Apple hat am 25. August 2026 neue Mac-mini- und Mac-Studio-Modelle vorgestellt und den Startschuss für eine breit angelegte Modernisierung seines Ökosystems gegeben. Die Vorbestellungen für die neuen Geräte sind bereits geöffnet, der Versand soll am 22. September beginnen. Am selben Tag erscheint auch macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“, das für die Woche ab dem 14. September erwartet wird und unter anderem die neue Siri-KI mitbringt.
Neue Mac-Modelle mit erstem 2-Nanometer-Chip
Kernstück der Ankündigung ist der neue M6-Chip, der laut Apple der erste in einem Consumer-Computer verbaute 2-Nanometer-Chip aus der Fertigung von TSMC ist.
Der M6 verfügt über eine 12-Core-CPU und eine 12-Core-GPU und erreicht laut Apple eine um 30 Prozent höhere GPU-Rechenleistung als der M5 sowie das Achtfache der Leistung des ursprünglichen M1. Besonders bemerkenswert: Der M6 ist der erste Basis-Chip mit einer Kombination aus Super-, Performance- und Effizienzkernen (2+4+6) – eine Architektur, die zuvor nur den leistungsstärkeren M5-Pro- und M5-Max-Varianten vorbehalten war.
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Der Mac mini startet mit dem M6-Chip bei 899 US-Dollar und bietet je nach Speicherausstattung eine Speicherbandbreite von 153 GB/s (16 GB) oder 170 GB/s (24/32 GB).
Wahlweise ist auch eine Variante mit M5-Pro-Chip erhältlich, die eine Bandbreite von bis zu 307 GB/s erreicht. Beide Ausführungen kommen mit dem neuen N1-Chip, der Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread unterstützt.
Für Nutzer mit höheren Leistungsanforderungen bringt Apple den Mac Studio mit M5-Max- oder M5-Ultra-Chip. Der M5 Ultra bietet eine 36-Core-CPU, eine 80-Core-GPU, bis zu 512 GB Arbeitsspeicher und eine Speicherbandbreite von 1,2 TB/s. Bei KI-Anwendungen soll der Chip eine bis zu viermal schnellere Prompt-Verarbeitung für große Sprachmodelle gegenüber dem M3 erreichen, während der M6 laut Apple eine 4,8-fach schnellere LLM-Prompt-Verarbeitung sowie insgesamt eine vierfach höhere KI-Leistung gegenüber seinem Vorgänger bietet.
Rollout-Fahrplan für weitere Geräte
Der M6-Chip soll nach dem Mac mini im Oktober 2026 auch im MacBook Pro erscheinen, gefolgt von iMac, iPad Pro und iPad Air sowie Anfang 2027 dem MacBook Air. Eine Pro- oder Max-Variante des M6 ist zunächst nicht vorgesehen; entsprechende Chips der M7-Generation werden erst für Ende 2027 erwartet.
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macOS 27 bringt technische Neuerungen für Entwickler
Mit macOS Golden Gate ändert Apple auch grundlegende Systemwerkzeuge. Das bisherige Kommandozeilentool hdiutil gilt künftig als veraltet und wird durch diskutil image ersetzt, das zwar schneller arbeitet, jedoch einige bisherige Optionen wie -scrub nicht mehr unterstützt. hdiutil bleibt zunächst funktionsfähig, dürfte aber Warnmeldungen ausgeben. Entwicklern wird empfohlen, bestehende Skripte zu überprüfen und Feedback an Apple zu senden.
Zudem erweitert Apple das Virtualization Framework um automatisierte Provisionierung, die den Setup Assistant überspringt, USB-Passthrough über Accessory Access, benutzerdefinierte Netzwerke via vmnet sowie ein neues DiskImageKit.
Einordnung in die Geschäftszahlen
Die Ankündigung fällt in eine phase, in der Apple im Fiskalquartal Q3 2026 bei den Mac-Verkäufen einen Anstieg um 29 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Ergänzend zu den neuen Rechnern bewirbt Apple auch Zubehör wie ein Polishing Cloth für 9 US-Dollar sowie neue Magic Keyboards.
Für den 9. September ist zudem ein weiteres Apple-Event im Apple Park angesetzt, bei dem unter anderem iPhone-Neuheiten sowie eine überarbeitete Apple Watch erwartet werden – Themen, die über die reine Mac- und macOS-Modernisierung hinausgehen und gesondert zu betrachten sind.

