M6-Chip mit 2-Nanometer-Technik: MacBook Pro im Herbst

Apples M6-Prozessor mit 2-Nanometer-Technik verspricht mehr Leistung und Effizienz. Der Mac Pro wird eingestellt, CEO-Wechsel im September.

Apple steht vor einem wegweisenden Hardware-Jahr: Der neue M6-Chip mit 2-Nanometer-Technologie soll das MacBook Pro im Herbst 2026 grundlegend verändern. Erstmals setzt der Konzern auf eine Architektur, die sowohl bei der Leistung als auch bei der Effizienz einen Quantensprung verspricht.

2-Nanometer-Architektur: Was der M6-Chip kann

Der M6-Prozessor markiert einen Meilenstein in Apples Chip-Entwicklung. Die Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren ermöglicht deutlich mehr Transistoren auf gleicher Fläche – das bedeutet spürbar mehr Rechenleistung bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Hinzu kommt ein grundlegend überarbeitetes GPU-Design, das insbesondere Kreativprofis und Entwickler ansprechen dürfte.

Die Speicherbandbreite wächst um 31 Prozent auf 200 GB/s im Vergleich zur M5-Generation. Für rechenintensive Anwendungen wie Videobearbeitung oder KI-Modelltrainings ist das ein erheblicher Zugewinn. Der Einstiegspreis für das M6-MacBook Pro soll bei 1.999 US-Dollar liegen – ob die deutschen Preise ähnlich moderat ausfallen, bleibt abzuwarten.

Bereits in Planung: Ein M7-Modell mit komplett neuem OLED-Design soll 2027 folgen. Im selben Zeitfenster wie das M6-MacBook Pro werden zudem ein Mac mini mit M5-Chip und ein iPad mini mit OLED-Display erwartet.

Das Ende einer Ära: Mac Pro wird eingestellt

Nach fast zwei Jahrzehnten neigt sich die Geschichte des Mac Pro dem Ende zu. Apples Profi-Turm wird offenbar ohne direkten Nachfolger auslaufen. Der Grund liegt auf der Hand: Der Mac Studio mit M3-Ultra-Chip bietet inzwischen mehr Leistung zu einem niedrigeren Preis. Konfigurationen mit bis zu 256 GB RAM und 16 TB Speicher machen den kompakten Desktop zur besseren Wahl für anspruchsvolle Anwender.

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Stattdessen rückt die „Ultra“-Produktlinie in den Fokus. Interne Tests laufen bereits für ein neues MacBook Ultra in 14 und 16 Zoll. Die Geräte mit den Codenamen K114 und K116 sollen OLED-Displays, Touchscreens und die Dynamic-Island-Oberfläche bieten. Die Markteinführung ist für Ende Oktober 2026 oder Anfang 2027 geplant – getestet wird aktuell mit macOS 27.1.

Lieferengpässe: Die Speicherkrise trifft auch Apple

Die ambitionierten Zeitpläne stehen allerdings unter keinem guten Stern. Apple kämpft mit einer anhaltenden Speicherknappheit, die bereits heute die Verfügbarkeit bestehender Produkte beeinträchtigt. Beim MacBook Air verschieben sich Lieferzeiten bis in den September.

Besonders pikant: Verhandlungen mit dem chinesischen Speicherhersteller CXMT über günstigere Preise blieben offenbar erfolglos. Die gesamte Branche leidet unter der angespannten Lage – Microsoft hat eigenen Angaben zufolge Empfehlungen für 32-GB-RAM-Konfigurationen zurückgezogen. Für Apple kommt erschwerend hinzu, dass der iPhone-18-Start ebenfalls große Speichermengen bindet.

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Führungswechsel und neue iPhone-Generation

Der Herbst 2026 wird für Apple auch personell eine Zäsur: John Ternus übernimmt im September den CEO-Posten. Zeitgleich plant der Konzern ein großes Hardware-Event Anfang September, bei dem das iPhone 18 Pro und die Apple Watch Series 12 vorgestellt werden sollen. Das iPhone 18 Pro fällt mit bis zu 10,9 mm deutlich dicker aus als sein Vorgänger – nötig für ein neues Kamerasystem mit variabler Blende.

In Brasilien hat Apple unterdessen die Produktion des iPhone 17 im Foxconn-Werk in Jundiaí aufgenommen. Die dort gefertigten Geräte tragen die Kennung „BR/A“. Trotz Steuervorteilen und kürzerer Logistikwege sollen die Preise für Verbraucher vor Ort nicht sinken.

Sicherheitsupdate: Apple schließt kritische Lücke

Bereits am 6. August hat Apple das Update macOS Tahoe 26.6.1 (Build 25G76) veröffentlicht. Der 2,1 GB große Download für Apple-Silicon-Macs behebt eine Sicherheitslücke bei der Bildschirmfreigabe (CVE-2026-65400). Nutzer von OpenCore Legacy Patcher sollten beachten: Das Update ist mit OCLP 2.4.1 derzeit nicht kompatibel.