Apple krempelt seine Chip-Strategie um. Die Profi-Varianten des M6 fallen aus, stattdessen setzt der Konzern auf einen KI-optimierten M7.
Der kalifornische Technologieriese plant einen ungewöhnlichen Schritt in seiner Prozessor-Roadmap. Während ein Basis-M6 mit moderner 2-Nanometer-Fertigung noch für Ende 2026 in den günstigeren 14-Zoll-MacBook-Pro-Modellen vorgesehen ist, werden die leistungsstärkeren M6 Pro und M6 Max komplett gestrichen. Das berichten Branchenkenner übereinstimmend.
M7-Codename Andros: KI-Leistung als neues Ziel
Stattdessen bringt Apple die nächste Generation massiv nach vorne. Die M7 Pro und M7 Max – intern unter dem Codenamen Andros entwickelt – sollen bereits für Ende 2027 geplant sein. Der Clou: eine spektakuläre Steigerung der Speicherbandbreite auf rund 240 GB/s. Das wäre ein Plus von 56 Prozent im Vergleich zur aktuellen M5-Serie mit 153 GB/s.
Ein Basis-M7 mit dem Codenamen Delos wird bereits für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet. Die Botschaft ist klar: Apple setzt voll auf Rechenleistung für Künstliche Intelligenz – und nimmt dafür einen Generationensprung in Kauf.
MacBook Ultra: Neues Spitzenmodell mit OLED und Touch
Parallel zur Chip-Offensive zeichnet sich eine neue Produktlinie ab. Das MacBook Ultra soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erscheinen und gleich mehrere Premieren für das Mac-Lineup bringen:
- Erstmals ein OLED-Display in einem MacBook
- Touchscreen-Funktionalität
- Integration der Dynamic Island-Oberfläche
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Das Ultra-Modell startet zunächst mit M5 Pro und M5 Max und wäre das erste große Redesign des Premium-Laptops seit 2021. Weitere Gerüchte deuten auf ein dünneres Gehäuse und eine mögliche Mobilfunk-Anbindung per C2-Modem hin. Der Preis dürfte deutlich über dem aktuellen MacBook Pro-Einstiegspreis von rund 1.999 Euro liegen.
Milliarden-Deal mit Broadcom: US-Fertigung wird ausgebaut
Doch Apple denkt nicht nur an Endkunden. Der Konzern hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Broadcom über mehr als 30 Milliarden Euro geschlossen. Die Vereinbarung läuft bis 2031 und konzentriert sich auf die Produktion von FBAR-Filtern und anderen drahtlosen Komponenten in den USA. Broadcom investiert dafür 1,5 Milliarden Euro in sein Werk in Fort Collins, Colorado.
Noch spannender: Gemeinsam arbeiten beide Unternehmen an einem KI-Server-Chip mit dem Codenamen Baltra. Das Bauteil, gefertigt im N3P-Verfahren, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Massenproduktion gehen. Diese Projekte sind Teil von Apples 600-Milliarden-Euro-Investitionsoffensive in die amerikanische Fertigung.
2027: Das Jahr der Hardware-Revolution
Das Jahr 2027 zeichnet sich als Wendepunkt für Apples gesamte Produktpalette ab. Neben den M7-MacBook-Pro-Modellen erwarten Analysten:
- Ein M6-iPad Pro im Frühjahr 2027
- Ein M6-MacBook Air in der ersten Jahreshälfte 2027
- Ein redesigntes iPhone 20 Pro zum 20-jährigen Jubiläum
- Ein faltbares iPhone
- Neue Wearables wie Apple Glasses
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Führungswechsel zum richtigen Zeitpunkt
All diese Veränderungen dürften unter neuer Führung stattfinden. John Ternus soll im Herbst 2026 den CEO-Posten übernehmen – pünktlich zum Start der beschleunigten Chip-Einführung und der 2-Nanometer-Ära. Ein strategisch perfekter Zeitpunkt für einen Neuanfang.

