Apple hat mit dem M6 einen Prozessor vorgestellt, der erstmals unter den Basis-M-Chips auf eine Drei-Typen-CPU-Architektur setzt. Der Chip kombiniert zwei sogenannte Super-Cores mit vier Performance-Cores und sechs Efficiency-Cores zu einer 12-Kern-CPU. Damit weicht Apple von der bisherigen Zwei-Kern-Struktur aus Performance- und Efficiency-Cores ab, die frühere M-Chips prägte.
Erster 2nm-Chip von Apple debütiert im Mac mini
Der M6 ist zudem der erste Chip von Apple, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Sein Debüt feiert er im Mac mini. Neben der neuen CPU-Architektur bringt der Chip eine 12-Core-GPU sowie eine duale 16-Core-Neural-Engine mit. Der Arbeitsspeicher reicht laut Herstellerangaben bis zu 32 GB, die Speicherbandbreite liegt bei bis zu 170 GB/s.
Leistungssprünge bei Multithreading und KI-Anwendungen
Bei Multithreading-Aufgaben soll der M6 rund 1,2-mal schneller arbeiten als sein Vorgänger M5 und 2,4-mal schneller als der ursprüngliche M1. Gegenüber dem M4 fällt der Sprung mit 40 Prozent mehr Multithreading-Leistung noch deutlicher aus.
Besonders im Bereich künstlicher Intelligenz will Apple mit dem M6 punkten: Bei der Verarbeitung von LLM-Prompts soll der Chip bis zu 13,5-mal schneller sein als der M1 und 4,8-mal schneller als der M4. Auch gegenüber dem M5 zeigt sich laut Herstellerangaben ein deutlicher Fortschritt – die GPU-KI-Leistung soll um 30 Prozent zulegen, gegenüber dem M1 sogar um das Achtfache.
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Die Speicherbandbreite liegt demnach 10 Prozent über der des M5. Insgesamt verspricht Apple gegenüber dem M4 bis zu vierfach schnellere KI-Berechnungen sowie doppelt so schnelle Grafik- und Speicherleistung.
Höherer Einstiegspreis für den Mac mini
Der neue Mac mini mit M6-Chip startet bei 899 US-Dollar und liegt damit 100 US-Dollar über dem Einstiegspreis des Vorgängermodells mit M4-Chip, der bei 799 US-Dollar lag. Gegenüber dem ursprünglichen Einstiegspreis von 599 US-Dollar hat sich der Preis damit um 300 US-Dollar erhöht.
Vorbestellungen für das Gerät waren ab dem 25. August möglich, die Auslieferung soll am 22. September 2026 beginnen. Angekündigt wurde der M6-Chip zusammen mit dem Mac mini in den Varianten M6 und M5 Pro sowie dem Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra am 25. August 2026.
Ausrichtung auf lokale KI-Workloads
Apple positioniert den M6 gezielt für lokale KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät. Unterstützt wird zudem ein Clustering mehrerer Geräte über Thunderbolt 5, was rechenintensive Aufgaben auf mehrere Maschinen verteilen kann.
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Weitere Geräte mit M6 geplant
Der M6-Chip soll nach aktuellem Stand auch in kommenden Geräten zum Einsatz kommen: im MacBook Pro, dessen Vorstellung für Oktober 2026 erwartet wird, in einem etwa zeitgleich erscheinenden iMac sowie im MacBook Air, das Anfang 2027 folgen soll. Auch iPad Pro und iPad Air sollen den Chip erhalten. Varianten wie ein M6 Pro oder M6 Max sind derzeit nicht vorgesehen.
Bemerkenswert ist der M6 zudem aus einem anderen Grund: Es handelt sich um die letzte Hardware-Veröffentlichung, die unter der Führung von Tim Cook als CEO von Apple erfolgt.

