Mac mini M6: Apples erster 2-Nanometer-Chip startet ab 899 Dollar

Apple präsentiert neue Mac-mini- und Mac-Studio-Computer mit M6- und M5-Chips, höheren Preisen und geplanter Auslieferung ab 22. September.

Apple hat am 30. August 2026 neue Mac mini- und Mac Studio-Modelle vorgestellt – und das früher als von Branchenbeobachtern erwartet. Als Grund nennt das Unternehmen die überraschend hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung durch Unternehmenskunden wie Ford, Disney und Anthropic.

Neue Chip-Generation mit 2-Nanometer-Fertigung

Der neue Mac mini kommt mit dem M6-Chip, der laut mehreren Quellen (darunter siliconscotland.news und geeky-gadgets.com) auf einem 2-Nanometer-Fertigungsprozess von TSMC basiert – dem ersten 2-Nanometer-Chip in einem Consumer-Computer überhaupt.

Ausgestattet ist der Basis-M6 mit 12-Core-CPU, 12-Core-GPU, einer dualen 16-Core-Neural-Engine, bis zu 32 GB RAM und einer Speicherbandbreite von 170 GB/s. Bemerkenswert: Erstmals ist der M6 als Basischip mit einer Architektur ausgestattet, die sonst der Pro-Klasse vorbehalten war – einen eigenständigen M6 Pro, Max oder Ultra gibt es in dieser Generation nicht.

Laut Angaben aus dem Umfeld der Ankündigung bietet der M6 rund 30 Prozent mehr GPU-Leistung für KI-Anwendungen als sein Vorgänger M5 und mehr als das Achtfache im Vergleich zum M1. Die CPU soll rund 40 Prozent schneller arbeiten, die Grafikleistung verdoppelt sich gegenüber dem M4, die KI-Leistung soll sich vervierfachen. Im Multithread-Bereich wird ein Faktor von 1,2 gegenüber dem M5 und 2,4 gegenüber dem M1 angegeben.

Parallel bietet Apple eine leistungsstärkere Mac-mini-Variante mit M5-Pro-Chip an – bis zu 18-Core-CPU, 20-Core-GPU, bis zu 64 GB RAM und 307 GB/s Bandbreite.

Der Mac Studio erscheint mit M5 Max und M5 Ultra, letzterer mit 36-Core-CPU, 80-Core-GPU und bis zu 512 GB RAM sowie 1,2 TB/s Bandbreite. Die 512-GB-Variante des M5 Ultra soll im Oktober folgen.

Preise steigen spürbar

Der Mac mini M6 startet in den USA bei 899 US-Dollar (16 GB/256 GB), in Großbritannien bei 899 britischen Pfund, in Deutschland bei 1.049 Euro, in China bei 6.999 Yuan und in Japan bei 149.800 Yen. Damit liegt der Einstiegspreis zwischen 100 und 300 US-Dollar über dem des Vorgängers – in China etwa deutlich über den zuvor aufgerufenen 4.499 Yuan für den M4, in Japan über den bisherigen 94.800 Yen.

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Die M5-Pro-Variante des Mac mini startet bei 1.699 US-Dollar, 1.699 britischen Pfund beziehungsweise 1.999 Euro. Beim Mac Studio beginnt der M5-Max-Einstieg bei 2.499 US-Dollar, die M5-Ultra-Version bei 5.499 US-Dollar.

Vorbestellungen liefen bereits ab dem 25. August 2026, Auslieferung und allgemeine Verfügbarkeit sind für den 22. September 2026 vorgesehen.

Lieferengpässe durch Speicherknappheit

Berichten von macrumors.com zufolge kommt es bei den neuen Modellen zu Lieferengpässen, die auf einen Mangel an Speicherbausteinen zurückgeführt werden. Einige Unternehmenskunden weichen deshalb auf Nvidias DGX Spark aus. Zudem lehnte Apple Anfragen zu seiner Private-Cloud-Compute-Infrastruktur ab und setzt stattdessen auf die Partner WebAI und Mount Thor.

Neues Betriebssystem und Auslauf für Intel-Macs

Die neuen Mac-mini- und Mac-Studio-Modelle werden mit macOS 27 „Golden Gate“ ausgeliefert, dessen Erscheinen für den 22. September 2026 angesetzt ist – möglicherweise bereits in der Woche ab dem 14. September. Das System bringt Siri-KI-Funktionen und Apple Intelligence mit, ist aber ausschließlich für Apple-Silicon-Geräte vorgesehen.

Intel-Macs erhalten demnach nur noch Sicherheitsupdates bis 2028, macOS 26 „Tahoe“ bleibt die letzte für Intel-Prozessoren unterstützte Version. Rosetta 2, die Übersetzungsschicht für Intel-Software auf Apple-Silicon-Macs, soll Ende 2027 entfernt werden.

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Umsatzwachstum und Führungswechsel im Hintergrund

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Apple im dritten Quartal 2026 einen Mac-Umsatz von 10,4 Milliarden US-Dollar verzeichnete – ein Plus von 29 Prozent.

Die Apple-Aktie notierte zuletzt bei rund 303 US-Dollar bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35,22. Die Einschätzungen von Analysten gehen auseinander: Jefferies stufte die Aktie mit einem Kursziel von 263 US-Dollar als „Underperform“ ein, während BofA (Kursziel 380 US-Dollar) und Rothschild (Kursziel 400 US-Dollar) zum Kauf raten.

Zeitgleich wird über einen bevorstehenden CEO-Wechsel berichtet: Tim Cook soll die Führung an John Ternus übergeben. Als mögliche Gründe für die frühzeitige Produktankündigung werden eine Straffung des Produktportfolios sowie zwei für den Herbst geplante Apple-Events genannt – darunter die für den 9. September 2026 angesetzte Veranstaltung „Surprise and Shine“ im Apple Park, bei der unter anderem das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie ein faltbares iPhone Ultra erwartet werden.

Im Rahmen dieser Ankündigungen wurde zudem eine Preiserhöhung für Apple TV bekannt: Das monatliche Abonnement steigt von 12,99 auf 14,99 US-Dollar, das Jahresabo von 99 auf 119 US-Dollar.