Mac mini M6: Apples erster 2-Nanometer-Chip startet September

Apple bringt den Mac mini mit M6-Chip und aktualisiert den Mac Studio. Die Auslieferung startet am 22. September 2026 zu höheren Preisen.

Apple hat am 25. August 2026 eine umfassende Aktualisierung seiner Desktop-Computer-Sparte bekannt gegeben. Im Zentrum der Vorstellung stehen neue Mac mini Modelle, die erstmals mit der M6-Chip-Generation ausgestattet sind, sowie leistungsgesteigerte Varianten des Mac Studio auf Basis der M5-Architektur. Mit dem M6 führt das Unternehmen seinen ersten im 2-Nanometer-Verfahren gefertigten Prozessor ein.

Mac mini mit M6-Technologie und Leistungszuwachs

Der neu vorgestellte Mac mini kommt in zwei grundlegenden Konfigurationen auf den Markt. Die Basisvariante nutzt den M6-Chip, der laut technischen Spezifikationen über eine 12-Core CPU und eine 12-Core GPU verfügt. Ergänzt wird die Architektur durch eine Dual 16-Core Neural Engine.

Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 32 GB konfigurieren, wobei die Speicherbandbreite je nach RAM-Ausbau variiert: Während die 16-GB-Version 153 GB/s erreicht, erzielen Konfigurationen mit 24 GB oder 32 GB bis zu 170 GB/s.

In Leistungsvergleichen soll der M6-Chip eine bis zu viermal schnellere Verarbeitung von Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) bieten als das M4-Modell. Die Grafikleistung verdopple sich nahezu, während die CPU-Geschwindigkeit um 40 Prozent steige.

Für professionelle Anwender steht zudem eine Version mit dem M5 Pro Chip zur Verfügung. Dieser bietet bis zu 18 CPU-Kerne, eine 20-Core GPU und unterstützt bis zu 64 GB Arbeitsspeicher bei einer Bandbreite von 307 GB/s. Die Verarbeitung großer Sprachmodelle (LLM) soll beim M5 Pro um das 8,5-Fache über dem Niveau eines M2 Pro und um das Vierfache über einem M4 Pro liegen.

Mac Studio erhält M5 Max und M5 Ultra

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Parallel zum Mac mini wurde der Mac Studio aktualisiert. Das System ist nun mit dem M5 Max oder dem M5 Ultra erhältlich. Der M5 Max verfügt über bis zu 18 CPU-Kerne, eine 40-Core GPU und unterstützt bis zu 128 GB Arbeitsspeicher mit einer Bandbreite von 614 GB/s.

Das Spitzenmodell M5 Ultra verdoppelt diese Werte auf bis zu 36 CPU-Kerne, eine 80-Core GPU und eine Speicherkapazität von bis zu 512 GB. Die Bandbreite wird hier mit 1,2 TB/s angegeben, was einer Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem M3 Ultra entspricht.

Technisch verfügen die neuen Mac-Modelle zudem über den N1-Chip, der Standards wie Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread unterstützt. Der Mac mini bietet standardmäßig 2,5-Gbit-Ethernet, optional ist eine 10-Gbit-Schnittstelle sowie Genlock über USB-C verfügbar.

Marktstart, Preise und strategische Planung

Die Auslieferung der neuen Geräte beginnt laut Hersteller am 22. September 2026, Vorbestellungen sind bereits möglich. Die Preisstruktur verzeichnet dabei eine deutliche Anpassung.

Der Mac mini mit M6-Chip startet in den USA bei 899 US-Dollar (16 GB RAM, 256 GB SSD) und im Vereinigten Königreich bei 899 Britischen Pfund. Dies entspricht einer Preissteigerung von 300 US-Dollar gegenüber dem Einstiegspreis des M4-Modells bei dessen Markteinführung im Jahr 2024. Der Mac mini mit M5 Pro beginnt bei 1.699 US-Dollar bzw. 1.699 Britischen Pfund.

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In Indien starten die Preise für den Mac mini bei 99.900 Indischen Rupien (M6) und 209.900 Indischen Rupien (M5 Pro). Der Mac Studio wird in Indien ab 279.900 Indischen Rupien (M5 Max) bzw. 629.900 Indischen Rupien (M5 Ultra) angeboten; in den USA liegt der Einstiegspreis für den Mac Studio bei 2.499 US-Dollar.

Die Softwarebasis bildet das Betriebssystem macOS 27 Golden Gate, dessen Veröffentlichung für Mitte September erwartet wird. Strategisch markiert der M6 den Beginn eines neuen Hardware-Zyklus, wobei der Chip im Oktober 2026 auch im MacBook Pro sowie im iMac erwartet wird.

Das MacBook Air soll Anfang 2027 folgen. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Lebensdauer der M6-Generation kurz ausfallen könnte, da bereits für die erste Hälfte des Jahres 2027 die Einführung der M7-Architektur prognostiziert wird.

Unternehmenskontext und Finanzergebnisse

Die Hardware-Ankündigungen fallen in eine phase solider Geschäftszahlen. Apple meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 109,42 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 16 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Die Gewinnmarge lag bei 50,1 Prozent. Für das vierte Quartal rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent.

Zusätzlich zu den Desktop-Systemen wurde eine Preisanpassung für den Dienst Apple TV+ bekannt gegeben: Die monatlichen Gebühren steigen auf 14,99 US-Dollar, das Jahresabonnement kostet nun 119 US-Dollar. Weitere Produktvorstellungen, darunter das iPhone 18 Pro und neue Modelle der Apple Watch, werden für ein Event am 9. September 2026 im Apple Park erwartet.