Mac mini M5: Apple verschiebt Launch in den Herbst wegen Speichermangel

Apples neuer Mac mini mit M5-Chip erscheint erst im Herbst 2026. Grund sind Engpässe bei DRAM- und NAND-Flash-Speichern durch den KI-Boom.

Statt einer Vorstellung auf der WWDC 2026 müssen sich Käufer nun wohl bis zum Herbst gedulden. Grund dafür ist ein weltweiter Mangel an Speicherbausteinen – ausgerechnet verursacht durch den KI-Boom.

Speicher-Engpässe bremsen die Produktion

Die Verzögerung hat einen handfesten technischen Grund: DRAM- und NAND-Flash-Speicher sind knapp. Beobachter des Marktes haben festgestellt, dass aktuelle M4-Mac-mini-Modelle mit 16 Gigabyte RAM in großen Stückzahlen als günstige KI-Server eingesetzt werden. Die Folge: selbst für die aktuelle Generation betragen die Lieferzeiten in einigen Märkten wie Japan zwischen vier Wochen und fünf Monaten.

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Apples Prioritäten sind daher klar: Laptops gehen vor Desktops. Die offizielle Kompatibilitätsliste für das kommende Betriebssystem macOS Tahoe 26 vom 12. Juni enthielt zwar zahlreiche Apple-Silicon-Geräte, aber keinen einzigen M5-basierten Mac mini oder Mac Studio. Ein deutliches Zeichen, dass die Desktop-Reihe vorerst hinten anstehen muss.

Leistungssprung von über 30 Prozent

Doch die Wartezeit könnte sich lohnen. Geleakte Benchmarks vom 13. Juni 2026 zeichnen ein vielversprechendes Bild: Im Geekbench-6-Multikern-Test erreichte der M5 Pro 26.427 Punkte – ein Vorsprung von rund 31 Prozent gegenüber dem M3 Max. Der Chip soll über eine 18-Kern-CPU und eine Speicherbandbreite von 307 Gigabyte pro Sekunde verfügen.

Die technischen Daten im Überblick:
M5 Standard: 10-Kern-CPU, 10-Kern-GPU, 16 GB RAM, 512 GB SSD
M5 Pro: 24 GB RAM, 1 TB Speicher
M5 Ultra (in Entwicklung): 36 CPU-Kerne, 1.000 GB/s Speicherbandbreite

Design-Frage: Kompakt oder bewährt?

Ein besonderer Punkt der Spannung: Wird der Mac mini kleiner? Einige Gerüchte deuten auf ein radikales Redesign hin – auf die Größe einer Apple-TV-Box geschrumpft. Möglich machen soll das ein neues Kühlsystem mit einem einzelnen Lüfter und einer Kupferkontaktplatte. Andere Quellen widersprechen und gehen von einer Beibehaltung des aktuellen Designs für Mac mini und Mac Studio aus.

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Klar ist dagegen der Preistrend: Analysten rechnen mit einem Aufschlag von umgerechnet rund 90 Euro. Der Einstiegspreis für den M5 Mac mini läge dann bei etwa 720 Euro.

Software-Revolution zum Start

Der M5-Launch fällt mit einem tiefgreifenden Software-Wechsel zusammen. macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“ wird voraussichtlich den Intel-Support komplett einstellen. Der Fokus liegt auf einer neu aufgebauten Siri-KI, die auf Googles Gemini-Modellen basiert – eine Partnerschaft, die Apple schätzungsweise eine Milliarde Dollar pro Jahr kostet.

Bevor der Desktop kommt, dürften andere M5-Geräte erscheinen: ein überarbeiteter iMac in neuen Farben und aktualisierte MacBook-Pro-Modelle. Die aktuellsten Prognosen für den M5 Mac mini nennen Oktober oder November 2026. Sollten die Komponenten-Engpässe jedoch bis 2027 anhalten, könnte Apple die Desktop-Generation sogar ganz überspringen.