Apple verzichtet auf die leistungsstarken Varianten des kommenden M6-Chips und setzt alles auf die nächste Generation.
Aus für M6 Pro und Max: KI treibt die Wende
Apple schreibt seine Halbleiterstrategie neu. Wie aus Industriekreisen verlautet, hat der Konzern die hochwertigen „Pro“- und „Max“-Versionen seines M6-Chips gestrichen. Stattdessen will Apple direkt zur M7-Generation übergehen, die speziell auf Künstliche Intelligenz zugeschnitten sein soll.
Der Standard-M6-Chip mit dem Codenamen „Komodo“ kommt wie geplant noch 2026. Er soll in MacBook Pro, Mac mini, iMac und iPad zum Einsatz kommen. Mit rund 200 GB/s Speicherbandbreite, bis zu 12 GPU-Kernen und einer deutlich verbesserten Neural Engine bleibt er ein solider Allrounder. Doch die ganz großen Sprünge sind erst für den Nachfolger geplant.
M7-Generation: Der KI-Beschleuniger
Die M7-Serie steht ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Apples Ingenieure legen den Fokus auf spezialisierte KI-Beschleuniger. Der Basis-M7 soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen und rund 240 GB/s Speicherbandbreite bieten. Die leistungsstärkeren Versionen M7 Pro und M7 Max folgen in der zweiten Jahreshälfte 2027. Das absolute Spitzenmodell M7 Ultra ist für 2028 anvisiert.
Mac Studio 2026: M5 Ultra als Brückentechnologie
Bis die M7-Chips verfügbar sind, setzt Apple auf eine Übergangslösung. Der Mac Studio erhält noch 2026 ein Update mit dem M5 Ultra. Die technischen Daten können sich sehen lassen: bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne und satte 768 GB Arbeitsspeicher.
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Um die Abwärme dieser Leistungsmonster in den Griff zu bekommen, bekommt der Mac Studio einen überarbeiteten Kühlkörper. Ein komplettes Gehäuse-Redesign bleibt jedoch dem M7-Ultra-Modell 2028 vorbehalten. Die globalen Speicher-Engpässe treiben den Preis: Der Einstiegspreis steigt auf rund 2.300 Euro.
Touchscreen-MacBook Pro in Sicht
Parallel arbeitet Apple an einem MacBook Pro mit Touchscreen. Das Gerät könnte mit einem OLED-Display und der Dynamic Island ausgestattet sein. Der Launch ist zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 geplant. Da die M6 Pro- und Max-Chips gestrichen wurden, kommen voraussichtlich M5 Pro- und M5 Max-Prozessoren zum Einsatz.
Speicherkrise: Apples heikler Drahtseilakt
Die Neuordnung der Chip-Roadmap fällt in eine Zeit massiver Turbulenzen auf dem globalen Speichermarkt. Die KI-Euphorie treibt die RAM-Preise in die Höhe. Analysten prognostizieren, dass bis 2027 bis zu 20 Prozent der Speicherproduktion für Verbrauchergeräte in Rechenzentren abwandern wird.
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Apple reagiert mit einem ungewöhnlichen Schritt: Der Konzern lobbyiert angeblich in Washington für eine Ausnahmegenehmigung. Konkret geht es um die Zusammenarbeit mit ChangXin Memory Technologies (CXMT) aus China. Der Speicherhersteller steht auf der Pentagon-Liste 1260H und der US-Entity-Liste, was Geschäfte mit amerikanischen Firmen faktisch verbietet. Apple hofft, CXMT von bestimmten Restriktionen ausnehmen zu lassen, um sich eine stabile RAM-Versorgung zu sichern.
A20 Pro: 2-Nanometer fürs iPhone
Auch bei den Mobilprozessoren tut sich etwas. Der A20 Pro für die iPhone-18-Pro-Serie soll im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Eine neue Bauweise namens „Wafer-Level Multi-Chip Module“ bringt die Speicherkomponenten neben den Prozessor statt darunter. Das schafft Platz für eine größere Neural Engine.
Erste Daten versprechen 15 Prozent mehr Geschwindigkeit bei 30 Prozent weniger Stromverbrauch. Der Chip kommt in iPhone 18 Pro, Pro Max und einem neuen „Ultra“-Modell zum Einsatz.

