Mac mini M6: 2 TB kosten rund 1.900 Dollar ohne günstiges Drittanbieter-Upgrade

Der M6 Mac mini lässt sich intern nicht mehr mit Modulen Dritter erweitern; zugleich liegen die Preise über denen des M4.

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Bei den aktuellen Mac-mini-Modellen mit M6- und M5-Pro-Prozessor setzt Apple wieder auf fest verlöteten NAND-Speicher. Während beim Vorgängermodell mit M4-Chip noch ein austauschbares Speichermodul verbaut war, entfällt nun die Möglichkeit, das interne SSD-Laufwerk nach dem Kauf eigenhändig über Komponenten von Drittanbietern aufzurüsten.

Apple selbst lieferte für diese Designänderung keine offizielle Erklärung. Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich damit künftig nur noch über externe Laufwerke via USB-C oder Thunderbolt anbinden.

Höhere Upgrade-Kosten ohne Drittanbieter-Module

Die Rückkehr zum verlöteten Speicher hat erhebliche finanzielle Auswirkungen auf Konfigurationen mit hoher Speicherkapazität. Beim M4-Modell konnten Nutzer das austauschbare NAND-Modul nachträglich auf bis zu 2 TB erweitern.

Während ein direkt von Apple ab Werk konfiguriertes 2-TB-Upgrade beim M4 mit 800 US-Dollar zu Buche schlug, lagen kompatible Module von Drittanbietern bei rund 300 bis 320 US-Dollar. Die Ersparnis durch den Selbstumbau belief sich damals auf knapp 500 US-Dollar.

Ein M4 mit nachträglich verbautem 2-TB-Modul kostete seinerzeit insgesamt etwa 919 bis 920 US-Dollar. Für einen M6 mit 2 TB SSD werden nun insgesamt rund 1.899 bis 1.900 US-Dollar fällig.

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Parallel dazu stiegen die Einstiegspreise der Hardware. Der M4 startete bei 599 US-Dollar (Studierendenpreis 499 US-Dollar), während der M6-Basispreis bei 899 bis 900 US-Dollar liegt. In Südkorea stieg der Preis von 890.000 Won beim M4 auf 1.499.000 Won für den M6 und bis zu 3,19 Millionen Won für die 2-TB-Version.

Auf dem französischen Markt lag der Startpreis des M4 zunächst bei 700 Euro und stieg später auf 950 Euro; der M6 beginnt dort bei 1.050 Euro für die Basisausstattung mit 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD. Der M4 Pro startete im Jahr 2024 bei 1.650 Euro, während für den M5 Pro mit 24 GB RAM und 512 GB SSD mindestens 2.000 Euro verlangt werden.

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Zum Vergleich liegt der Mac Studio mit M4 Max bei 2.500 Euro und mit M5 Max bei 3.000 Euro. Berichten von The Verge zufolge gilt die deutliche Preissteigerung als wesentlicher Nachteil des Geräts. Erste Nachlässe im Handel zeigten sich unter anderem bei Amazon, wo das M6-Einstiegsmodell im Rahmen von Sonderaktionen für 779,99 US-Dollar angeboten wurde.

Technische Neuerungen bei M6 und M5 Pro

In der Produktpalette überspringt das Standardmodell die M5-Generation und nutzt direkt den M6-Chip, während das Pro-Modell als M5 Pro auf die vorherige Generation zurückgreift. Der M6 Mac mini, dessen Marktstart am 22. September 2026 stattfand, nutzt als erstes Verbrauchergerät den 2-nm-Fertigungsprozess von TSMC bei Gehäusemaßen von 5 × 5 × 2 Zoll.

Das Modell bietet eine 12-Kern-CPU, eine 12-Kern-GPU, 16 GB Arbeitsspeicher und eine duale Neural Engine. Nach Herstellerangaben soll der Chip bei CPU-Aufgaben bis zu 40 Prozent schneller sein als der M4, bei Grafikaufgaben bis zu doppelt so schnell und bei KI-Aufgaben viermal so schnell.

Messungen von The Verge beziffern den Geschwindigkeitszuwachs im Alltag auf rund 20 Prozent gegenüber dem M4. In Praxistests erreichte Cyberpunk 2077 bei einer Auflösung von 1080p knapp 60 Bilder pro Sekunde. Im Benchmark Geekbench 7 erzielte der M6 einen Wert von 4.098 Single-Core-Punkten.

Der M5 Pro richtet sich an anspruchsvollere Nutzer und kostet in der Basiskonfiguration 1.699 US-Dollar mit 24 GB RAM und 512 GB SSD. Das System lässt sich auf bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und 8 TB SSD-Speicher erweitern. Es bietet 15 CPU-Kerne (optional bis 18), 16 GPU-Kerne (optional bis 20), eine Speicherbandbreite von 307 GB/s sowie eine 16-Kern-Neural-Engine.

Im Geekbench 7 erreicht der M5 Pro 3.691 Single-Core-Punkte und 26.989 Multi-Core-Punkte, verglichen mit 22.052 Multi-Core-Punkten beim M4. Hinsichtlich der Anschlüsse bietet der M6 drei Thunderbolt-Ports mit 40 Gb/s, während der M5 Pro auf drei Thunderbolt-5-Schnittstellen mit bis zu 120 Gb/s setzt. Beide Modelle unterstützen bis zu drei Displays, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 sowie standardmäßig 2,5-Gigabit-Ethernet mit optionalem Upgrade auf 10 Gigabit.

Mehr zum Thema bei The Verge: „Apple’s new M6 Mac Mini is over $100 off“