 sollen iPhone 18 und iPhone 18e mit 9 GB RAM und A20-Chip folgen. Das iPhone 18 Pro erscheint bereits im Herbst 2026 mit einem A20 Pro-Prozessor. Details dazu wurden zuletzt im Zusammenhang mit einem Cyberangriff auf Tata bekannt.
Während Apple die Hardware-Leistung immer weiter steigert, bleibt die effiziente Bedienung der Schlüssel im Arbeitsalltag. Diese 19 Tastenkürzel zeigen Ihnen, wie einfach schnelleres Arbeiten am Mac wirklich ist und ersparen Ihnen das lästige Suchen in Menüs. Kostenlosen Sonderreport mit den 19 besten Mac-Shortcuts anfordern
Preise steigen, Aktie legt zu
Die neue Chip-Strategie folgt auf eine Preiserhöhungswelle. Ende Juni 2026 stieg der Einstiegspreis für das MacBook Pro von 1.699 auf 1.999 US-Dollar (umgerechnet rund 1.830 Euro). Auch MacBook Air und iPad Pro wurden teurer – unter anderem wegen globaler Speicherknappheit und gestiegener Fertigungskosten.
Trotz der Preissteigerungen bleibt Apple stark: Die Aktie notiert bei 308,63 US-Dollar und legte zuletzt um 4,84 Prozent zu.
Auf der Softwareseite veröffentlichte Apple kürzlich iOS 26.5.2, das mehr als 25 Sicherheitslücken schließt. Zudem übernahm der Konzern die App „Play“ von Rabbit 3 Times. Der nächste große Apple-Event im September oder Oktober 2026 dürfte weitere Details zum M6-Basischip und zum A20-Mobilprozessor bringen.

