In einer überraschenden Portfolio-Aktualisierung hat Apple am 25. August 2026 neue Prozessorgenerationen für seine Desktop-Systeme angekündigt. Mit dem M6 und dem M5 Ultra führt das Unternehmen spezialisierte Hardware ein, die insbesondere auf die Anforderungen lokaler Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und anspruchsvolle professionelle Arbeitsabläufe ausgerichtet ist. Während der M6-Chip sein Debüt im kompakten Mac mini feiert, wird der leistungsstarke M5 Ultra als Herzstück des Mac Studio positioniert.
Technologischer Sprung durch 2-Nanometer-Fertigung beim M6
Mit dem M6 präsentiert der Hersteller seinen ersten Chip, der auf einer 2-Nanometer-Fertigungstechnologie basiert. Diese neue Architektur ermöglicht eine höhere Effizienz und Leistungsdichte im Vergleich zu vorangegangenen Generationen.
Der Prozessor ist mit einer 12-Core-CPU und einer 12-Core-GPU ausgestattet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rechenleistung für KI-Prozesse, wofür eine sogenannte Dual 16-Core Neural Engine integriert wurde.
Nach Angaben des Unternehmens erreicht der M6 eine Speicherbandbreite von bis zu 170GB/s. Der Arbeitsspeicher des Systems kann auf eine Kapazität von bis zu 32GB konfiguriert werden.
Eingeführt wird der Chip in einem neuen Modell des Mac mini, das zu einem Einstiegspreis von 899 US-Dollar angeboten wird. Für Nutzer mit höherem Leistungsbedarf steht zudem eine Variante des Mac mini mit einem M5-Pro-Prozessor zur Verfügung, deren Preis bei 1.699 US-Dollar beginnt.
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Höchstleistung für Workstations mit dem M5 Ultra
Parallel zum M6 wurde der M5 Ultra vorgestellt, den der Hersteller als den bisher leistungsstärksten Chip seiner Firmengeschichte bezeichnet. Technisch basiert der M5 Ultra auf einer Quad-Die-Architektur, bei der zwei M5-Max-Chips miteinander gekoppelt werden. Dieser Aufbau ermöglicht eine Ausstattung mit bis zu 36 CPU-Kernen und einer Grafik-Recheneinheit mit bis zu 80 GPU-Kernen.
Die Neural Engine des M5 Ultra umfasst 32 Kerne, was die Hardware für rechenintensive Machine-Learning-Aufgaben prädestiniert. Das System unterstützt eine Speicherbandbreite von 1,2TB/s und kann mit einem Arbeitsspeicher von bis zu 512GB konfiguriert werden.
Diese Leistungswerte finden sich im aktualisierten Mac Studio wieder. Die Preisgestaltung für den Mac Studio beginnt bei 2.499 US-Dollar für die Ausführung mit dem M5-Max-Chip, während das Spitzenmodell mit M5 Ultra ab einem Preis von 5.499 US-Dollar gelistet wird.
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Strategischer Fokus auf KI-Workloads und Verfügbarkeit
Die neuen Desktop-Systeme zielen primär auf ein Kundensegment ab, das auf hohe lokale Rechenleistung angewiesen ist. Branchenanalysten sehen in der Hardware-Ankündigung eine Reaktion auf den steigenden Bedarf an Kapazitäten für KI-Workloads. Der Hersteller betonte in diesem Zusammenhang, dass die Geräte so konzipiert seien, dass Anwender bei Bedarf mehrere Mac-Systeme zusammenschließen können, um komplexe KI-Berechnungen durchzuführen.
Die Ankündigung erfolgte als unangekündigtes Upgrade der bestehenden Produktlinien. Vorbestellungen für die neuen Modelle sind bereits seit Dienstag, dem 25. August 2026, möglich.
Die reguläre Verfügbarkeit im Handel sowie der Versand an erste Kunden sind für den 22. September vorgesehen. Mit dieser Markteinführung schließt das Unternehmen die Lücke zwischen mobilen Endgeräten und hochperformanten stationären Workstations für den professionellen Einsatz.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Apple launches new M6 and M5 Ultra Apple silicon chips — debuting in new Mac Mini and Mac Studio“

