Apple überrascht mit einem radikalen Strategiewechsel: Die High-End-Varianten des M6-Chips werden gestrichen, stattdessen soll die M7-Serie schon im Frühjahr 2027 erscheinen. Der Schritt zeigt, wie sehr der Konzern auf KI-Leistung setzt.
Der US-Technologiekonzern verschlankt seine Chip-Roadmap erheblich. Branchenkreisen zufolge wird Apple die Pro-, Max- und Ultra-Versionen des M6-Prozessors komplett überspringen. Nur das Basismodell des M6 soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen – und zwar in einer überarbeiteten MacBook-Pro-Reihe, die für Oktober erwartet wird.
Basismodell mit deutlichen Effizienzgewinnen
Der Einstiegs-Chip wird in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und bietet gegenüber dem Vorgänger eine Leistungssteigerung von etwa zehn bis fünfzehn Prozent. Deutlich größer fällt der Effizienzsprung aus: Der Stromverbrauch soll um rund 30 Prozent sinken. Auch die Speicherbandbreite wächst spürbar – von 153 GB/s beim M5 auf etwa 200 GB/s beim neuen Basismodell.
Trotz der internen Verbesserungen bleibt das Design der neuen MacBook-Pro-Modelle unverändert. Auch der Einstiegspreis von rund 1.999 Euro dürfte stabil bleiben. Wer auf ein äußerlich erneuertes Gerät hofft, muss sich also gedulden – die große Überarbeitung kommt erst mit der M7-Generation.
KI als Treiber der Beschleunigung
Indem Apple die Zwischenstufen des M6 streicht, gewinnt der Konzern wertvolle Monate. Die M7-Serie soll bereits im Frühjahr 2027 erscheinen – deutlich früher als der übliche Herbst-Zyklus. Branchenbeobachter sehen darin eine klare Ansage im Wettlauf um künstliche Intelligenz.
Die Ultra-Variante des M7 soll bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher unterstützen. Analysten zufolge könnte ihre KI-Rechenleistung mit spezialisierter Hardware wie Nvidias Blackwell-Architektur mithalten. Das erste Gerät mit dem neuen Chip dürfte ein komplett neu gestaltetes 14-Zoll-MacBook Pro Anfang 2027 sein.
Die Beschleunigung passt zu Apples langfristiger KI-Strategie. Bereits im Juli 2023 hatte der Konzern mit der Entwicklung des „Ajax“-Frameworks und eines internen Chatbots namens „Apple GPT“ begonnen – nun sollen die Früchte dieser Arbeit in die Hardware fließen.
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Neue Gerätekategorie „MacBook Ultra“
Parallel zur Chip-Umstellung arbeitet Apple offenbar an einer neuen Produktlinie. Ein „MacBook Ultra“ genannter Profi-Laptop soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erscheinen – allerdings nicht mit M6-Technik, sondern mit M5-Pro- oder M5-Max-Prozessoren. Das Gerät soll ein grundlegend überarbeitetes Design mit OLED-Touchscreen und Dynamic-Island-Oberfläche erhalten.
iPhone 18 Pro mit A20-Chip und 5G-Modem
Auch im Smartphone-Bereich steht ein großer Wurf bevor. Am 9. September 2026 will Apple das iPhone 18 Pro vorstellen. Das Gerät wird voraussichtlich den ebenfalls im 2-Nanometer-Verfahren gefertigten A20-Pro-Chip enthalten. Weitere Neuerungen: ein hauseigenes 5G-Modem, Face ID unter dem Display und ein leicht erhöhtes Gewicht gegenüber dem Vorgängermodell.
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Zulieferer rüsten massiv auf
Die Umstellung auf die 2-Nanometer-Technologie erfordert gewaltige Investitionen in der Lieferkette. Foxconn, Apples wichtigster Fertigungspartner, meldete für Juli 2026 einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 29,6 Milliarden Euro – angetrieben durch KI-Produkte und die Vorbereitung der iPhone-18-Pro-Produktion.
In Südkorea treibt SK Hynix den Ausbau der Speicherproduktion voran. Die Genehmigung für zwei neue Fabriken mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet rund 38,3 Milliarden Euro wurde am 7. August erteilt. Die Werke mit den Bezeichnungen Y2 und M17 sollen DRAM- und NAND-Speicher fertigen, um Engpässe für das iPhone 18 Pro und künftige Mac-Modelle zu vermeiden. Der Baubeginn für M17 ist für Februar 2027 geplant, Y2 soll im Juli 2027 folgen.
Ein Kuriosum am Rande: Das Linux-Betriebssystem hat in Version 7.3 grundlegende Unterstützung für die älteren M3-Pro-, Max- und Ultra-Chips von Apple erhalten. Die volle GPU-Beschleunigung für diese Prozessoren steht allerdings noch aus.

