Ein Geekbench-Eintrag mit der Kennung „Mac18,6″ hat Spekulationen über einen möglichen Apple-Chip namens M6 Pro ausgelöst. Das Listing weist einen Prozessor mit 18 Kernen und 48 GB Arbeitsspeicher aus, wie notebookcheck.net berichtete. Der Fund tauchte zunächst auf der Plattform Reddit auf, bevor er breiter aufgegriffen wurde.
Die Benchmark-Werte im Detail
Das Testgerät erzielte laut dem Bericht im Single-Core-Test 4.150 Punkte und im Multi-Core-Test 37.565 Punkte, bei einer Taktrate von 4,78 GHz. Die Cache-Architektur wird mit 160 KB L1- sowie 8 MB L2-Cache angegeben.
Bemerkenswert ist, dass das getestete Gerät laut einem Bericht von 163.com mit einer internen Apple-Systemversion lief – ein Hinweis darauf, dass sich der Chip, sofern er existiert, noch in der Entwicklung befindet und kein unmittelbar bevorstehender Marktstart zu erwarten ist.
Im Vergleich dazu erreichte der bereits existierende M6 (Mac18,5, 12 Kerne, 32 GB) laut notebookcheck.net 4.071 Punkte im Single-Core- und 22.783 Punkte im Multi-Core-Test. Der aktuelle M5 Pro (Mac17,8, 18 Kerne, 48 GB, 4,60 GHz) kam auf 3.688 Single-Core- und 34.582 Multi-Core-Punkte.
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Appleinsider nannte für ein 16-Zoll-MacBook-Pro mit M5-Pro-Chip vergleichbare Werte von 3.692 Single-Core- und 33.595 Multi-Core-Punkten. Der gemessene Vorsprung des mutmaßlichen M6 Pro gegenüber dem M5 Pro würde sich demnach vor allem im Multi-Core-Bereich zeigen.
Zweifel an der Echtheit des Ergebnisses
Trotz der auffälligen Werte gibt es erhebliche Unsicherheiten. Notebookcheck.net wies darauf hin, dass in macOS bislang keine Geräte-IDs für Pro- oder Max-Varianten der M6-Generation hinterlegt seien, und Apple hat die Existenz eines solchen Chips nicht bestätigt.
Noch gewichtiger sind die Bedenken von John Poole, dem Entwickler von Geekbench: Er meldete laut macrumors.com, dass er im fraglichen M6-Pro-Ergebnis interne Inkonsistenzen festgestellt habe und es für möglicherweise nicht legitim halte.
Widersprüchliche Signale zur Produktstrategie
Zusätzliche Verwirrung stiftet eine Einschätzung von Bloomberg-Journalist Mark Gurman, der laut macrumors.com berichtete, Apple wolle die Modelle M6 Pro und M6 Max komplett überspringen. Gurman zufolge soll die M6-Generation insgesamt nur rund sechs Monate am Markt bleiben, ohne Pro-, Max- oder Ultra-Varianten – der Nachfolger M7 werde bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet, wie appleinsider.com berichtete.
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Diese Aussage steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zu dem aufgetauchten Benchmark-Eintrag. Ein Bericht von 163.com vom 20. September 2026 relativierte jedoch, dass es keinen Beleg dafür gebe, Apple habe seine gesamte M-Serie-Produktlinie mit Pro-, Max- und Ultra-Varianten grundsätzlich aufgegeben.
Ob es sich bei dem „Mac18,6″-Eintrag also um einen echten, noch in Entwicklung befindlichen M6 Pro handelt, um ein internes Testgerät ohne Marktrelevanz oder schlicht um einen fehlerhaften beziehungsweise manipulierten Datensatz, bleibt vorerst offen. Weder Apple noch Geekbench haben die Angaben bislang abschließend eingeordnet.
Mehr zum Thema bei MacRumors: „M6 Pro Chip Result on Geekbench is Likely Fake“

