Mac mini M6: Apples erster 2-Nanometer-Chip ab 22. September

Apple bringt den Mac mini mit M6-Prozessor ab 22. September auf den Markt. Der Einstieg kostet 899 US-Dollar, Vorbestellungen laufen bereits.

Apple hat den aktualisierten Mac mini mit dem neuen M6-Chip vorgestellt. Es handelt sich um den ersten chip des Unternehmens, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, der Versand soll ab dem 22. September 2026 beginnen.

Architektur mit drei Kerntypen

Der M6 markiert laut Apple eine architektonische Neuerung: Erstmals kommt in einem Basis-M-Chip eine Pro-Level-CPU-Architektur mit drei unterschiedlichen Kerntypen zum Einsatz. Die 12-Core-CPU setzt sich aus zwei Super-Kernen, vier Performance-Kernen und sechs Effizienz-Kernen zusammen. Ergänzt wird sie durch eine 12-Core-GPU sowie eine Dual-16-Core Neural Engine.

Leistungssteigerungen im Detail

Nach Angaben aus dem Apple-Umfeld soll der M6 eine bis zu 40 Prozent schnellere Multithread-Leistung im Vergleich zum M4 bieten. Bei grafikintensiven Anwendungen wie Raytracing in Cyberpunk 2077 falle die GPU-Leistung doppelt so hoch aus wie beim Vorgänger. Die Dual-16-Core Neural Engine erreiche demnach die doppelte Spitzenrechenleistung.

Weitere Vergleichswerte zeichnen ein differenziertes Bild: Gegenüber dem M5 falle die Multithread-Leistung um den Faktor 1,2 höher aus, gegenüber dem M1 um den Faktor 2,4. Bei KI-Anwendungen sei der M6 bis zu viermal schneller, bei Speicher und Grafik verdopple sich die Leistung.

Besonders deutlich fallen die Unterschiede bei der Verarbeitung großer Sprachmodelle aus: In der Anwendung LM Studio soll der M6 bei der Prompt-Verarbeitung 13,5-mal schneller arbeiten als der M1 und 4,8-mal schneller als der M4.

Die Speicherbandbreite des M6 variiert je nach Konfiguration: Bei 16 Gigabyte RAM liegt sie bei 153 Gigabyte pro Sekunde, bei 24 beziehungsweise 32 Gigabyte bei 170 Gigabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: Der M5 Pro erreicht 307 Gigabyte pro Sekunde.

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Preise und Ausstattung

Der neue Mac mini mit M6-Chip startet bei 899 US-Dollar für die 256-Gigabyte-Variante und 1.099 US-Dollar für die 512-Gigabyte-Version – damit liegt der Einstiegspreis rund 300 US-Dollar über dem Preis, den Apple beim Launch des M4-Modells aufgerufen hatte. Die Variante mit M5-Pro-Chip startet bei 1.699 US-Dollar.

Der Mac mini unterstützt bis zu 32 Gigabyte RAM und bringt zeitgemäße Konnektivität mit: Wi-Fi 7, Bluetooth 6, 2,5-Gigabit-Ethernet, Genlock sowie PCIe-Gen-6-SSDs. Zudem ist ein N1-Chip mit Thread-Unterstützung verbaut. Ausgeliefert wird das Gerät mit macOS 27 Golden Gate.

Weitere Neuvorstellungen und Ausblick

Parallel zum Mac mini präsentierte Apple auch den Mac Studio mit M5 Max ab 2.499 US-Dollar sowie mit M5 Ultra ab 5.499 US-Dollar – ebenfalls verfügbar ab dem 22. September.

Der M5 Ultra basiert auf einer Quad-Die-Architektur mit bis zu 36 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen, 512 Gigabyte Speicher und 1,2 Terabyte pro Sekunde Bandbreite; bei GPU-basierten KI-Berechnungen soll er die 4,5-fache Leistung des M3 Ultra erreichen.

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Der M6-Chip soll nach aktuellem Kenntnisstand künftig auch im 14-Zoll-MacBook Pro sowie im iMac erscheinen, dessen Vorstellung für Oktober 2026 erwartet wird. Für das MacBook Air ist der Einsatz für Anfang 2027 vorgesehen, ebenso für iPad Pro und iPad Air. Varianten mit Pro- oder Max-Ausbaustufe sind für den M6 zunächst nicht geplant – diese sollen erst mit der nächsten Generation M7 folgen.

Apple hatte M6 und M5 Ultra zunächst vorgestellt, bevor das Unternehmen ein weiteres event für den 9. September ankündigte, bei dem neue iPhones erwartet werden.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Mac Mini’s New M6 Chip Coming to These Two Macs Next“