Die neuen Mac-mini-Modelle mit M6- und M5-Pro-Chip verbauen ihren NAND-Flash-Speicher fest verlötet auf dem Logicboard. Ein austauschbares SSD-Modul, wie es beim Vorgänger mit M4 und M4 Pro noch vorhanden war, gibt es nicht mehr.
Nachträgliche Speicher-Upgrades durch Nutzer oder Drittanbieter sind damit ausgeschlossen. Eine technische Analyse bestätigte zudem, dass die Basisvariante mit 256 GB gegenüber den Konfigurationen ab 512 GB spürbar langsamer arbeitet – ein Effekt, der sich beim Wechsel vom M4 zum M6 zumindest teilweise verbessert hat.
Deutliche Geschwindigkeitszuwächse trotz Speicherlimit
Laut Messungen mit dem Blackmagic-Disk-Speed-Test legt der Mac mini M6 mit 256 GB gegenüber dem Vorgängermodell M4 mit ebenfalls 256 GB spürbar zu: Die Schreibgeschwindigkeit steigt um 48,9 Prozent, die Lesegeschwindigkeit um 15,9 Prozent. Trotz dieses Fortschritts bleibt die 256-GB-Version innerhalb der aktuellen M6-Reihe deutlich langsamer als die größeren Speicherstufen.
Konkret erreichte der M6 mit 512 GB im Test 6.371,5 MB/s beim Lesen und 6.577,4 MB/s beim Schreiben, während die 256-GB-Variante nur auf 3.216,8 MB/s beim Lesen beziehungsweise 3.000,2 MB/s beim Schreiben kam. Zum Vergleich lag der M4 mit 256 GB bei 2.792,5 MB/s Lesen und 2.014,5 MB/s Schreiben.
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Der Grund für den Leistungsunterschied innerhalb der M6-Reihe liegt in der Chip-Architektur: Die 256-GB-Konfiguration nutzt nur einen einzelnen NAND-Chip, während Varianten ab 512 GB auf zwei NAND-Chips zurückgreifen. Dadurch arbeitet die kleinste Speicherstufe etwa halb so schnell wie die größeren Modelle.
Fehlende Aufrüstoptionen
Nach dem Öffnen eines Mac mini mit M6 beziehungsweise M5 Pro bestätigte der Anbieter Expand Mac mini, dass kein SSD-Modul und kein entsprechender Steckplatz mehr vorhanden ist – der Speicher ist direkt auf die Hauptplatine gelötet.
Auch Apples eigene Reparaturteiletabelle führt für die neuen Modelle kein unterstütztes SSD-Modul mehr auf, während beim Mac mini von 2024 der SSD-Modultausch dort noch verzeichnet war. Damit fehlt auch von Apple selbst die Grundlage für offizielle Speicher-Nachrüstungen.
Für Nutzer bedeutet das: Wer beim Kauf zu wenig Speicher wählt, muss entweder mit Apples werkseitigen Aufpreisen leben oder auf externe Thunderbolt-Speicher ausweichen, die den internen Speicher jedoch nicht erweitern, sondern lediglich ergänzen. Der M6 bietet Thunderbolt 4, der M5 Pro Thunderbolt 5.
Preise und Kapazitäten
Die Mac-mini-Modelle starten weiterhin bei 899 US-Dollar – demselben Einstiegspreis wie beim M4. Bei gleicher RAM-Ausstattung kostet die 256-GB-Version des M6 ebenfalls 899 US-Dollar, die 512-GB-Variante 1.099 US-Dollar. Insgesamt reicht die Speicherauswahl beim M6 von 256 GB bis 2 TB, beim M5 Pro von 512 GB bis 8 TB; Letzterer startet bei 1.699 US-Dollar.
Ein Upgrade von 256 GB auf 1 TB kostet bei Apple 500 US-Dollar, auf 2 TB sogar 1.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Ein Speichermodul von Expand Mac mini für den älteren M4 kostete mit 1 TB rund 300 US-Dollar, mit 2 TB 420 US-Dollar. Expand Mac mini geht davon aus, dass eine Unterstützung für M6 und M5 Pro künftig unwahrscheinlich ist.
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Für anspruchsvolle Aufgaben, etwa den lokalen Betrieb von KI-Modellen oder die Arbeit mit großen Dateien, wird laut Angaben rund um die Testberichte mindestens 512 GB empfohlen – womit Käufer mit knappem Budget faktisch zu einem teuren Aufpreis oder zu Kompromissen bei der Geschwindigkeit gezwungen sind. Zu den verlöteten Speichern äußerte sich Apple bislang nicht.
Mac Studio bleibt Ausnahme
Anders als beim Mac mini bleiben die SSD-Module beim neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra laut Apples Reparaturdokumentation grundsätzlich austauschbar, sofern passende Module verwendet werden.
Standard-M.2-SSDs sind jedoch nicht kompatibel, und die Module müssen bei den meisten Konfigurationen paarweise ersetzt werden – ausgenommen sind Varianten mit 512 GB, 1 TB oder 2 TB, die jeweils nur ein Modul besitzen. Ein eigenständiges Öffnen des Geräts führt zudem zum Garantieverlust.
Mehr zum Thema bei The Verge: „Apple is once again soldering the Mac mini’s SSD preventing aftermarket upgrades.“

