Apple verändert seine Prozessor-Strategie grundlegend. Der M6-Chip kommt nur noch in einer Basis-Version – die leistungsstärkeren Varianten Pro, Max und Ultra fallen weg.
Der Schritt ist ungewöhnlich für den iPhone-Konzern. Bisher brachte Apple mit jeder neuen Chip-Generation stets mehrere Leistungsstufen auf den Markt. Doch diesmal setzt das Unternehmen alles auf eine Karte: den M7. Dieser soll bereits 2027 erscheinen und mit massiven KI-Verbesserungen punkten – Technologien, die ursprünglich für das eingestellte Apple-Auto entwickelt wurden.
M6: Nur noch für Einsteiger-Geräte
Der Basis-M6 kommt voraussichtlich Ende 2026 auf den Markt. Er wird in Einstiegs-Modellen wie dem 14-Zoll MacBook Pro verbaut. Ein überarbeitetes MacBook Air mit M6 soll ebenfalls im Frühjahr erscheinen, genaue Jahreszahlen sind noch offen.
Die technischen Daten des M6 lesen sich solide: ein 10-Kern-Design mit sechs Effizienz- und vier Leistungskernen. Die Rechenleistung soll um 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger steigen. Dazu kommen ein 12-Kern-GPU und ein Retina-Display. Am äußeren Design des MacBook Air ändert sich nichts.
Die Preise für die neuen Air-Modelle sollen bei rund 1.300 Euro für die 13-Zoll-Version und etwa 1.500 Euro für die 15-Zoll-Version liegen.
Der große Sprung: M7 mit KI-Power aus dem Apple Car
Warum verzichtet Apple auf die Top-Varianten des M6? Die Antwort heißt M7. Das Unternehmen will Ressourcen bündeln, um die nächste Generation schneller auf den Markt zu bringen. Der Fokus liegt klar auf KI und maschinellem Lernen.
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Der Zeitplan: Der Basis-M7 erscheint in der ersten Jahreshälfte 2027, die Varianten M7 Pro und M7 Max folgen in der zweiten Jahreshälfte. Der M7 Ultra ist für 2028 geplant – und wird ein echtes Monster.
Dieses Spitzenmodell soll bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher unterstützen. Eine Größenordnung, die vor allem für professionelle Anwender gedacht ist. Analysten rechnen mit Preisen zwischen 10.000 und 35.000 Euro für Mac-Studio-Konfigurationen mit M7 Ultra. Ab 2029 könnte die Ultra-Architektur sogar als Grundlage für Apples interne KI-Server-Infrastruktur dienen.
Die entscheidende Neuerung: Die Verbesserungen an der Neural Engine des M7 stammen direkt aus dem Apple-Car-Projekt. Nachdem der Autobauer seine Fahrzeugpläne aufgegeben hatte, integrierte das Unternehmen die spezialisierte KI-Technologie in die Chip-Entwicklung.
MacBook Pro: Kommt das „MacBook Ultra“?
Ein großes Redesign des MacBook Pro steht für Ende 2026 oder Anfang 2027 an. Die Gerüchte sprechen von einem dünneren Gehäuse, OLED-Displays, Touchscreen-Funktion und der Integration der Dynamic Island. Auch eine Kamera mit Lochausschnitt ist im Gespräch.
Doch hier gibt es eine Überraschung: Die neuen High-End-Laptops – möglicherweise unter dem Namen „MacBook Ultra“ – sollen nicht mit M6 Pro oder Max kommen, sondern mit M5 Pro und M5 Max. Das bedeutet eine rund 20-monatige Lücke zwischen den aktuellen Spitzen-Chips und dem M7 Pro beziehungsweise M7 Max.
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Ausblick: M8 mit 1,4-Nanometer-Technik
Für 2028 plant Apple bereits den M8. Dieser Chip soll im 1,4-Nanometer-Verfahren gefertigt werden – ein weiterer Schritt zu höherer Transistordichte und besserer Energieeffizienz. Ob Apple dann wieder auf eine vollständige Chip-Familie setzt oder weiterhin auf einzelne Basis-Modelle, bleibt abzuwarten.

