M7 Ultra: Apples Chip mit 1,5 TB RAM kommt 2028

Apples kommender M7 Ultra Prozessor soll bis zu 1,5 TB Arbeitsspeicher bieten und KI-Modelle lokal ausführen. Die Kosten könnten jedoch explodieren.

Der neue Chip soll 2028 erscheinen und die Rechenleistung für KI-Arbeitsplätze drastisch steigern.

Apple arbeitet an einem Hochleistungsprozessor der nächsten Generation. Der M7 Ultra soll laut übereinstimmenden Berichten bis zu 1,5 Terabyte (TB) an einheitlichem Arbeitsspeicher unterstützen. Damit würde das Unternehmen an die Speicherkapazitäten des Intel-basierten Mac Pro von 2019 anknüpfen – und diese deutlich übertreffen.

KI als Treiber der Chip-Strategie

Ein Bericht von Bloomberg-Insider Mark Gurman vom 12. Juli 2026 zeichnet ein klares Bild: Apple hat seine Chip-Roadmap neu ausgerichtet. Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt. Der M7 Ultra soll die doppelte maximale Speicherkapazität des kommenden M5 Ultra bieten, der noch in diesem Jahr mit bis zu 768 Gigabyte (GB) auf den Markt kommt.

Die Speicherbandbreite des M7 Ultra könnte bei etwa 1 TB/s liegen. Damit will Apple laut Analysten zu High-End-Systemen wie Nvidias Blackwell-Architektur aufschließen. Die enorme Speicherkapazität zielt vor allem auf professionelle Anwendungen ab:

  • 3D-Rendering
  • Komplexe Videobearbeitung
  • Lokale Ausführung von KI-Modellen mit bis zu einer Billion Parametern

Vom Autopilot zum Desktop-Chip

Die Entwicklung der M7-Familie, deren erste Modelle für Anfang 2027 erwartet werden, profitiert von einem überraschenden Erbe. Technologien aus Apples eingestelltem autonomem Fahrprojekt (intern „Project Titan“ genannt) fließen in die neuen Prozessoren ein. Die Neural Engine des M7 basiert demnach auf den leistungsstarken KI-Chips, die ursprünglich für das selbstfahrende Auto entwickelt wurden.

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Doch damit nicht genug: Apple plant offenbar, den M7 Ultra ab 2029 auch in Servern einzusetzen. Das Unternehmen würde damit seine KI-Infrastruktur auf eigene Chips stützen – ein strategischer Schwenk weg von Drittanbieter-Hardware.

Hürden: Speicherknappheit und horrende Kosten

Trotz der ambitionierten Pläne bleibt die Markteinführung risikobehaftet. Die globale Speicherknappheit könnte die Verfügbarkeit und Konfiguration des 1,5-TB-Modells beeinträchtigen. Mehrere Berichte warnen vor Engpässen.

Die Kosten für derart große Speichermengen sind enorm. Branchenschätzungen zufolge könnte ein Upgrade von 128 GB auf die volle 1,5-TB-Ausstattung über 35.000 Euro kosten. Ein voll ausgestattetes Mac Studio mit M7 Ultra würde demnach bei rund 20.000 Euro liegen.

Ausblick: M6 wird übersprungen

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Apple hat sein aktuelles Profi-Line-up bereits gestrafft. In den letzten Monaten strich das Unternehmen die 256-GB- und 512-GB-Konfigurationen für das M3 Ultra Mac Studio. 96 GB bleiben vorerst die Hauptoption, während die Roadmap auf die nächste Chip-Generation zeigt.

Interessant: Apple wird offenbar keinen M6 Ultra entwickeln. Stattdessen setzt der Konzern direkt auf die überarbeitete M7-Architektur. Bis der Chip in den Regalen liegt, vergehen allerdings noch Jahre. Ob die ambitionierten Spezifikationen dann Realität werden, hängt maßgeblich von der globalen Halbleiter-Versorgung ab.