Mac mini und Mac Studio: M5-Update bleibt aus, Speichermangel bremst

Apples M5-Prozessoren fehlen in Mac mini und Mac Studio. Lieferengpässe bei Speicherchips verzögern das Desktop-Update.

Apples M5-Prozessoren stecken in Laptops, doch Mac mini und Mac Studio bleiben außen vor.

Wer sich einen neuen Mac mini oder Mac Studio mit M5-Chip kaufen möchte, braucht weiterhin Geduld. Während Apple die M5-Familie bereits erfolgreich in den MacBook-Pro-Modellen eingeführt hat, bleibt der Desktop-Bereich im Juni 2026 merklich unterversorgt. Branchenbeobachter führen die Verzögerung auf einen akuten Mangel an Speicherchips zurück – eine Folge des weltweit explodierenden Bedarfs an KI-fähiger Hardware.

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Zwei Geschwindigkeiten bei der Chip-Einführung

Der Rollout der M5-Architektur verläuft 2026 auf getrennten Pfaden. Bereits Anfang des Jahres brachte Apple die MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max auf den Markt. Diese Geräte setzen auf eine neue „Fusion Architecture“ (SoIC-MH) und erzielen beeindruckende Leistungssprünge bei lokalen KI-Anwendungen. Technische Tests zeigen, dass die M5 Pro und M5 Max bei KI-Prompts rund 6,7- bis 6,9-mal schneller arbeiten als die alte M1-Pro-Generation.

Im Desktop-Segment herrscht dagegen Stillstand. Weder der Mac mini noch das Mac Studio haben bisher ein M5- oder M5-Ultra-Update erhalten. Die Analyse der aktuellen Lagerbestände zeigt: Die Lieferzeiten für die bestehenden M4-Modelle haben sich auf drei bis fünf Monate verlängert. Apple priorisiere offenbar seine margenstarken Mobilgeräte, so die Einschätzung von Marktexperten.

Was vom M5 Ultra zu erwarten ist

Die Spekulationen um das High-End-Desktop-Upgrade konzentrieren sich auf den M5 Ultra. Gerüchten zufolge könnte der Chip im Laufe des Entwicklerzyklus 2026 debütieren. Die technischen Prognosen lesen sich vielversprechend: Eine 36-Core-CPU, eine Verdopplung der Speicherbandbreite auf 1.000 GB/s und die Fertigung im TSMC-N3P-Verfahren. Dazu kommt ein dedizierter KI-Beschleuniger.

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Das erwartete Mac-Studio-Update soll das aktuelle Design beibehalten und sich auf die interne Leistung konzentrieren. Berichten zufolge könnte die M5-Ultra-Konfiguration bis zu 512 GB RAM und eine 84-Core-GPU unterstützen. Ein klares Signal setzte Apple zudem auf der WWDC 2026: Mit dem Game Porting Toolkit 4 und Titeln wie Cyberpunk 2077 auf M5- und A19-Chips positioniert sich der Konzern für den Desktop-Gaming-Markt.

Mac mini und iMac: Bewegung im Einstiegssegment

Auch bei den günstigeren Modellen tut sich etwas. Der M4 Mac mini – seit Ende 2024 im kompakten 5x5x2-Zoll-Gehäuse erhältlich – bleibt zwar der aktuelle Standard. Doch Gerüchte über eine M5-Version deuten auf eine mögliche Preisverschiebung hin: Der Einstiegspreis könnte auf umgerechnet rund 650 Euro steigen, ein Aufschlag von etwa 90 Euro gegenüber dem M4-Modell. Im Gegenzug wäre eine 512-GB-SSD als Basisausstattung wahrscheinlich.

Der M5 Mac mini soll ebenfalls auf TSMC N3P setzen und einen Leistungssprung von 25 bis 30 Prozent bieten. Die Pro-Variante des Chips bekäme eine 18-Core-CPU und Unterstützung für Thunderbolt 5 mit Datenraten zwischen 80 und 120 Gbit/s.

Im All-in-One-Segment wird ein M5 iMac für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Besonders spannend: Hartnäckig halten sich Gerüchte über ein größeres Modell mit 27 oder 30 Zoll und Mini-LED-Display – die Rückkehr eines professionellen iMac in die Produktpalette.

Ausblick und Risiken

Für die zweite Jahreshälfte 2026 bereitet Apple offenbar eine breite Produktoffensive vor: neue iPhone-18-Modelle, ein OLED-iPad mini und ein neu gestaltetes „MacBook Ultra“ mit Touchscreen und OLED-Display. Doch all diese Pläne hängen am seidenen Faden der RAM-Chip-Versorgung.

Sollte sich die Lage bei den Speicherkomponenten nicht entspannen, könnte Apple für bestimmte Desktop-Modelle den M5-Zyklus sogar ganz überspringen und direkt zur M6-Architektur übergehen – für den Mac mini wäre das frühestens 2027 der Fall. Bis dahin müssen professionelle Desktop-Anwender mit M4-Hardware oder dem in die Jahre gekommenen M3 Ultra Studio auskommen, während die mobile Welt längst in der M5-Ära angekommen ist.