Apple bereitet nach Berichten des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman für künftige Prozessorgenerationen einen massiven Ausbau des Arbeitsspeichers vor. Der geplante Spitzenprozessor M7 Ultra soll mit bis zu 1,5 TB Unified Memory ausgestattet werden. Ziel dieses außergewöhnlich großen gemeinsamen Speichers ist es, die lokale Ausführung komplexer KI-Modelle direkt auf dem Gerät zu ermöglichen, ohne auf externe Rechenzentren zurückgreifen zu müssen.
Gewaltiger Speicherausbau gegen Cloud-Abhängigkeit
Mit einer Kapazität von bis zu 1,5 TB würde der M7 Ultra die Grenzen bisheriger Apple-Silicon-Generationen deutlich verschieben. Die anvisierte Speichermenge entspricht mehr als dem Dreifachen des Limits von 512 GB beim M3 Ultra und übertrifft auch die geplante Grenze von 768 GB beim M5 Ultra um rund das Doppelte.
Hintergrund dieser Architekturpläne ist der enorme Speicherbedarf moderner Sprachmodelle. Durch die Bereitstellung von mehr als einem Terabyte Unified Memory können umfangreichere Modellgewichte vollständig lokal im schnellen Speicher gehalten werden. Dies verringert die Latenz und senkt die Abhängigkeit von Cloud-Infrastrukturen.
Allerdings gilt sogenannter High-Bandwidth-DRAM in der Branche derzeit als knapp und teuer. Ob die Maximalkonfiguration von 1,5 TB tatsächlich für Endkunden erscheint, gilt laut Gurman daher als abhängig von der Marktlage.
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Roadmap für Desktop-Systeme und Server
Bis zur Einführung des Hochleistungschips müssen sich Anwender noch gedulden. Der M7 Ultra wird demnach für den Mac Studio im Jahr 2028 erwartet; für 2027 ist kein neues Modell des Mac Studio vorgesehen.
Darüber hinaus verfolgt Apple laut Gurman ambitionierte Server-Pläne: Neben einem Server auf Basis des M5 Ultra mit dem Codenamen J246 sei für das Jahr 2029 ein dediziertes KI-Serverprodukt geplant, das auf dem M7 Ultra aufbauen soll. Damit könnte Apple eigene Rechenkapazitäten für KI-Dienste künftig mit maßgeschneiderter Hardware betreiben.
Fokus auf M7 und Fertigungspartnerschaft mit Intel
Die langfristigen Planungen gehen mit einer Neuausrichtung des Prozessor-Portfolios einher. Laut Gurman ist die M6-Serie praktisch gestrichen: Apple habe Varianten wie den M6 Pro, M6 Max und M6 Ultra verworfen, um die Ressourcen voll auf die M7-Reihe zu konzentrieren.
Die Basisvariante des M7 wird für das erste Halbjahr 2027 erwartet. Der Chip soll eine Speicherbandbreite von rund 240 GB/s bieten und als erster Apple-Silicon-Prozessor im 18A-P-Verfahren bei Intel gefertigt werden. Die leistungsstärkeren Ausführungen M7 Pro und M7 Max folgen voraussichtlich gegen Ende 2027.
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Für die mobilen MacBooks zeichnet sich 2027 eine zweistufige Markteinführung ab. Gurman zufolge plant Apple zunächst ein Einstiegs-MacBook-Pro mit Basischip, möglicherweise noch vor dem Sommer 2027. Gegen Ende 2027 sollen High-End-Modelle mit M7 Pro und M7 Max folgen, die über OLED-Bildschirme und Touchscreen-Funktionen verfügen sollen.
Diese Spitzenmodelle richten den technischen Schwerpunkt mit einer neuen Neural Engine und schnellerem Arbeitsspeicher ebenfalls gezielt auf anspruchsvolle KI-Berechnungen aus.

